Die Verbraucher in Deutschland müssen nach Einschätzung von Eon-Chef Wulf Bernotat mit weiter steigenden Strompreisen rechnen. Der weltweite Bedarf an Energieträgern wie Öl, Gas und Kohle nehme deutlich zu, daher seien "die Zeiten von billiger Energie wahrscheinlich vorbei."
Die Verbraucherpreise für Energie werden in Deutschland wahrscheinlich weiter steigen. "Für das, was Strom an Lebensqualität bietet, ist Strom eigentlich zu billig", sagte Eon-Vorstandschef Wulf Bernotat der Bild-Zeitung. Der weltweite Bedarf an Energieträgern wie Öl, Gas und Kohle erhöhe sich merklich, während das Angebot nicht entsprechend mitwachse. Deshalb würden die Preise längerfristig weiter steigen, legte Bernotat dar. "Die Zeiten von billiger Energie sind wahrscheinlich vorbei."
Rechnet mit weiter steigenden Strompreisen: Eon-Chef Wulf Bernotat (© Foto: AFP)
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Zugleich wies der Eon-Chef darauf hin, dass die Ausgaben für den dringend notwendigen Klimaschutz die Energie für den Verbraucher zusätzlich verteuerten.
Den Vorwurf, Eon spreche mit den drei großen Mitbewerbern RWE, Vattenfall und EnBW die Preise ab, wies Bernotat zurück: "Das ist Unsinn!" So hätten sich die Konzerne nach der Freigabe der Strompreise am 1. Juli nicht einheitlich verhalten. Eon habe allein in diesem Jahr 60.000 Kunden an Billiganbieter verloren, im gleichen Zeitraum aber mit seiner eigenen Billigmarke "E wie einfach" 138.000 Neukunden gewonnen, sagte Bernotat. Diese Fluktuation sei "Beweis dafür, dass es einen funktionierenden Wettbewerb gibt".
Bernotat räumte in der Blatt ein, sich persönlich über das schlechte Image der Energiebranche zu ärgern: "Und wie. Deshalb versuchen wir ständig, den Menschen zu erklären: Der Vorwurf der Abzockerei ist ungerechtfertigt", sagte er.
Ferner wies er darauf hin, dass Eon im vergangenen Jahr 12.300 Arbeitsplätze geschaffen habe, davon 4700 in Deutschland. "Das alles kann nur ein Unternehmen, das profitabel arbeitet", betonte Bernotat.
(AFP)
Streit um Parteispitze bei der Linken
was Herrn Bernotats Strom kostet, weder jetzt noch in Zukunft.
Mein Versorger SENKT jedenfalls zum 01.10. die Preise, sowohl die Grundgebühr als auch pro kWh.
Aber, um nur einen Wermutstropfen in den Becher der Freude zu geben: sollte der Bund tatsächlich die Mineralölsteuer senken, werden die Energiekonzerne alles daran setzen, um die so entstandene Lücke schnell wieder aufzufüllen (denn wir wissen ja jetzt: Energie ist eigentlich noch viel zu billig). Da müßte also eine Regierung wesentlich weiter gehen und tatsächliche eine ausgewogene Preiskontrolle installieren - und das ist ja bekanntlich Gift, Teufelswerk, Kinderschändung und so weiter.
Oder eine zukünftige Regierung besinnt sich auf den Artikel 14 des Grundgesetzes, mit allen Konsequenzen. Dann hat auch ein Herr Bernotat es selbst in der Hand, weiterhin Boss zu sein oder morgen auf der Straße zu stehen.
Mehr ist Ihren wortreichen Versuchen, staatliches Handeln in Misskredit zu bringen nicht entgegenzusetzen. Bitte vergessen Sie dabei nicht: 1) wird staatsanwaltschaflich ergebnisoffen geprüft, ob ungerechtfertigte Vorteillsannahmen vorliegen und 2) haben Privatfirmen eingeladen. Daraus den Umkehrschluss zu ziehen, dass wiederverstaatlichte Energiebetriebe Lustreisen ausloben ist unsinnig und scheitert an der genauen Prüfung durch den Rechnungshof. Also: keine Angst vor Veränderungen, nachdem sich das VErsprechen: Privat geht alles Besser als das größte und dümmste Lügengebäude selbst durch die jahrelange Maßlosigkeit demaskiert. So einfach ist jetzt die Welt und die Ausgebluteten sind und werden auf sehr sehr lange Zeit unerreichbar!
Der gute Mann hat es nicht anders verdient, als daß er am ausgestreckten Arm verhungert. Hier haben wir als Konsumenten tatsächlich die Möglichkeit, uns zu wehren durch Wahl von Alternativen. Dezentrale regenerative Energiegewinnung ist einer der Stoffe, aus dem die Träume direkter Demokratie bestehen. Nachdem es fast zwangsläufig auf diese Folgen hinausläuft, können wir auch einem Sozialschmarotzer zwischendrin mal dankbar sein für die Beschleunigung vernünftiger Projekte.
dann ist die Politik zum Handeln veranlaßt. Es geschieht aber nichts. Was könnte die Politik tun? Man könnte die hohen Steuern von den Benzinpreisen nehmen, damit der Bürger flexibel der Arbeitswelt zur Verfügung steht. Man könnte festlegen, das es ein Menschenrecht ist, eine warme Wohnung zu haben und Zugang zu einer medizinischen Versorgung zu haben. Dies würde erfordern, dass wesentliche Gebiete der Daseinsführsorge zu einer gemeinnützigen Sache erklärt werden, wo es verboten ist Gewinne zu machen oder an die Börse zu gehen. Man stelle sich vor, die Stromanbieter dürften keine Gewinne machen. Wir könnten den Strom bezahlen und die abgeworbenen und abgehalfterten Politiker im Dienste der Stromkonzerne könnten trotzdem horende Gehälter kassieren.
Ich höre auf zu träumen. Unsere gegenwärtigen Politiker haben anderes im Sinn. Es gab nicht nur einen Kanzler der Bosse, es gibt eine ganze Kaste davon.
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