Er hat Deutschland bereits das letzte Quartal 2008 verdorben, nun kann man seinetwegen auch das erste Jahresviertel 2009 abschreiben: Der Export ist für das Land vom Segen zum Fluch geworden.
Von Dezember auf Januar ging der Wert der ausgeführten Güter den vierten Monat in Folge zurück, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. Da der Export für fast die Hälfte der Wirtschaftsleistung verantwortlich ist, bringt ein Absturz bei den Ausfuhren zwangsläufig die gesamte Wirtschaft ins Trudeln.
Produkte madie in Germany sind nicht mehr so gefragt, der Export leidet. (© Foto: dpa)
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So lag es ganz überwiegend an der düsteren Entwicklung des Außenhandels, dass Deutschlands Wirtschaftsleistung im Schlussquartal 2008 dramatisch schrumpfte. Im laufenden ersten Jahresviertel droht jetzt ein ähnlich heftiges Minus. Deswegen wird die offizielle Prognose der Regierung, dass die hiesige Wirtschaftsleistung 2009 um 2,25 Prozent abnimmt, nicht zu halten sein - der Rückgang wird noch deutlicher ausfallen.
Nun rächt sich, dass Deutschland einseitig auf den Export ausgerichtet ist. Solange die Weltwirtschaft kräftig wuchs, funktionierte das Modell. Das Land gehörte zu den größten Gewinnern der Globalisierung. Aber jetzt ist in wichtigen Absatzmärkten die Konjunktur eingebrochen und damit die Nachfrage nach Waren Made in Germany.
Rasche Besserung ist nicht in Sicht, im Gegenteil: In Osteuropa steht neues Unheil bevor. Und die heimische Nachfrage schwächelt bereits seit Jahren.
Die Konjunkturpakete der Regierung können den Absturz bei den Ausfuhren ebenfalls nicht ausgleichen. Kräftig aufwärts geht es erst dann wieder, wenn sich die Wirtschaft in den Exportmärkten gefangen hat. Das aber kann dauern - möglicherweise noch ein volles Jahr.
(SZ vom 11.03.2009/mel)
Es ist egal worin man ertrinkt, ob im Wasser oder im Morast.
Wäre D-Land binnenmarktorientiert wie die USA wäre die Wirtschaft auch am Allerwertesten.
Wir haben eine Weltwirtschaftskrise. Das ist so wie wenn ein Schiff sinkt. Es geht nicht darum in einer besseren Kabine zu sein. Es geht darum ein Rettungsboot zu erreichen.
Zitat aus dem Artikel:"...wenn sich die Wirtschaft in den Exportmärkten gefangen hat. Das aber kann dauern - möglicherweise noch ein volles Jahr."
Das suggeriert, das es maximal ein jahr dauert bis es wieder aufwärts geht. Es darf kurz gelacht werden. Im Moment ist noch nicht einmal bekannt, wieviel tatsächlich von der Wirtschaft"elite" auf den Märkten versenkt wurde. Zugegeben wird doch nur das, was die Spatzen schon von den Dächern pfeifen.
Ich gehe eher davon aus, das die Blase der Revolving-Karten bei den Amis über kurz oder lang platzen wird (es wird von einem tatsächlichen Ausfall von 500Mrd Dollar gesprochen) und dann wird der Spassfaktor noch höher werden, als er jetzt schon ist.
Tja, jeder gut beraten der nicht nur auf Exportzahlen setze, sondern auch darauf schaute, woher den die Produkte für den Binnmarkt kommen. Das war aber nicht "in", da konnte man keine Spenden für so eine Gesetzgebung abcashen..
Das gesamte Exportthema dient doch ohnehin nur dazu, den deutschen Weltmeisterkomplex zu bedienen. Internationaler Handel ist - wenn er nicht gerade zwischen Hegemon und Vasall stattfindet - immer freiwilliger Handel. Freiwilliger Handel dient immer beiden Partnern, sonder fände er nicht statt. Allein aus Außenhandelsplus oder oder -minus irgendetwas abzuleiten, dass darauf schließen ließe, ob das volkswirtschaftlich "gut" oder "schlecht" sei, oder doch pure Kaffeesatzleserei. Aber das sind wir ja aus der Wirtschafts-"Wissenschaft" gewohnt.
Exporte waren schon immer auch der Export von Arbeitslosigkeit in die Importländer. Das dies nicht auf Dauer gut gehen kann war abzusehen.
Eine Hilfe wäre nur die Förderung der Binnennachfrage also der Förderung der Kaufkraft. Das geht m.E. nur mit einer Senkung der Einkommenssteuer für Wenigverdiener, eine Senkung der Mehrwertsteuer und einer Erhöhung der Renten und der Sozialhilfe und außerdem einer Anhebung der Löhne in den Branchen, welche sich das noch leisten können. Der öffentliche Dienst gehört nicht dazu.
Außerdem wäre nötig eine drastische Senkung der Arbeitszeit, um die Arbeitslosigkeit nicht ansteigen zu lassen, denn drohende oder wirklich eintretende Arbeitslosigkeit verhindert, dass der Bürger sein noch vorhandenes Geld ausgibt und dem Wirtschaftskreislauf zuführt.
Eine Förderung des Exportes von Automobilen würde übrigens nur wenig für Deutschland bringen, denn mindestens 83 % der Wertschöpfung eines "deutschen" Autos wird inzwischen im überwiegend östlichen Ausland erbracht.
Mit freundlichen Grüssen
Wolfgang Wurtz
§1 StabG anno 1967 und der damit einhergehende keynesianismus. oh gott, oh gott, coffeeshop!
Ich schäme mich. Aber Sie könnten glatt als Beise durchgehen. Nur nicht zurück, ganz egal wieviele hundert Milliarden uns der Hayek/Friedmann Komplex auch noch kosten mag. Die Opfer sind immer selbst schuld.
Paging