Der Ex-Senator Ted Stevens stirbt bei einem Flugzeugunglück in Alaska. Mit an Bord: EADS-Nordamerika-Chef Sean O'Keefe - er hat den Crash überlebt.

Unglück in Alaska: Beim Absturz eines Kleinflugzeugs im nördlichsten US-Bundesstaat ist der ehemalige republikanische Senator Ted Stevens ums Leben gekommen. Dagegen überlebte der ehemalige Nasa- und derzeitige EADS-Nordamerika-Chef Sean O'Keefe, der ebenfalls an Bord saß. O'Keefe und Stevens kannten sich gut und waren zusammen mit ihren Söhnen auf dem Weg zu einem Angelausflug.

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Der EADS-Topmanager Sean O'Keefe ist in Alaska mit einem Kleinflugzeug abgestürzt - und hat überlebt. Der republikanische Ex-Senator Ted Stevens, mit dem er auf dem Weg zu einem Angeltrip war, starb bei dem Unglück. (© AFP)

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Ein Sprecher der Familie teilte mit, dass der 86-jährige Stevens das Unglück nicht überlebt habe. Besonders tragisch an dem Flugzeugunglück: 1978 wurde Stevens' Frau bei einem Flugzeugabsturz getötet. Er selbst saß mit an Bord und überlebte. Das Unglück geschah ebenfalls in Alaska.

Der Senator ist in den USA eine Legende: Er repräsentierte den Bundesstaat Alaska von Dezember 1968 bis Januar 2009 und saß länger im Senat als jeder andere Republikaner. Dass Stevens aus einer anderen Epoche stammte, wurde 2006 offenbar, als er in einer Rede das Internet als "eine Reihe von Röhren" ("a series of tubes") bezeichnete - und dafür wochenlang den Spott der Medien ertragen musste.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP wurden EADS-Manager O'Keefe und sein 17-jähriger Sohn in einem Krankenhaus behandelt. Der 54-Jährige stand von 2001 bis 2005 der US-Weltraumbehörde Nasa vor und war Leiter des Washingtoner Büros der Luftfahrtsparte der Mischkonzerns General Electric.Seit 1. November 2009 ist er Nordamerika-Chef des europäischen Luftfahrtkonzerns EADS.

Fünf Insassen starben

Das Kleinflugzeug war am Montagabend in einer abgelegenen Gegend rund 500 Kilometer südwestlich von Alaskas größter Stadt Anchorage abgestürzt. Dabei kamen nach Angaben der US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB fünf der neun Insassen der Maschine ums Leben.

Das Wrack war vom Piloten eines anderen Flugzeugs entdeckt worden. Wegen schlechten Wetters hatten die Rettungskräfte allerdings zunächst Schwierigkeiten gehabt, die Absturzstelle zu erreichen.

Kleinflugzeuge sind im dünnbesiedelten Alaska ein gängiges Transportmittel. Dabei kommt es immer wieder zu Unfällen, allein in den vergangenen zwei Wochen stürzten insgesamt drei Flugzeuge ab.

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(sueddeutsche.de/AP/Reuters/AFP/pak/jab)