Die wochenlange Dürre setzt den Kartoffeln zu. Besonders die großen Knollen, wie sie zur Herstellung von Pommes Frites benötigt werden, seien knapp, warnt der Bauernverband.

Die Bauern rechnen wegen der wochenlangen Dürre in diesem Sommer mit Ernteausfällen in dreistelliger Millionenhöhe. Der finanzielle Schaden werde allein in Brandenburg mit 150 Millionen Euro beziffert, sagte Bauernpräsident Gerd Sonnleitner der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Beliebt bei Jung und Alt: Pommes mit Ketchup. (© Foto: dpa)

Anzeige

Die Einbußen bei Getreide und Raps bezifferte er bundesweit mit durchschnittlich 10 bis 15 Prozent. Dort, wo es seit mehreren Wochen nicht geregnet habe, gebe es auf leichten Böden auch Verluste von bis zu 80 Prozent.

Aus Brandenburg würden sogar Totalausfälle gemeldet. Pommes frites-Fans müssen sich möglicherweise mit kleineren Fritten zufrieden geben. "Das Angebot an besonders großen Knollen, wie sie für die Produktion von Pommes frites benötigt werden, ist in diesem Jahr knapp", berichtete der Deutsche Bauernverband (DBV) am Sonntag.

Bauern müssen zukaufen

Frittierbare Ware werde bundesweit gesucht, Landwirte mit festen Lieferverträgen müssten bereits zukaufen. Inzwischen werden nach DBV-Angaben auch Kartoffeln verwendet, die ursprünglich nicht für die Herstellung von Pommes frites vorgesehen waren.

Die Bauern rechnen auf leichten Böden mit Ertragseinbußen bei Kartoffeln von etwa 20 Prozent.

Der Bauernpräsident verlangte das Vorziehen von Prämien für Landwirte, die durch die Ernteausfälle in ihrer Existenz gefährdet seien. Diese Prämien stünden ihnen am Jahresende ohnehin zu und sollten jetzt im September ausgezahlt werden, sagte Sonnleitner.

Getreidepreis zieht leicht an

Die finanziellen Verluste würden für die Bauern aber etwas gemindert, weil wegen der knapperen Ernte die Getreidepreise leicht anziehen.

Sie sind jetzt auf Seite 1 von 2 nächste Seite

  1. Sie lesen jetzt Pommes werden zur Mangelware
  2. Seite 2
Leser empfehlen