Angela Merkel eröffnet die weltweit wichtigste Industrieschau - trotz ihres Handicaps nach einer Meniskusoperation. Beherrschendes Thema ist die Zukunft der Energieversorgung.
Die zehn Stufen im Eingangsbereich des Hannover Congress Centrums sind dann doch zu viel: Angela Merkel nimmt lieber den Aufzug neben der kleinen Treppe. Die Bundeskanzlerin läuft nach ihrer Meniskus-Operation auf zwei Krücken. Den Rundgang am ersten Tag der Hannover Messe hat sie deshalb abgesagt, doch auf der Eröffnungsfeier am Sonntagabend spricht sie trotzdem. Eigentlich ein schöner Termin für eine Kanzlerin, man kann über die Stärken der deutschen Industrie reden.
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Angela Merkel eröffnet die Hannover Messe. Die Kanzlerin ist der Meinung, dass durch die Nuklearkatastrophe in Japan der Begriff Restrisiko eine ganz neue Bedeutung bekommen habe: "Er steht nun für eine reale Gefahr." (© AFP)
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Allerdings beherrschen andere Nachrichten den Abend: Auf dem Weg in den Veranstaltungssaal wird Merkel von Journalisten gefragt, was sie davon hält, dass ihr Außenminister Guido Westerwelle nicht mehr als FDP-Chef antritt. Doch dazu will sich die Politikerin nicht äußern. Vor fünf Wochen besuchte Merkel die Computermesse Cebit in Hannover. Währenddessen trat Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zurück - bei Merkels Messevisiten kommt keine Langeweile auf.
Ein anderes wichtiges Thema dieser Tage ist die Zukunft der Kernenergie: Die Physikerin Merkel sagte, durch die Nuklearkatastrophe in Japan habe der Begriff Restrisiko eine ganz neue Bedeutung bekommen: "Er steht nun für eine reale Gefahr." Sie erklärte, Deutschland werde so schnell wie möglich aus der Kernkraft aussteigen, aber "mit Augenmaß": Die Stromversorgung müsse verlässlich und bezahlbar bleiben.
Hans-Peter Keitel, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), rief dazu auf, über die Abschaltung der deutschen Reaktoren "auf der Basis von Fakten, nicht Emotionen" zu entscheiden. Doch auch der BDI hat im Grundsatz Abschied genommen von der Kernkraft: Wie Merkel sagte der Lobbyist, dass der Ausstieg baldmöglichst kommen solle.
Man müsse sich aber vorher überlegen, was die AKWs ersetzen könne. Keitel beklagte zudem, dass die öffentliche Hand und die Firmen generell zu wenig investierten, was dem Standort langfristig schade: "Wir zehren bald schon von der Substanz." Der Verband präsentierte eine Agenda mit 128 Maßnahmen, um Investitionen attraktiver zu machen. Beispiele sind schnellere Genehmigungsverfahren.
Erfeuliche Zahlen
Die Stimmung auf der Messe wird Keitel zufolge gut sein, trotz der Risiken für die Konjunktur, die sich aus dem Desaster in Japan und den Unruhen in der arabischen Welt ergeben. Ein Grund dafür sind die erfreulichen Zahlen. Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau wird 2011 zehn Prozent mehr produzieren als 2010, schätzt der Branchenverband VDMA. Ähnlich Erfreuliches berichtet der Elektrotechnik-Verband ZVEI.
Partnerland der Messe ist in diesem Jahr Frankreich, von dort kommen mehr als 230 der 6500 Aussteller. Deutschland und Frankreich sind füreinander die wichtigsten Handelspartner. Das Leitthema des Treffens lautet diesmal Smart Efficiency. Es geht also darum, wie Firmen durch moderne Maschinen und Software, Leichtbau-Werkstoffe und verbesserte Abläufe mehr herausholen aus ihren Fabriken - und dabei am besten noch Energie und Rohstoffe einsparen.
Grün ist ja tatsächlich gerade schwer in Mode, allerdings haben Branchenbeobachter Zweifel, ob das Prädikat "umweltfreundlich" für die Käufer von Maschinen wirklich so wichtig ist - und ob sich somit die Entwicklung besonders grüner Anlagen überhaupt lohnt.
Die Unternehmensberatung Roland Berger hat Manager von Herstellern und Abnehmern befragt und daraus eine Studie zur Zukunft des Maschinenbaus destilliert. Ein Fazit: Käufer von Maschinen sehen grüne Eigenschaften wie Energieeffizienz gerne, aber das heißt nicht, dass sie dafür auch mehr Geld ausgeben wollen.
"Für einige Abnehmer ist das Thema aus PR-Gründen wichtig, etwa wenn sie sagen, dass sie nur noch CO2-neutrale Werke errichten", sagt Ralph Lässig, Partner der Beratung in München und einer der Autoren der Studie. CO2-neutral bedeutet, dass die Arbeit in den Fabriken in Summe nicht zum Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid führt. Das Problem aus Sicht der Maschinenbauer: "Kaufen die Abnehmer die grünen Maschinen vor allem aus PR-Gründen und nicht, weil sie dadurch zum Beispiel ihre Energiekosten stark senken können, zahlen sie ungern einen Aufpreis dafür."
Deswegen rät Lässig den Anlagenbauern zur Vorsicht: Ohnehin vorhandene ökologische Vorteile ihrer Produkte sollten die Firmen offensiv vermarkten. Doch wenn es darum geht, mit hohen Investitionen noch umweltfreundlichere Maschinen zu entwickeln, sollten die Unternehmen eher zurückhaltend sein, meint der Berater: "Wenn sie dafür keine Prämie auf den Preis verlangen können, lohnt sich das nicht." An den Messeständen in Hannover und in den Reden der Verbandsvertreter wird es trotzdem ziemlich oft um Energie-Einsparungen gehen, um nachhaltige Produkte und Umweltschutz. Darüber reden kostet ja nichts.
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(SZ vom 04.04.2011/pak)
Großprojekte in Berlin
Atom-Ausstieg treibt Preise nicht
Wenn vor Energieknappheit und einem Preisanstieg nach dem Atomausstieg gewarnt wird, sprechen AKW-Gegner von Panikmache der Atomlobby. Sie dürfen sich bestätigt fühlen durch ein Regierungs-Gutachten. Das Ergebnis: Der Ausstieg treibt die Preise nicht - im Gegenteil.
Der Strompreis in Deutschland würde durch einen Atom-Ausstieg nicht unbedingt steigen, wohl aber durch ein Festhalten an der Kernkraft ? wenn die Reaktoren wie angekündigt auf höhere Sicherheitsstandards gebracht werden. Das behauptet genau jenes Expertengutachten, das dem Energiekonzept der Bundesregierung zugrunde liegt.
Das Gutachten der Institute Ewi, Prognos und GWS berechnet ausgehend vom 21,7 Cent pro Kilowattstunde (kWh), dem Strompreis für Privathaushalte 2008, mehrere Szenarien: Demnach würde der Strompreis, bleibe es beim rot-grünen Atomausstieg, im Jahr 2020 bei 21,7 und 2030 bei 22,2 Cent/kWh liegen. Ebenfalls enthalten ist eine Kalkulation, die eine Laufzeitverlängerung um zwölf Jahre (wie im Herbst beschlossen), die auch vom Umweltministerium veranschlagte Kosten für Sicherheitsnachrüstungen berücksichtigt. In diesem Szenario kostet 2020 die Kilowattstunde 21,3 Cent und 2030 ebenfalls 22,2 Cent. Allein durch die Nachrüst-Liste von 2010 wäre der Strom also nur minimal billiger geworden als nach rot-grünem Ausstieg: Ein Privathaushalt mit zwei Personen, der 3000 kWh Strom im Jahr verbraucht, hätte 2020 mit Atomstrom nur zwölf Euro im Gesamtjahr weniger bezahlt als ohne. 2030 hätte gar kein Unterschied mehr bestanden.
Nachrüsten kostet viel Geld
Noch frappierender ist die Prognose der Strompreise für Industrie und Handel, die Rabatte erhalten. Ohne Atom kostet dort die Kilowattstunde 2020 nur 0,3 Cent mehr als mit Kernkraft ? und schon 2030 dreht sich das Verhältnis: Der atomfreie Strom ist 0,1 Cent/kWh billiger.
Nach der Katastrophe in Japan hat die Regierung nun angekündigt, die Sicherheit zu erhöhen. Eine Arbeitsgruppe des Umweltministeriums erstellte
Merkel hängt sich wie bei der Reise in die Arktis ein grünes Mäntelchen um!
Ein paar schöne Bilder vor der Eisscholle und nach ein paar Monaten Buiseness like usual!
Die Laufzeit Lobby Verlängerung durch Teflon Merkel!
Jetzt wieder der selbe Mumpitz!Man merkt das sie für Propaganda zuständig war!
In ein paar Wochen versucht sie wieder die Linie Atomkraftwerke ON zu fahren
Wer glaubt dieser Lügen Zweck Gemeinschaft aus CDU/CSU/FDP noch ein Wort?
Der sollte sich mal untersuchen lassen!
hinter den Ohren
schleim aus Hals und Nase bei Husten und Schnupfen
Kleinkinddünnschiss
EkSt-Erklärung
schimmel
eher, das was man nicht braucht
..es sind dringend Schritte zur vollständigen Ablösung des Systems Merkel erforderlich !
Das beginnende " Einlullen " beider Seiten zum Thema " Bedrohung der Menschheit "
durch Merkel ist unverantwortlich !
Taglich kommen neue Entwicklungen für jahrzehntelanger irreversibler Schäden durch die AKW Havarie....und es geht weiter.
Derweil halten Merkel+Co kra,mpfhaft an alten Desinformations-Tricks der Atomlobby fest. Jetzt kommt " Einlullen " der Gesellschaft. Das hat sie mit allen politischen Gegnern gemacht und startet diese subtile Machtspiel jetzt mit der Öffentlichkeit ! """...habe auch dazugelernt...! """" Frau Merkel : Sie haben gerade und besonders als Physikerin bereits vor Fukushima alle Fakten gekannt. Und trotzdem die Unmenschlichkeit besessen die Hochriciko Technologie der Bevölkerung aufzubürden. NEIN : NEIN ..NEIN ..
so geht das nicht !
Neuwahlen in NRW dringend erforderlich !!!!
Merkel und der CDU schlecht.
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