Nichts ist mehr ausgeschlossen. Selbst ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone ist nun denkbar - falls die Bevölkerung sich bei dem angekündigten Referendum gegen die Gemeinschaftswährung und gegen die Rettungsbemühungen für ihr klammes Land entscheidet. Die Folgen eines solchen Votums wären nicht nur für Griechenland gewaltig. Ein Überblick.
Die Entscheidung traf die Welt völlig unvorbereitet: Der griechische Premier Giorgos Papandreou will eine Volksabstimmung über das Rettungspaket von Euro-Partnern und Internationalem Währungsfonds durchführen. Er selbst wird am Freitag im Parlament die Vertrauensfrage stellen. Die Aufregung ist groß, an den Börsen schlagen die Kurse Kapriolen, in den Hauptstädten der Euro-Zone herrscht Unruhe und Verunsicherung.
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(© SZ-Graphiken: Burgarth; Quellen: Thomson Datastream, EZB, Reuters)
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Was nach dem EU-Krisengipfel abgewendet schien, ist mit dem anstehenden Referendum plötzlich doch möglich: Griechenland könnte fallen - mit unabsehbaren Folgen für die Euro-Zone und die Finanzbranche. Was also geschieht, wenn es dem griechischen Regierungschef nicht gelingt, die Zustimmung für den Euro in ein "Ja" zum Brüsseler Spardiktat umzumünzen? Oder wenn Papandreou bereits am Freitag das Vertrauen des Parlaments einbüßt?
Griechische Wirtschaft - Schluss mit Leben auf Pump
Schon jetzt zahlt Athen eine hohen Preis für das jahrelange Leben auf Pump: Seit die Regierung am Geldtropf der Staatengemeinschaft hängt und sparen muss, ist die Wirtschaftsleistung um mehr als 13 Prozent eingebrochen. Im Falle einer unkontrollierten Staatspleite könnte alles noch schlimmer kommen. Griechenland müsste alle Zins- und Tilgungszahlungen einstellen. Ein Kollaps der griechischen Finanzhäuser wäre kaum zu vermeiden. Die Sparer würden in Panik versuchen, ihr Vermögen zu retten. Athen müsste seine Banken verstaatlichen, das Abheben von Geld beschränken und die Ausfuhr von Kapital verbieten.
Wahrscheinlich würde Griechenland aus dem Euro austreten - wenn es denn so einfach ginge - und die Drachme wiedereinführen. Damit ließe sich kurzfristig wieder geld- und finanzpolitische Handlungsfähigkeit zurückgewinnen. Außerdem würde die Wettbewerbsfähigkeit der griechischen Wirtschaft dadurch wiederhergestellt, dass die neue Drachme massiv abwerten würde, schätzungsweise um 50 Prozent. Auf einen Schlag würden griechische Waren und ein Urlaub auf Kreta für Ausländer günstig sein.
Die Schattenseite dieser Politik: Wenn der Staat seinen Schuldendienst einstellt, leiht ihm kein Investor der Welt mehr Geld. Athen könnte weder Löhne noch Renten vollständig zahlen. Die Wirtschaft würde ins Chaos stürzen und die Demokratie einer schweren Belastungsprobe ausgesetzt.
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... und sie werden nicht abstimmen
... und die Minister der Übergangsregierung werden ihre Ansprüche auf Ministerpensionen erhalten
... und die nächste Tranche wird ausbezahlt (auf Kosten des EU-Steuerzahlers)
... und die Banken werden wieder für eine Zeitlang ihre hohen Zinsen bekommen
... und die Troika wird feststellen, dass alles nichts hilft und noch mehr gespart werden muss
... und die Griechen werden demonstrieren
... (siehe oben)
Was nun liebe Leserinnen und Leser ? Das ist hier die Frage, in vielerlei Hinsicht war das Rettungspaket geschnuert gewesen. Nur das Volk in Grichenland glaubt echt es ginge weiter so wie bisher. Das ist nun einmal nicht moeglich, auch dafuer gibt es viele Gruende. Streiken allein wird da nicht viel helfen, egal wer eines Tages in Athen regiert. Es wird hart und schwer werden mit dem Neuanfang, dass gorsse Problem sind die reichen Grichen, sie haben bis dato immer nur den Rahm abgeschoepft, dass sollte so weiter gehen, dass ist nun leider nicht mehr moeglich. Sie ziehen ihr Kapital aus dem Land und die Regierung kann nur zusehen, wie auch immer. Was passiert bei einem NEIN bei einer Volksabstimmung ? Wer gegen das umstrittene Rettungspaket ist, der muss wissen das es dann zu einem Staatsbankrott kommen wird. Deren Folgen treffen zu 90% die kleinen Leute, Krediete von aussen gibt es dann nicht mehr. Die Banken im innland haben nichts mehr, was dann ? Darauf kann man nur spekulieren, es wuerde zur Verarmung weiter Schichten kommen. Innere Unruhen und Gewalt werden folgen, was dann kommt weiss heute niemand. Ende Gut alles Gut ? In diesen Fall leider nicht.
..."Keine Euros nach Athen..."
Die großen Nationen der Welt sind sich einig: China, Russland, USA, Brasilien, Kanada lehnen ab, sich am EFSF zu beteiligen, und werden sich weiterhin verstärkt am IWF beteiligen. Medwedjew sprach für alle: "Europa hat die politische Macht und die finanziellen Mittel, sich selbst retten."
Solange Europa weiterhin eine gemeinsame Volkswirtschaft sein möchte, jeder Teil aber getrennte Kasse macht, bleibt es permanent zu regionalen Buyouts und Rettungsaktionen verdammt.
Das haben wir doch immer schon gewusst, oder?
http://www.youtube.com/watch?v=EUGlSfV3xJs&list=FLWJgL65AaXXQTBF9RvY3yOA&index=5&feature=plpp_video
Lehre mich tanzen!
Oder: Hast Du schon mal etwas so schön zusammen brechen sehen?
Danke Sorbas.
Paging