Zwei Milliarden Dollar Verlust pro Monat - das ist die Bilanz des US-Autoherstellers Ford für das Schlussquartal 2008. Der Fehlbetrag summiert sich auf 5,9 Milliarden Dollar - doch auf Staatshilfen verzichtet Ford weiterhin.
Der US-Autoriese Ford steuert immer tiefer in die Verlustzone, will aber vorerst weiter auf staatliche Hilfen verzichten: Die Nummer zwei der US-Autobauer verkündete am Donnerstag einen Verlust von 5,9 Milliarden Dollar (knapp 4,5 Milliarden Euro) im vierten Quartal.
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Frostige Zeiten: Im Vergleich zum Vorjahr büßte Ford im Geschäftsjahr 2008 knapp 20 Prozent seines Umsatzes ein. (© Foto: AP)
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Das Unternehmen verfüge aber über "ausreichend Liquidität" für einen Konzernumbau ohne Unterstützung durch die US-Regierung. Die Ford-Rivalen, US-Branchenprimus General Motors und Chrysler, hatten staatliche Hilfe in Anspruch genommen. Die Verluste im vierten Quartal waren damit nach Konzernangaben mehr als doppelt so hoch wie jene im gesamten Vorjahreszeitraum, damals hatten sie 2,8 Milliarden Dollar betragen.
"Außerordentliche Schwäche"
Der Umsatz für das Gesamtjahr 2008 rutschte auf 146 Milliarden Dollar ab, verglichen mit 172 Milliarden Dollar im Jahr 2007. "Ford und die gesamte Autoindustrie hatten im vierten Quartal mit einer außerordentlichen Schwäche aller wichtigen Märkte weltweit zu kämpfen, die unsere Zahlen ganz klar beeinflusst hat", sagte Konzernchef Alan Mulally.
Ford erklärte, nach den derzeitigen Planungen seien Überbrückungshilfen aus Washington nicht erforderlich. Dies gelte so lange, wie sich die wirtschaftliche Lage nicht noch deutlich stärker verschlechtere oder etwa der Bankrott eines wichtigen Konkurrenten ins Haus stehe.
Letzteres könne nämlich auch Ford in Mitleidenschaft ziehen - etwa, wenn von einer derartigen Pleite wichtige gemeinsame Zulieferer mitgerissen würden.
Die Ford-Autobank Ford Motor Credit kündigte derweil den Abbau von 1200 Stellen in den USA im laufenden Jahr an. Damit wolle sich das Unternehmen an die "neuen Marktbedingungen" anpassen. Die geplanten Streichungen betreffen rund ein Fünftel der Belegschaft.
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(sueddeutsche.de/AFP/pak)
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