Die Steuereinnahmen sanken von 14,1 Milliarden auf 13,6 Milliarden Euro im Jahr 2004, der Absatz der Zigaretten schrumpfte um 16 Prozent.
Die Studie von dem Gesundheitsökonomen Karl Lauterbach, der auch Sozialministerin Ulla Schmidt (SPD) berät, zeigt damit deutliche Lenkungseffekte der Steuererhöhung auf.
Ein Steuerzeichen für die Tabaksteuer im Wert von 3,60€ für 19 Zigaretten. (© Foto: dpa)
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Lauterbach spricht von einem "sensationellen Erfolg".
Für ihn ist besonders das geringe Einstiegsalter problematisch. Im Schnitt griffen junge Leute mit 13,6 Jahren erstmals zum Glimmstängel, früher als in anderen europäischen Ländern.
"Damit wird eine lebenslange Abhängigkeit begründet", sagte Lauterbach. Gerade Jugendliche seien für Nikotinsucht sehr empfänglich.
Experte fordert noch höhere Tabaksteuer
Er forderte, die rot-grüne Koalition solle die Tabaksteuer weiter erhöhen und sich Zugeständnissen an die Industrie verweigern.
Ansonsten mache sich "die SPD mit ihrer Kapitalismuskritik lächerlich und gefährdet die Gesundheit der Kinder".
Damit reagierte er auf Pläne einzelner Haushaltspolitiker der Koalition, welche die geplante weitere Anhebung der Tabaksteuer von 1,2 Cent je Zigarette im September stoppen wollen.
Die Vorsitzende des Bundestags-Finanzausschusses, Christine Scheel (Grüne), bestätigte entsprechende Ideen einiger Abgeordneter. "Da ist aber nichts entschieden", sagte sie.
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Mubarak-Prozess in Ägypten