Vor gut zwei Jahren hat Karstadt kleinere Warenhäuser verkauft. Die neuen Besitzer haben an den inzwischen in Hertie umgetauften Läden wenig Freude - und wollen sie offenbar schleunigst wieder loswerden.

Die Warenhauskette Hertie steht laut einem Pressebericht erneut zum Verkauf. Das Handelsblatt berichtet unter Berufung auf Kreise angesprochener Investoren, die Kette solle in zwei Teilen verkauft werden.

Bild vergrößern

Hängepartie bei Hertie: Weil das Geschäft offenbar zu wünschen übrige lässt, wollen die Besitzer Hertie verkaufen. (© Foto: ddp)

Anzeige

Die Immobilien sollen demnach getrennt vom operativen Geschäft veräußert werden. Auslöser dürfte die verhaltene Geschäftsentwicklung sein, schrieb die Zeitung. Ein Sprecher des Unternehmens wollte dem Handelsblatt keine Stellungnahme geben.

Laut Zeitung berichten Insider schon seit einiger Zeit über einen schleppenden Geschäftsverlauf bei den Häusern, die sich im mehrheitlichen Besitz des britischen Finanzinvestors Dawnay Day befinden.

Die Geschäftsführung schweige seit zwei Jahren hartnäckig über den Geschäftsverlauf. Im Jahr 2005 hatte Karstadt-Quelle 74 kleinere Filialen an Dawnay Day und die Londoner Unternehmensberatung Hilco verkauft - für 500 Millionen Euro.

Im März 2007 liefen die Rechte für den Namen Karstadt aus - damals bekamen die inzwischen nur noch 73 Warenhäuser den Namen Hertie. Laut Handelsblatt ist höchst fraglich, ob der Investor den Kaufpreis von 2005 erlösen kann.

Leser empfehlen 

(sueddeutsche.de/AFP)