Erster Deutscher bei "The Giving Pledge" SAP-Gründer Plattner will Milliarden spenden

SAP-Gründer Hasso Plattner tritt als erster Deutscher der Spendenaktion "The Giving Pledge" bei.

(Foto: dpa)

Hasso Plattner wird als erster Deutscher Teil der spendenden Milliardäre von "The Giving Pledge". Um in die von Warren Buffett und Bill Gates gegründete Initiative aufgenommen zu werden, muss der SAP-Mitbegründer mindestens die Hälfte seines Vermögens von 5,4 Milliarden Euro spenden.

SAP-Mitbegründer Hasso Plattner will mindestens die Hälfte seines Milliardenvermögens verschenken. Die Organisatoren der Spendenaktion "The Giving Pledge" ("Das Spendenversprechen") von Warren Buffett und Bill Gates gaben Plattner in New York als ersten Deutschen im Kreis der Spender bekannt. Das Aufnahmekriterium ist die Abgabe von mindestens fünfzig Prozent des Vermögens.

Er habe das Privileg gehabt, praktisch kostenlos an der Karlsruher Universität als einer der besten technischen Hochschulen Deutschlands zu studieren, erklärte Plattner in einem Brief (PDF). "Ohne Frage wurde das die Grundlage meines persönlichen Erfolgs." Er fühle sich zwar seinem Software-Unternehmen verpflichtet. "Aber ich möchte auch der Gesellschaft etwas zurückgeben, die meine Ausbildung möglich gemacht hat. Die Stiftung ist eine Möglichkeit, beides zu tun."

Das Wirtschaftsmagazin Forbes schätzt das Vermögen des 69-Jährigen aktuell auf 7,2 Milliarden Dollar (5,4 Milliarden Euro). Plattner liegt damit weltweit auf Rang 127 der reichsten Menschen, in Deutschland immerhin auf Platz neun.

Auf Nummer zwei und drei der Forbes-Liste stehen seit Jahren Buffett und Gates. Die beiden hatten vor knapp drei Jahren ihre Initiative gegründet und seitdem mehr als 100 Milliardäre überredet, mindestens die Hälfte ihres Vermögens zu spenden. Fast alle kommen aber aus den USA.

SAP aus Walldorf in Baden-Württemberg ist ein führender Hersteller von Unternehmenssoftware mit einem Jahresumsatz von 16,22 Milliarden Euro. Zu den mehr als 232.000 Kunden weltweit gehören Unternehmen aus praktisch allen Branchen. Der Konzern hat etwa 65.000 Mitarbeiter.