Die Bundesregierung erreicht ihr Ziel: Die lange umstrittene Abwrackprämie setzt den fast zusammengebrochenen Autoabsatz wieder in Gang.
Allerdings gab es zuvor in der politischen Diskussion über die Vor- und Nachteile staatlicher Verkaufshilfen für eine ganze Industrie viele ablehnende Stimmen.
Die Abwrackprämie nutzt vor allem ausländischen Herstellern (© Foto: Getty)
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Die berechtigte Frage war, warum der Staat mit Steuergeld dafür sogen müsse, dass eine leidende Branche wieder mehr Geschäft macht. Angesichts der nach oben schnellenden Verkaufszahlen auf dem deutschen Automarkt werden die Kritiker jetzt vermutlich ruhiger.
Keine echte Nachfrage
Richtig ist natürlich, dass eine Abwrackprämie, die das Verschrotten eines Altautos prämiert, wenn ein Neuwagen angeschafft wird, keine echte neue Nachfrage schaffen kann. Viele Käufer ziehen den Kauf eines neuen Wagens jetzt einfach vor, um den schönen Zuschuss vom Staat noch mitzunehmen.
Daher wird die Nachfrage nach neuen Fahrzeugen auch wieder zurückgehen, sobald die 1,5 Milliarden Euro für diesen Zweck verbraucht sind.
Aber noch schlechter wäre es, wenn der Autohandel ganz zum Erliegen gekommen wäre und sich im ganzen Land das Gefühl von Lähmung ausgebreitet hätte, das auch auf andere Branchen ausstrahlen würde.
Ebenso richtig ist, dass die Abwrackprämie vor allem ausländischen Herstellern nützt, die kleine Fahrzeuge mit geringem Spritverbrauch bauen. Doch es wäre falsch, den Kaufanreiz nur denen zu zahlen, die sich für deutsche Marken entscheiden.
Die Grenzen sind in der Autoindustrie schon lange gefallen. Wenn die tschechische Marke Skoda von der Prämie profitiert, hat auch der Eigentümer VW davon einen Nutzen.
(SZ vom 04.03.2009/hgn)
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Gerüchteweise gehen Kleinwagen wie ein Corsa, Agila, der alte Polo, Fabia % Co ganz gut. Fahrzeuge, die Listenpreise von 14.000 in einer mittleren Ausstattungsvariante und Motorisierung haben. Damit kommt man abzüglich 25% Rabatt (Eu Reimport) auf reale Marktpreise von ca 10.000. In diesen 10.000 sind 19% MWST enthalten, also 1600. Der Staat zahlt also bestenfalls 900 zu. Ab ca 15.000 Verkaufspreis ist die MWST höher als die Verschrottungsprämie, der Staat macht trotz Prämie noch einen kleinen Gewinn.
Nach meinem Empfinden sehen wir gerade, wie die Konjunktur durch Abgabensenkungen angekurbelt werden kann. Wenn der Staat die MWST für jeglichen dienstleistungsintensiven Lebensmittelverkauf (Schnellimbiss, Restaurant) auf 0% senken würde, hätten sogar Dönerbuden Hochkonjunktur.
Lobbyartikel. Es gibt ja auch überhaupt keine Argumente gegen die "Umwelt"(!!!)-Prämie.
Die Prämie ist gut für die Konjuktur, die jetzt Unterstützung braucht. Die vorgezogenen Käufe kommen da ganz recht. Und es ist auch gut, dass es keine Diskriminierung ausländischer Hersteller gibt. Das macht wirklcih keinen Sinn, denn deutsche Marken werden genauso im Ausland gebaut und mit ausländischen Teilen, wie umgekehrt ausländische Marken deutsche Zulieferer auslasten. Abgesehen davon, dass wir in Zeiten des europäischen Binnenmarktes sowieso nur von aussereuropäischen Produkten sprechen dürften.
Allerdings hätte man der Prämie auch noch eine ökologische Anreizwirkung verpassen können, indem man sie je nach Co2 Ausstoss des angeschafften Neuwagens staffelte, wie es beispielsweise in Belgien der Fall ist.
Diese Subvention Ümweltprämie zu nennen geht fehl.
Und was ist, wenn alle alten Autos verschrottet sind? Wie wird dann für Umsatz bei der Autoindustrie gesorgt ? Steigt die Prämie dann auf 10000 ?
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