Benzin wird im kommenden Jahr wieder teurer. Der Mineralölkonzern Total rechnet bereits für die Silvesternacht mit einer Preissteigerung um bis zu sieben Cent pro Liter - und handelt sich herbe Kritik von den Automobilclubs ein.
Zum Jahreswechsel drohen in Deutschland deutliche Preiserhöhungen bei Benzin und Diesel.
Edler Tropfen: Im kommenden Jahr wird das Benzin um bis zu sieben Cent teurer. (© Foto: ddp)
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Der Mineralölkonzern Total rechnet für die Silvesternacht mit einer Steigerung der Benzinpreise um bis zu sieben Cent je Liter.
Deutschland-Chef Michel Mallet sagte der Berliner Zeitung: "Allein die Mehrwertsteuer-Erhöhung wird die Preise an den Zapfsäulen um drei bis vier Cent nach oben treiben."
Hinzu komme, dass nach dem Willen der Bundesregierung künftig besteuerter Biosprit dem herkömmlichen Benzin und Diesel beigemischt werden muss.
"Das wird die Literpreise abermals um zwei bis drei Cent erhöhen", sagte Mallet.
Der Automobilclub AvD forderte unterdessen die Mineralölkonzerne auf, auf die Weitergabe der Mehrwertsteuererhöhung an die Kunden zu verzichten. "Die Gewinnspannen der Konzerne geben das her", sagte AvD-Sprecher Sven Janssen der Leipziger Volkszeitung.
"Hier wird ganz offensichtlich mit Diesel extra Geld verdient"
Es könne nicht länger angehen, dass jedes Argument den Konzernen recht sei, eine neue Preisrunde einzuleiten. Zumindest die Mehrwertsteuererhöhung könne mit den aktuellen Spritpreisen leicht aufgefangen werden.
Janssen kritisierte vor allem die aktuellen Dieselpreise als überzogen. So gebe es zwischen Benzin und Diesel einen Mineralölsteuerunterschied von 20 Cent. An der Tankstelle klaffe der Preis pro Liter aber höchstens um 10 bis 15 Cent auseinander. "Hier wird ganz offensichtlich mit Diesel extra Geld verdient", wurde der AvD-Sprecher zitiert.
Auch das Argument, die Biodieselbeimischung verteuere den Preis, sei falsch. Die Beimischung des bislang steuerbefreiten Biodiesels hätte in der Vergangenheit zur Senkung der Preise für normalen Diesel führen müssen. Die Konzerne hätten aber stattdessen den zusätzlichen Gewinn in die eigenen Taschen gesteckt.
(AFP/AP)
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