Innerhalb weniger Tage hat die WestLB durch Fehlspekulation offenbar rund 100 Millionen Euro verloren. Einem Zeitungsbericht zufolge sollen zwei Manager des betreffenden Geschäftsbereichs deshalb ihren Posten räumen.

Im Zusammenhang mit dem Millionenschaden durch das Aktien-Verlustgeschäft stehen offenbar die Entassungen zweier Manager bei der Düsseldorfer WestLB. Die Risikogeschäfte fielen in deren Verantwortung, berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Bankenkreise.

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Der Geschäftsbereichsleiter für Equity Markets, Friedhelm Breuers, und ein Executive Director werden die Bank verlassen, berichtet die Zeitung.

"Friedhelm Breuers hat die Bank verlassen und wird sich neuen Aufgaben widmen", sagte ein Sprecher der WestLB dem Blatt. Die WestLB habe "sowohl für den Eigenhandel als auch für andere Geschäftsfelder ein straffes Risikomanagement". Bei Verstößen gegen diese Regeln ziehe die Bank "entsprechende Konsequenzen".

Poker um Porsche und VW?

Die Finanzaufsicht BaFin erklärte, sie beobachte die Vorgänge genau. Der Zeitung zufolge sind Geschäfte mit Stamm- und Vorzugsaktien des Autokonzerns VW schuld an den Verlusten.

In Händlerkreisen werde vermutet, dass die WestLB darauf setzte, dass die Kursdifferenz zwischen den beiden Aktiengattungen sinke. Als der Autohersteller Porsche jedoch vor eineinhalb Wochen seinen Anteil an den VW-Stammaktien auf 30,9 Prozent aufgestockt habe, sei die Wette nicht mehr aufgegangen.

Der Kurs der Stammaktien, deren Eigner Stimmrechte haben, stieg im Verhältnis zu den stimmrechtslosen Vorzugsaktien stärker an. Innerhalb weniger Tage stieg die Differenz um rund sieben Euro, was bei der WestLB zu dem Loch geführt haben dürfte.

Heute halten die Sparkassenverbände Rheinland und Westfalen zusammen die Mehrheit an der Düsseldorfer WestLB AG. Die privatrechtliche Geschäftsbank ist vor fünf Jahren aus der Aufspaltung der ehemaligen Westdeutschen Landesbank Girozentrale hervorgegangen. Das öffentlich-rechtliche Geschäft der Westdeutschen Landesbank Girozentrale wurde damals in die NRW.Bank ausgegliedert.

Ende März 2007 legte die WestLB ihre Bilanz für das Geschäftsjahr 2005 vor. Demnach verzeichnete die Bank im vergangenen Geschäftsjahr zum zweiten Mal in Folge schwarze Zahlen: Das Konzernergebnis stieg um 13 Prozent auf 799 Millionen Euro.

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(sueddeutsche.de/AFP/dpa)