Der Anfang vom Ende: Die EU-Kommission gibt Glühbirnen eine letzte Galgenfrist und nimmt die Energiefresser schrittweise vom Markt. Im August 2012 geht dann für das veraltete Leuchtmittel endgültig das Licht aus.
Die klassische Glühbirne wird ausrangiert: Von kommenden Herbst an soll das veraltete Leuchtmittel schrittweise vom Markt verschwinden. Nach Angaben aus dem Europa-Parlament sollen Birnen mit mehr als 100 Watt von September 2009 an aus dem Handel genommen werden. Anfang 2010 folgen dann Birnen mit mehr als 40 Watt und zwei Jahre später auch schwächere Lampen.
Kostspielige Energiefresser: Nur fünf Prozent der Energie werden zu Licht umgewandelt, 95 Prozent verpuffen. (© Foto: ddp)
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Die letzte klassische Glühbirne soll am 30. August 2012 vom Fließband rollen.
Teurer in der Anschaffung, billger im Verbrauch
Obwohl Energiesparlampen teurer sind als Glühbirnen, bedeute die Umstellung für die Verbraucher unter dem Strich eine Ersparnis, sagte Experten der EU-Kommission. Denn: Energiesparlampen verbrauchen weniger Strom und halten länger. Rund 60 Euro lassen sich allein mit einer Energiesparlampe sparen.
Der Einsatz von Energiesparlampen senke den Stromverbrauch eines durchschnittlichen Haushalts um 15 Prozent, erklärte die Kommission weiter.
Für die herkömmliche Glühbirne kommt damit nach 130 Jahren das Aus. Der US-Tüftler Thomas Alva Edison entwickelte 1879 die erste langlebige Kohlefaden-Glühlampe und schuf damit das erste elektrische Licht für den allgemeinen Gebrauch. Diese gilt heute als Stromfresser: Im Verhältnis zum Verbauch wird nur etwa fünf Prozent der Energie in Licht umgewandelt - der Rest verpufft als Wärme.
Derzeit verwenden 85 Prozent der europäischen Haushalte die klassischen Glühbirnen. Sie kosten etwa 60 Cent pro Stück, eine Sparbirne zwischen zwei und zehn Euro. Leuchtstofflampen verbrauchen 65 bis 80 Prozent weniger Strom als die veralteten Birnen und halten etwa sechsmal länger (bis zu sechs Jahre).
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(sueddeutsche.de/AP/dpa/mel/tob)
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Ich werde jetzt erst einmal einkaufen d.h. Konsumieren. je 20x 100, 60,40 Watt normale Glühbirnen den meine Flur-, Badezimmer-, Toiletten-, Abstellraumbeleuchtung brennt nur kurz und ich möchte nicht 5 Minuten vor dem Badezimmerspiegel stehen bis eine Nassrasur möglich wird. Sparen ist nur möglich, wenn mind. 10 min. die Sparlampen anbleiben. Dafür habe ich die Leuchtmittel, welche Stunden brennen alle mit Sparleuchtmittel ausgestattet.
... wenn die Entscheidungstraeger normale Gluehlampen in ihren Schreibtisch-
lampen haetten, dann wurden sie deutlicher Lesen koennen, was sie da unter-
zeichnet haben! Energiesparen ist richtig und wichtig, jedoch halt differenziert!
z.B. erst den StandBy-Modus abschaffen, die Masse der Lichterreklamen/ Hochhaus-
beleuchtungen in Grossstaetten ueberdenken usw. bevor OttoNormalverbraucher
gezwungen wird, seine Lampen- und zwar etliche Lampenghaeuse auszu-
wechseln!
Wie sagte Dykan Thoas einmal so zutreffend: "Ich werde den Verdacht nicht los, dass Abstinenzler die Sachen nicht mögen, auf die sie verzichten."
Ich hoffe, es ist auch schon mal jemandem aufgefallen, dass es auch andere Lampen gibt als Energiesparlampen und Glühbirnen. Nur letztere hat die EU verboten, auf dem Weihnachtsbaum und in der Fahrradbeleuchtung kann man auch sehr gut LED bzw. Halogen-Lampen einsetzen.
Trotzdem halte ich ein Verkaufsverbot für falsch. Stattdessen hätte man auf Strafsteuern setzen sollen. Es mag ja Einzelfälle geben, wo die Glühbirnen sinnvoll sind oder Fans, die nichts anderes wollen. Die sollen dann aber auch für die Energieverschwendung bezahlen.
Dazu hoffe ich, dass die Energiesparlampen eine konstante Qualität bekommen, wie man es von Glühbirnen gewöhnt ist. Bei den Energiesparlampen gibt es da krasse Unterschiede. Manche schalten erst nach 20 Sekunden und brauchen dann noch lang, um die volle Helligkeit zu erreichen, bei anderen kriegt man angesichts der Lichtqualität Bahnhofsklo-Gefühle.
Ich werde jedenfalls erstmal nur noch Markenprodukte kaufen, die von Osram waren bisher durchgehend gut.
Bitte nicht lachen. Hier ist was ich soeben eingereicht habe:
Sehr geehrten Damen und Herren,
Es ist eine graviernde und rechtswidrige Entscheidung die Benutzung der Gluehbirnen vorzuschreiben. Rechtswidrig ist sie weil jeder Buerger selbst entscheiden sollte welches Leuchtmittel er/sie zu verwenden wuensche. Gravierend ist sie im Bezug auf die Gesundheit, insbesondere die von den Kleinkindern. Die chemische Zusammensetzung der Sparlampen ist nicht als unbedenklich einzustufen. Der verbreitete Elektrosmog koennte insbesondere bei Dauernutzung der Lampen auf die Kleinkinder und Schwangere eine Wirkung haben. Ich bitte Sie darum, ihren Beschluss ueber die Abschaffung der Gluehbirnen zu ueberdenken. Ich vermute auch dass Sie Sich auf diese Weise eine Menge an Klagen ersparen werden. Mit freundlichen Gruessen, XXX
Paging