Die Privatisierung der Bahn in Neuseeland war ein einziger Misserfolg. Jetzt kauft der Staat die Bahn wieder zurück.
Die Regierung beschloss am Montag, das Bahnunternehmen für 665 Millionen neuseeländische Dollar (rund 336 Millionen Euro) von Toll Holdings zurückzukaufen.
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Dies sei "der beste Weg, die Investitionen in dem Bereich zu steigern und auf die Bedürfnisse der neuseeländischen Kunden einzugehen", sagte Finanzminister Michael Cullen.
Streit zwischen Unternehmen und Bahn
Seit der Privatisierung Anfang der 1990er Jahre seien die Vermögenswerte der Bahn heruntergekommen.
Hintergrund der Entscheidung war, dass sich Bahnbetreiber Toll und der Staat nicht über die Gebühren für die exklusive Nutzung des staatlichen Bahnnetzes einigen konnten.
Bei der neuseeländischen Bahn arbeiten 2300 Menschen. Auf dem 4000 Kilometer langen Streckennetz wird vor allem Güterverkehr abgewickelt.
Die Bundesergierung in Berlin hatte vergangene Woche den Weg zur Teilprivatisierung der Deutschen Bahn freigemacht.
Dem Privatisierungsmodell zufolge werden das Schienennetz sowie die Bahnhöfe und Energieversorgung voll unter staatlicher Kontrolle bleiben.
Dagegen sollen die Logistik-, Dienstleistungs- sowie Personenverkehrssparten mit zunächst bis zu 24,9 Prozent an Investoren verkauft werden.
(sueddeutsche.de/Reuters/hgn/tob)
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Schön, wenn eine Bahn wieder "heim"findet. Würde ich mir hier auch wünschen.
Die Bundesbahn war manchmal ein bisschen unpünktlich, hat deswegen auch auf Anschlussreisende gewartet ,und war ein Mittel zum Zweck, irgendwo hinzukommen, und zwar auch noch zu bezahlbaren Preisen.
Und jetzt werden Designer-Wartehäuschen aufgestellt, damit die Anschlussreisenden mit - böse,böse, Verspätung - in stylisher Atmosphäre über den davongefahrenen Anschlusszug wettern können, und die Fahrkartenpreise lassen vermuten, dass man selbst das ganze Unternehmen gekauft hat...
Ob die Eisenbahn unbedingt im staatlichen Eigentum sein muss, sei dahingestellt. In den Anfängen der Bahn waren es auf jeden Fall private Unternehmer, die die Eisenbahn vorangebracht haben und das Eisenbahnwesen hat ziemlich gut funktioniert. In Deutschland wurde die Bahn richtiger die Bahnen eher nicht aus volkswirtschaftlichen Erwägungen verstaatlicht. Ausschlaggebend waren ausgehend vom Königreich Preussen - militärische Gesichtspunkte, Stichwort: Kanonenbahn. Nur so war z.B. 1914 die für die damaligen Zeitgenossen überraschend schnelle Mobilisierung und der schnelle Aufmarsch an den Reichsgrenzen möglich. Nach Gründung der Reichsbahn in den 1920-igern ging ab Mitte der 30-iger das Interesse an der Bahn zurück Autos und Autobahnen waren angesagt. Nichtsdestotrotz war es 1939 wieder der Generalstab, der in den Schubladen die Aufmarschpläne und die Höchstleistungsfahrpläne bereit liegen hatte.
Soviel zu den Hintergründen der staatlichen Eisenbahn in D. Nach 1945 war es sicher vorteilhaft und notwendig, dass die Bahn in Staatshand war. Aber in späteren Jahren, seit etwa 1980 wohl eher nicht kein Wettbewerb, Investitionsstau bei Strecken und Rollmaterial, Schulden auftürmen. Erst als vor einigen Jahren wieder Privatunternehmen zugelassen wurden, verbesserte sich die Situation wieder etwas teils modernes Rollmaterial, Pünktlichkeit. Problem ist nach wie vor abgesehen von einigen Paradestrecken - der Streckenausbau bzw. deren Modernisierung klar, dass hier die DB gespart hat. Hierzu fehlen die Mittel. Und mehr Wettbewerb auf dem bestehenden Streckennetz weis die DB durch hohe, teils überhohe Benutzungsgebühren zu verhindern. Vor diesem Hintergrund kann die Privatisierung der Bahn durchaus Vorzüge und einen allgemeinen Nutzen haben. Voraussetzung ist dabei natürlich, dass das Streckennetz, also die Infrastruktur in Staathand bleiben und dass die DB und die privaten Wettbewerber den Streckenunterhalt (Instandhaltung, Modernisierung, ggf. auch den Streckenneubau) einspielen dazu bedarf es der Regulierung. Speziell in GB wurde das versäumt, in Neuseeland scheints auch.
Allerdings sind Zweifel angebracht, ob ein Staat tatsächlich Willens und in der Lage ist, zweckgebundene Gelder auch für den vorgegebenen Zweck zu verwenden bisher hat das selten bis gar nicht geklappt. Denn, wenn irgendwo eine Mark zu verteilen ist, werden gleich 10 Mark verteilt.
a-zeller: Verlust oder Gewinn?
2008 gekauft für "665 Millionen neuseeländische Dollar (rund 336 Millionen Euro)" und für wieviel verkauft in den 1990ern?
Die staatliche neuseeländische Bahn wurde 1993 für 400 Millionen Neuseeländische Dollar (202 Millionen Euro) an private Investoren verkauft
mit Neuseeland nicht angemessen! Wirklich? Wer will den hier das Volk verdummen? Die deutsche Privatisierung der Bahn ist doch erst der Anfang. Natuerlich existieren Plaene den Rest auch noch zu verkaufen.
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