Über Umwege zu längeren Restlaufzeiten? Die Pläne für ein sogenanntes Reserve-Atomkraftwerk erzürnten die Kritiker. Doch nun entscheidet sich die Bundesnetzagentur dagegen - und erklärt zugleich, wie andere konventionelle Energieträger drohende Stromengpässe im Winter vermeiden sollen.
Die Atomkraftgegner dürfen sich freuen: Die Energiewende kommt reibungsloser als zuletzt befürchtet. Denn weil das deutsche Netz demnächst ohne den Strom aus acht Atomkraftwerken auskommen muss und manche Experten Engpässe erwarteten, hatte es Überlegungen gegeben, ein Kraftwerk als Reserve weiterlaufen zu lassen. Doch dazu kommt es nicht.
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Das Atomkraftwerk Unterweser nordwestlich von Bremen gehört zu den stillgelegten Kraftwerken. (© dpa)
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Die zuständige Bundesnetzagentur verzichtet nun darauf, ein solches Reserve-AKW vorzuschlagen. Dies sei für die Stabilität des Netzbetriebs nicht notwendig, teilte die Behörde am Mittwoch in Berlin mit. Es stünden mehrere Kohlekraftwerke zur Verfügung, die in Extremsituationen ausreichend Strom liefern könnten.
Entscheidend dürfte ein Schritt der Landesregierung in Baden-Württemberg gewesen sein. Die hatte zuvor genehmigt, dass in einem Kohlekraftwerk in Mannheim fünf statt bisher vier Blöcke gleichzeitig in Betrieb sein dürfen. Zudem werde mit zwei weiteren Kraftwerkblöcken im Rhein-Neckar-Raum sichergestellt, dass genug Reserveleistung zur Verfügung stünden, betonte die Netzagentur. Damit ist das Aus für alle acht Atommeiler endgültig.
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte betont, dass nach Möglichkeit kein Kernkraftwerk als Kaltreserve dienen soll. Auch die Bundesländer waren dagegen. Bundesnetzagentur-Chef Kurth hingegen war etwas skeptischer geblieben: Er hatte stets den Eindruck erweckt, als bedürfe es einer solchen Lösung. Zuletzt war das AKW Philippsburg als möglicher Standort im Gespräch.
Eine AKW-Kaltreserve hätte nach Schätzung der Regierung 50 Millionen Euro pro Jahr gekostet. Experten kritisieren, dass es im Fall von Engpässen zu lange dauern könnte, bis ein Atomkraftwerk wieder angefahren werden kann und Strom liefert.
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(sueddeutsche.de/dpa/Reuters/aum)
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"Was immer auch sei, meine Aussage dass Deutschland nun für Jahre hinaus wegen des Atomausstieges jährlich hunderte von zusätzlichen Tote und hunderttausende Krankheitsfälle beklagen werden muss steht unangefochten. "
Nun ja, die Stromengpässe sind ja nur für die nächsten zwei Winter prognostiziert ;-) Selbstverständlich sollten die alten Kohlemeiler so schnell wie möglich wieder vom Netz. Desweiteren sollten Kohle KW die in Planung sind durch Gaskraftwerke ersetzt werden...
War tagsüber beschäftigt und hatte keine Zeit zum antworten.
Das Bundesumweltamt gibt offen zu dass mit dem Atomausstieg der CO2-Ausstoss steigt. Das heisst eindeutig dass fossile Kraftwerke vermehrt zum Einsatz kommen. Wenn also der CO2-Ausstoss steigt, dann steigt auch der Ausstoß von Schadstoffen wie Flugasche, Stickoxyde, Schwefeloxyde, Quecksilber, Dioxine, Kohlewasserstoffverbindungen etc.
Meine geschätzten zusätzlichen Todes- & Krankheitsfälle beziehen sich wie gesagt auf Kohlekraftwerke die dem stand der Technik von 1995 entsprechen. D.h. einen Wirkungsgrad von 38% besitzen. Der Grossteil des deutschen KKW-Parks ist bedeutend älter und hat schlechtere Wirkungsgrade und haben auch einen höheren spezifischen Schadstoffausstoss.
Das jetzt spezifisch erwähnte KKW mag wohl unter Umständen als reines Reservekraftwerk bereit gehalten werde. Es sind aber noch einige ander KKW mit ähnlich schlechten Umweltdaten regulär am Netz. Das sind all die die Ende 2012 wegen Nichteinhaltung der Emissionsgrenzen vom Netz gehen sollen. Diese sollen nun wegen des Atomausstieges jedoch länger am Netz bleiben. Vor allem weil die Inbetriebnahme der sich im Bau befindlichen KKW wegen technischen Problemen um Jahre verzögert.
KKW kommen nach dem Merit-Order Prinzip zum Einsatz und nicht nach Kriterien der Umweltverträglichkeit. Es ist sehr wahrscheinlich dass eine alte Dreckschleuder trotz des schlechteren Wirkungsgrades (höhere Brennstoffkosten) und höheren Wartungsbedarf günstiger Strom produzieren kann als ein neueres umweltfreundlichees KKW das noch Finanzierungsraten tilgen muß.
Natürlich werden EE einen Teil der ausgefallenen AKW-Leistung decken. Aber eben nur einen Teil und zu sehr hohen Kosten. Verlässlichkeit ist aber nicht zu erwarten, und wir hatten schon einmal die Diskussion über die Kosten der Verlässlichkeit.
Was immer auch sei, meine Aussage dass Deutschland nun für Jahre hinaus wegen des Atomausstieges jährlich hunderte von zusätzlichen Tote und hunderttausende Krankheitsfälle beklagen werden muss steht unangefochten. Die Bevölkerung muss darüber informiert werden und jemand muss dafür die Verantwortung übernehmen.
Diese Kehrseite des Atomausstieges wurde dem Deutschem Michel bewusst vorenthalten. Der ist nämlich immer noch in der vorgegaukelten Irrmeinung dass die EE den Atomstrom ersetzen kann und wird.
"Auf den Bildern Ihres Links ist zwischen Windrad und Methan-Anlage immer ein Strommast zu sehen. Dieser symbolisiert anscheinend das Netz. Eine solche Anlage ohne Netzanbindung zu betreiben ist wirtschaftlicher Selbstmord. "
Naja, das mit dem Strommast würde ich mal nicht überbewerten, das soll eventuell dem Laien symbolisieren, das eben Strom fliesst. Tatsächlich weiss ich es aber auch nicht. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass Audi sein e-gas mit Kohlestrom ausm nächsten Braunkohleblock herstellt, das wäre nämlich Augenwischerei ;-) Warum ist es wirtschaftlicher Selbstmord sowas ohne Netzanbindung zu betreiben? Die brauchen halt nur den Wasserstoff. Die bauen für 2000 Euro je kW Offshorewindmühlen mit 4000 Vollaststunden im Jahr, fertig. Da weiss man doch wieviel Wasserstoff dabei rauskommt...
Natürlich muss man jetzt mal abwarten, wie sich das in Werlte entwickelt, aber ich halte diesen Ansatz für sehr vielversprechend. Die bidirektionale Kopplung von Strom- und Gasnetz ist der langgesuchte Langzeitspeicher für die Erneuerbaren um saisonale Schwankungen auszugleichen. Sie werden sehen, das wird schon ;-))
Netzbetreiber ist nicht gleich EVU!
Die Stabilisierung der Frequenz und der Bau von Kraftwerken haben miteinander nichts zu tun. Man kann Strom auch importieren
Auf den Bildern Ihres Links ist zwischen Windrad und Methan-Anlage immer ein Strommast zu sehen. Dieser symbolisiert anscheinend das Netz. Eine solche Anlage ohne Netzanbindung zu betreiben ist wirtschaftlicher Selbstmord. Ist ja immer wieder schön zu lesen das man mit den Strom der Windräder x Autos bauen kann oder x Haushalte versorgt. Das dazwischen das Netz als Puffer mißbraucht wird und andere Kraftwerke ausgleichen müssen wird verschwiegen. Das ist Volksverblödung und Schönrechnerei
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