Der 24,5-Millionen-Euro-Wechsel des Ex-Bremers Diego nach Italien bleibt wohl eine Ausnahme: Die Klubs spüren die Finanzkrise - und müssen sparen.
Die deutschen Fußball-Bundesligaklubs spüren die Wirtschaftskrise und rechnen in der kommenden Saison mehrheitlich mit einer weiteren Verschlechterung der Finanzlage. Dieses Ergebnis einer Umfrage im Auftrag der Beratungsgesellschaft Ernst & Young mag auf den ersten Blick nicht weiter überraschen, doch wenn man weiß, dass Fußballsport gemeinhin ein von positiven Durchhalteparolen geprägtes Gewerbe ist, wird die Dramatik greifbarer. "Die Ehrlichkeit der Fußballmanager, ihr realistischer Blick auf die schlechte Lage hat uns doch überrascht", sagt denn auch Studienautor Arnd Hovemann.
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Kickte früher für Werder Bremen und wechselt für 24,5 Millonen Euro nach Italien: Fußballer Diego. (© Foto: dpa)
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Befragt wurden die Klubs aus der ersten und zweiten Bundesliga. 35 Prozent der Vereine rechnen 2009 mit einem Verlust, im Vorjahr waren es nur sieben Prozent, die eine solch negative Prognose abgaben. Hauptgrund seien die sinkenden Ausgaben der Unternehmen für Sponsoring wie Banden- und Trikotwerbung, Namensrechte und Logen.
Sponsor verzweifelt gesucht
Noch immer suchen drei Zweitligaklubs einen Trikotsponsor. Entsprechend vorsichtig sind die Kalkulationen für die neue Saison: 35 Prozent der Klubs wollen weniger Geld für Spielertransfers ausgeben, 30 Prozent planen, die Spielergehälter zu reduzieren. Spektakuläre Geschäfte wie der 94-Millionen-Euro Einkauf von Cristiano Ronaldo durch Real Madrid oder der 24,5-Millionen-Euro-Wechsel des Ex-Bremers Diego zum Verein Juventus Turin machen deutlich, dass nur bei den ganz wenigen europäischen Spitzenklubs das Geld noch locker sitzt; bei den meisten Vereinen ist die wirtschaftliche Lage ernst, wobei die Studie nicht davon ausgeht, dass nun Bundesligaklubs die Insolvenz droht.
In Spanien und Großbritannien sei die Finanzlage der Klubs deutlich angespannter, so die Studie. Im Vergleich zu den Nachbarländern hätten die deutschen Klubs solide gewirtschaftet und sich weniger verschuldet.
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(SZ vom 05.08.2009/mel)
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Dann geh halt am Sonntag auf den Sportplatz in deinem Dorf und schau dir Kreisklasse Fußball an. Dann haste was du willst...
In dieser Form mit total überbezahlten Spielern ist Fußball uninteressant. Wieso soll die spielerische Qualität eines Fußballspielers 2-stellige Millionenbeträge wert sein? Wieso findet Fußball nicht regionaler statt, mit eigenen Nachwuchsspielern anstatt teuren Einkäufen oft aus fremden Kontinenten?
OK, das ist ein Massengeschäft, aber warum muss das so sein? Im Prinzip wäre ich dafür einen Einzugsbereich von 100-200km festzulegen, in dem ein Spieler eines Vereins aufgewachsen sein sollte, zumindest aber schon eine Zeit lang gelebt haben sollte. Ausländer haben dabei gar nichts verloren, die sollen in ihrer heimat spielen.
Das wird sich so nicht durchsetzen lassen, aber wenn es eben nicht geht, dann löscht bitte die Städtenamen aus den Vereinsnamen. Es wäre ehrlicher der FC T-Home würde eben Bayern München ersetzen und Werder Citibank statt Bremen. Nochmal Glückwunsch an den VfL Volkswagen...