Einmal, durch Indiskretionen via Wikileaks, bekam die Öffentlichkeit mit, was in der Mannschaft von Philip D. Murphy so über deutsche Politiker gedacht wird. Da stand in einer seiner Depeschen etwas von "Angela Teflon Merkel". Das fand der US-Botschafter in Deutschland (seit 2009) wenig erbaulich. Dabei kennt er die Deutschen recht gut, schließlich leitete Murphy von 1993 bis 1997 das Frankfurter Büro von Goldman Sachs. Insgesamt 23 Jahre hat er für das Finanzhaus gearbeitet, beim Abschied 2006 lautete sein Titel "Senior Director". Während dieser Zeit engagierte sich Murphy, 54, für soziale Zwecke, etwa bei der Bürgerrechtsorganisation. Auch saß der Ökonom mit den guten Kontakten im Vorstand des US-Fußballverbandes. Der Plan, die WM zu holen, scheiterte aber.

Bild: dpa 16. März 2012, 17:112012-03-16 17:11:36 © SZ vom 17.03.2012/bbr