Das Bildungspaket für arme Kinder entwickelt sich zum großen Flop. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen erklärt daher in einem Interview, "jede Hartz-IV-Familie einzeln anzuschreiben" - doch kurz darauf rudert ihre Sprecherin zurück.
Aufregung um Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU): Weil das sogenannte Bildungspaket, mit dem Kinder aus Hartz-IV-Familien Zuschüsse bekommen sollen, kaum genutzt wird, möchte sie die Betroffenen besser informieren. Sie halte es für richtig, "jede Hartz-IV-Familie einzeln anzuschreiben", sagte sie der Passauer Neuen Presse. Doch kurz darauf stellte eine Sprecherin klar, dass von der Leyen die betroffenen Familien nicht selbst anschreiben will - wohl aber die Informationsarbeit der Kommunen unterstützen.
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Ursula von der Leyen (CDU) will Familien, die das Bildungspaket in Anspruch nehmen könnten, besser informieren - aber keinesfalls allen einen Brief schreiben. Dieser Eindruck war zuvor wegen einer Äußerung der Arbeits- und Sozialministerin in einem Interview entstanden. (© dapd)
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Die Verwaltung müsse aktiv auf die Eltern zugehen und sich kümmern, dass das Bildungspaket zu den Familien komme, hatte von der Leyen in dem Interview gesagt. "Aber auch die Eltern müssen ihren Teil der Verantwortung wahrnehmen. (...) Warum sollen sie keinen Antrag für das Bildungspaket der Kinder stellen können?" Bildung der Kinder sei der Weg aus Hartz IV.
Die Bundesregierung wirbt derzeit auf Großflächenplakaten in Städten mit mehr als 300.000 Einwohnern für die neuen Leistungen. Für diesen Donnerstag hat von der Leyen Vertreter der Kommunen und der Länder zu einem runden Tisch nach Berlin geladen, um über das weitere Vorgehen zu sprechen.
Das Gesetz war erst Ende März in Kraft getreten, obwohl bereits seit Januar ein Rechtsanspruch auf Bildungsleistungen existiert. Das Paket für rund 2,5 Millionen Kinder aus armen Familien verspricht Zuschüsse für Schulmaterial, warme Mittagessen in Schule und Kita, Nachhilfe und Freizeitaktivitäten. Allerdings haben laut einer Umfrage von Spiegel Online erst zwei Prozent der Berechtigten in Großstädten Anträge gestellt.
Kritik vom Paritätischen Wohlfahrtsverband
Unterdessen kritisierte der Präsident des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Ulrich Schneider, erneut die Umsetzung des Bildungspakets. Jugendhilfe funktioniere so nicht, sagte Schneider am Mittwoch im ZDF-Morgenmagazin. "Man hat sich hier ganz dem ministerialbürokratischen Denken unterworfen: Wenn jemand was will, dann soll er kommen und einen Antrag stellen - so klappt es einfach nicht", sagte Schneider.
Jeder in der Jugendhilfe wisse, dass man die Kinder und Jugendlichen an den Schulen, in den Kitas, in den Jugendzentren und auf der Straße abholen müsse. "Dann kommen wir an die Kinder und Jugendlichen ran, aber bestimmt nicht, indem man irgendwo einen Antrag an die Wand nagelt und sagt: Füll mal aus!", sagte Schneider.
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(sueddeutsche.de/dapd/ema/bbr/pak)
Berliner Zeitung
Schon weg? Sie werden mir fehlen........................................................................................................................................................................................................................................................................................................ aber heutzutage ist jeder ersatzbar.
Erst mal nachdenken:
Was macht es denn für einen Sinn, wenn man den Eltern einen auf die Bildung der Kinder bezogenen Teil von HartzIV vorenthält, weil Staat (z.T. zu Recht) argwöhnt, dass die Eltern ihn zweckentfremden, um ihn dann über ein bürokratisches Antragssystem zwar zweckgebunden an die gleichen Eltern zu richten, die damit aber wieder als Barriere zwischen der Bildung und ihren Kindern stehen - nur noch ein bisschen umständlicher.
Das ist doch absurde Bürokratie.
Es geht hier um die Kinder und nicht ihre überforderten Eltern. Und die Kinder kommen sicher ganz gut ohne Ihre "Pampers" aus, wenn man sie nur von den Hürden zur Chancengleichheit entlastet.
Um das Geld bei den Kindern ankommen zu lassen, sollten die entsprechenden Bildungsleistungen einkommensunabhängig allen Kindern kostenlos zur Verfügung stehen, finanziert durch Einsparung an Bürokratie, Umschichtung von Steueraufkommen, bei Bedarf auch durch erhöhtes Steueraufkommen, wofür in diesem Fall wohl eine breite Öffentlichkeit Verständnis hätte.
arbeiten Sie etwa oder feilen Sie bereits an Ihrem Asylantrag?
Kleines Späßle.
Unter Punkt 3: Ihnen, damit meine ich nicht die Miserenverwalter
Ob Kindergeld, Elterngeld, Bildungspaket...ist doch alles Pillepalle. Das soll doch nur als Feigenblatt dienen und kaschieren, dass wir in Deutschland nicht in der Lage sind ordentliche, an die tatsächlichen Verhältnisse angepasste Familien- und Bildungspolitik, ja, ich finde das gehört zusammen, zu betreiben.
@ Ellagator
Wer ist denn D E R Staat? Verstehen Sie mich nicht falsch, Ihren Beitrag vom 20.4. 18:04 würde ich so unterschreiben. Gebe allerdings zu bedenken, dass es in unserem Lande eine merkwürdige "Opferbereitschaft" und "Leidenswilligkeit" zu geben scheint. Schaut man zu unseren europäischen Brüdern und Schwestern in Frankreich, Italien oder auch Griechenland...ich habe das dumpfe Gefühl, die würden unsere Regierungen der letzten 20-30 Jahre (?) geteert und gefedert über den Markt treiben. Aber der deutsche Michel reibt sich die Äugelein unter seinem Schlafmützlein und sagt vielleicht "uii, so schlimm schon"
Woher kommt eigentlich das Michel-Bild?
@ ElPoste
Langsam dämmert´s mir, warum Sie auch gern mit ElPfosten angeschrieben werden lol
Ich verrate Ihnen mal was, so ganz unter uns: Ich bin dafür, dass alle alle alle die Annahme dieses Päckchen verweigern, denn der Aufwand für den Steuerzahler steht in keinem Verhältnis zu dem was tatsächlich dabei rauß kommt. Ich bin dafür, dass das eingesparte Geld für folgendes verwendet wird:
1. Qualifizierte, ausgeschlafene, nicht überlastete Kinderbetreuung. Damit schlagen Sie gleich ZWEI fette Fliegen mit einer Klappe:
a. Kinder aus bildungsfernen, sportaversen und alkohol- und nikotinbelasteten
Familien bekommen was Sie brauchen, um zu den von Ihnen so vermißten
wertvollen Gesellschaftssubjekten zu werden.
b. Sie können die Eltern der Brut an die Arbeit stellen. Und was soll ich Ihnen
sagen: Der größte Teil geht wahrscheinlich so gerne, dass Sie sich die Augen
reiben würden.
2. Einen Teil brauchen wir natürlich noch, um die aus der großen ABM
herausgefallenen Miserenverwalter durchzufüttern. Mir fällt nämlich auf Anhieb
nicht ein, wer die brauchen könnte.
3. Wir bezahlen Ihnen die Möglichkeit politisches Asyl z.B. in Nordkorea oder
Lybien zu beantragen und dorthin zu reisen, damit Sie mal sozusagen ein
Volontariat bekommen, darin wie man´s nicht machen sollte.
Na, ist doch supi, oder?
Paging