Finanzkrise in Zypern Banken begrenzen Abhebung an Geldautomaten

Die beiden größten Banken Zyperns greifen zu drastischen Maßnahmen. Bankkunden können nur noch 100, beziehungsweise 120 Euro täglich abheben - und das auch nur am Bankautomaten..

Die beiden größten zyprischen Banken haben am Sonntag neue Höchstbeträge für Abhebungen an Geldautomaten festgesetzt. Wie die zyprische Nachrichtenagentur CNA berichtete, dürfen Kunden der marktführenden Bank of Cyprus noch bis zu 120 Euro am Tag abheben, Kunden der Popular Bank (Laiki) bis zu 100 Euro.

Sämtliche Bankfilialen in Zypern sind seit dem 16. März geschlossen. Seither bilden sich regelmäßig lange Schlangen vor Geldautomaten. Die Laiki-Bank setzte die Maximal-Beträge für Abhebungen bereits zum zweiten Mal herab - am Donnerstag wurde der alte Höchstbetrag von 700 Euro auf 260 Euro reduziert.

Ein Sprecher Laiki-Bank erklärte, man werde an dieser Grenze festhalten, bis die Banken wieder öffneten. Dies ist für Dienstag vorgesehen.

Der Inselstaat kämpft gegen den Staatsbankrott und bemüht sich um ein Rettungspaket der EU. Streit mit den Geldgebern gibt es weiterhin über den Beitrag, den der zyprische Finanzsektor zur Rettung beisteuern soll. In der Nacht zu Dienstag läuft ein Ultimatum der Europäischen Zentralbank ab. Diese will dann ihre Notfinanzierung der zyprischen Banken einstellen, sollte keine Lösung auf dem Tisch liegen.