Finanzminister Schäuble will die Finanztransaktionssteuer und das möglichst schnell. Weil er bei den G-20-Ländern mit seinen Vorschlägen wohl nicht durchkommt, hatte er einen Plan B angedacht: die Einführung der Abgabe in der EU. Weil sich dagegen die Regierung in London sperrt, legt Schäuble mit einem Plan C nach.
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble prescht für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer weiter vor. Sollten die G-20-Länder diese Woche bei ihrem Treffen in Cannes nicht mitziehen, müssten die EU-Staaten die Abgabe im Alleingang einführen, sagte der CDU-Politiker der Financial Times. "Wenn wir dort keine Einigung erzielen, bin ich dafür, in Europa anzufangen."
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Lieber ein Alleingang statt gar keine Steuer: Finanzminister Schäuble will eine Finanztransaktionssteuer in der Euro-Zone zur Not auch ohne die restliche Europäische Union einführen. (© dapd)
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Tatsächlich erscheint es höchst unwahrscheinlich, dass beim G-20-Gipfel eine weltweite Einführung der Steuer beschlossen wird. "Danach sieht es im Moment für Cannes nicht aus", heißt es in Regierungskreisen. Die Mehrheitsverhältnisse seien nun einmal so wie sie sind. Unter anderem die USA, aber auch wichtige Schwellenländer wie China und Indien lehnen die Finanzmarktabgabe ab. Schäubles Plan A dürfte also scheitern - Plan B, also die Einführung der Steuer innerhalb der EU, allerdings auch.
Denn noch sperrt sich Großbritannien gegenüber der von Deutschland und Frankreich forcierten Finanztransaktionssteuer. Die Regierung in London fürchtet die Abwanderung der Finanzindustrie. Schäuble hofft nun auf Plan C: Die Steuer soll demnach zunächst für die 17 Mitglieder der Euro-Zone eingeführt werden.
Die Staaten mit der Gemeinschaftswährung könnten als Testgelände für die Abgabe dienen, die Spekulationen eindämmen soll. Stellt sich die Abgabe als Erfolg heraus, könnten nach Ansicht Schäubles auf Dauer auch die Briten davon überzeugt werden.
Rückendeckung hatte Schäuble bereits von Kanzlerin Angela Merkel und dem Bundestag erhalten: Mitte Oktober beharrte die CDU-Chefin beim Gewerkschaftstag der IG Metall darauf, dass die Finanzmarktakteure an den Krisenkosten beteiligt werden müssen. "Sonst beherrschen die Märkte uns - und das wird nicht gutgehen."
Der Bundestag hatte die schwarz-gelbe Regierung jüngst aufgefordert, "Vorschläge der Europäischen Kommission zur Finanztransaktionssteuer zügig nach den G-20-Treffen Anfang November 2011 in den Gremien der Europäischen Union einer Entscheidung zuzuführen".
(sueddeutsche.de/AFP/Reuters/fo)
Berliner Zeitung
nur um den Kunden, der einmal im Jahr für z. B. 10000 Euro Aktien oder ä. kauft, um den geht es nicht. Der wird deswegen weder nach London fahren, schon gleich, weil ihn die 10 Euro, die dann fällig sind, ohnehin nicht stören. Vielmehr betroffen wären die Zocker bei den großen Banken, die mit dem sog. Hochfrequenzhandel innerhalb von Sekunden riesige Voluminas kaufen und wieder Verkaufen, indem sie aus winzigen Kursdifferenzen an den verschiedenen Börsenplätzen ihre Gewinne ziehen. Denen wäre das Geschäft natürlich verdorben, wenn jedesmal die 0,1% fällig werden, weil das vermutlich mehr sein könnte als ihr ganzer Gewinn. Nur: Genau die erwischt man damit nicht, weil die irgend wo auf der Welt an ihrem Computer sitzen, der ohnenhin automatisch läuft und per Programm dann eben nur noch Börsenplätze abfragt, an denen es diese Steuer nicht gibt. Und das ist der Grund für die ganze Skepsis gegen nationale Alleingänge, die deswegen auch voll berechtigt sind.
... weil er bald klagen wird . Er muss, weil ISDA Chefe.
Derivaten-Imperium duldet keine EFSFs und die änliche Luftnummer.
Finanz-Terrorismuss ist unbesiegbar ...
also Plan E: MacPomm. Jedes Küstenboot bekommt ein Finanztransaktionssteuer und einen Finanztransaktionssteuermann.
Das senkt wenigstens die Arbeitslosigkeit.
... während unsere "Rettungengel" am labern waren, MF hat vertickt eine Menge Staatsanleihen - und die hatten eine Menge davon . Soviel über DAX und DOW jumpstart.
Frage: warum ist Jamie Dimon so wütend ? Es gibt da eine Menge andere "Global Players " die die gleiche Stunts abziehen .
Nochmal: Jamie ist der CEO von JP Morgue und GLEICHZEITIG der Chefe von NY-Feds.
Worum es hier geht ? Achja, Dr. Wolfgang Strangelove hatte einen Anfall .... :-P
Bin schon sehr gespannt, wieviele Nullen hinterm Komma der Steuersatz einstmals haben wird, bzw. wieviel hundert Jahre die Steuer eingetrieben werden muss, damit die Schäden der Finanzkrise wieder abbezahlt sind.
Wenn Frau M. hier zu hoch greift, wird sie auf Joey´s nächsten Geburtstag nicht eingeladen.
Paging