Die wegen der Finanzkrise angeschlagene niederländische Bank ING bekommt staatliche Unterstützung in Höhe von 10 Milliarden Euro. Damit soll ein weiteres Absinken der Börsenkurse der auch in Deutschland tätigen ING-Gruppe verhindert werden.
Der niederländische Finanzkonzern ING bekommt eine staatliche Kapitalspritze in Höhe von zehn Milliarden Euro. Das gaben die Regierung und die Niederländische Zentralbank am Sonntagabend bekannt. Mit der Unterstützung soll ein weiteres Absinken der Börsenkurse der auch in Deutschland tätigen ING-Gruppe am Montag entgegengewirkt werden.
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ING-Zentrale in Amsterdam (© Foto: Reuters)
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Die ING-Bank ist das erste Finanzunternehmen, das Mittel aus einem Notfonds der niederländischen Regierung zur Unterstützung von "im Grunde wirtschaftlich gesunden" Banken in Anspruch nimmt. Die größte börsennotierte niederländische Bank hatte am Freitag erklärt, erstmals seit ihrer Gründung 1991 einen Quartalsverlust ausweisen zu müssen. Der Bank- und Versicherungskonzern, der zu den Pionieren im Online- und Telefonbanking gehörte und damit auch tausende deutsche Kunden gewann, hatte sich in der Finanzkrise bislang eigentlich besser geschlagen als viele seiner Rivalen.
Die Verluste betrugen nach Konzernangaben allein im dritten Quartal 500 Millionen Euro. Die ING-Aktie fiel nach Vorlage der Quartalsbilanz um fast 28 Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit Mitte der 90-er Jahre. Der Kurs wurde nach Einschätzung von Analysten auch durch Gerüchte belastet, wonach der ING-Konzern dringend auf staatliche Hilfe angewiesen sei.
Die Regierung in Den Haag hatte zuvor für 16,8 Milliarden Euro das Geschäft des Bankkonzerns Fortis in den Niederlanden und damit zugleich die zu Fortis gehörende größte niederländische Bank ABN Amro komplett übernommen. Zudem garantiert die Regierung der Niederlande Kredite der Banken untereinander im Umfang von 200 Milliarden Euro.
Der ING-Konzern hat nach eigenen Angaben rund 85 Millionen Kunden in zahlreichen Ländern und beschäftigt 130.000 Menschen. Er gehört damit zu einem der größten Finanzunternehmen der Welt.
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(sueddeutsche.de/dpa/Reuters/aho)
Berliner Zeitung
8,5% Zinsen im Erfolgsfall und eine Aktie, die 50% über Nennwert zurückgekauft werden kann. Frau Merkel, bitte nachmachen statt in billiger Polemik ein paar Finanzversagern ein paar Millionen Euro abzunehmen und dem verein Milliarden zu spenden.
Sie machen Verluste, der Börsenkurs sinkt. Aber es ist keine Rede von Liquiditätsproblemen, und mangelnder Kapitalausstattung. Also so dramatisch, dass die jetzt unbedingt beim Steuerzahler betteln gehen müssen, klingt das ja gar nicht.