Die Finanzkrise treibt seltsame Blüten: Die amerikanische Zentralbank plant erstmals in ihrer fast 100-jährigen Geschichte die Ausgabe eigener Anleihen.
Vertreter der Federal Reserve hätten diesbezüglich Kontakt mit dem Kongress aufgenommen, berichtete das Wall Street Journal am Mittwoch unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen.
Fed unter Druck: Die Notenbank hat ihre Bilanzsumme zuletzt auf mehr als zwei Billionen Dollar aufgebläht (© Foto: Reuters)
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Neben der Ausgabe von Bonds könnte sich die Fed auch anderweitig selbst Geld leihen, hieß es. Die Gespräche seien in einem frühen Stadium und es sei unklar, ob die Fed die Pläne wirklich umsetzen werde, hieß es.
Die Ausgabe eigener Schuldtitel würde der Fed neue Flexibilität und Mittel im Kampf gegen die Folgen der Finanzkrise verleihen. Zwar kann sich die Notenbank prinzipiell auch das dafür benötigte Geld drucken, dies hätte jedoch unabsehbare unerwünschte Folgen für die Wirtschaft und würde die Inflation anheizen.
Zinssenkungspotential weitgehend ausgereizt
Durch die Ausgabe eigener Anleihen oder anderer Papiere entstünde aber möglicherweise ein Problem in der Gesamtkoordination der Staatsverschuldung in den USA. Dort ist, wie etwa auch in Deutschland, das Finanzministerium für die Ausgabe staatlicher Schuldtitel verantwortlich.
Die Fed greift wie andere Notenbanken auch bei der Bekämpfung der Krise schon seit längerer Zeit auch zu alternativen geldpolitischen Mitteln. Sie hat ihre schärfste Waffe, den Leitzins, in den letzten Monaten bereits bis auf ein Prozent reduziert und damit kaum noch Manövriermöglichkeit.
Experten rechnen damit, dass die Fed ihren Leitzins kommende Woche sogar noch weiter senken wird.
Fed-Chef Ben Bernanke hatte zuletzt bereits angedeutet, er könne zudem bald zum so genannten Quantitative Easing übergehen und die Wirtschaft nicht mehr über den Preis des Geldes, den Leitzins, sondern über die Geldmenge steuern, in dem die Fed zum Beispiel Wertpapiere direkt ankauft.
Die Fed steht nach rund eineinhalb Jahren Finanzkrise unter Druck. Da die Notenbank seit Monaten die Banken mit immer neuer Liquidität versorgt, hat sich ihre Bilanzsumme zuletzt bis auf mehr als zwei Billionen Dollar aufgebläht.
(sueddeutsche.de/Reuters/hgn/mel)
Was Amerika lernen muss ist zu lernen nicht mehr dieses Amerika zu sein, das es sich vorgemacht hat. So ein wenig Weltwährungsreserve und Leitwährung ist ja schön. Aber sich jahrzehntelang auf diese Lorbeeren zu setzen und nur Ami-Land zu sein. Ist nicht.
Was auch bedeuten soll, dass nicht die USA allein für die Krise verantwortlich ist. Ganz im Gegenteil, verantwortlich sind diejenigen die "wieder einmal" allem was aus Ami-Land kommt ohne nachzudenken hinterher gelaufen sind.
Es ist eine makabere Hoffnung, bei einem Tiefstzins zu hoffen, es würde jemand Geld anlegen. Besonders in der jetzigen Situation, in der alles auf HALT steht, wird keiner so dumm sein und in eine "föderale Bank" zu investieren, deren Vielzahl von Mitgliedsbanken windschief dastehen.
Doch und so ist der Bänker, die Hoffnung gibt er nicht auf, es ist auch sein Metier, an das er glauben muss, die schnellen Zeiten um quick and dirty Geld zu machen sind vorbei, die zinsbringende konservative Langzeitstrategie ist angesagt. - Nur denen traut keiner mehr - meisten sie sich selbst nicht.
die sich so lange auf sich hat warten lassen
Es ist noch Geld da, aber keiner bringt es mehr zu einer Bank?
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Die Antwort ist im Artikel gegeben:
"Zwar kann sich die Notenbank prinzipiell auch das dafür benötigte Geld drucken, dies hätte jedoch unabsehbare unerwünschte Folgen für die Wirtschaft und würde die Inflation anheizen."
Durch Anleihen schöpft man Kaufkraft an der Stelle ab, wo sie nicht anders eingesetzt wird, um sie dann investiv anzubringen. Dass letztendlich die USA an einer $-Schwemme ersticken werden, ist allerdings abzusehen -- nur ist gegenwärtig das Problem, dass alle auf den Cash-Positionen sitzen und nicht selbst investieren.
Nur dem Kleinanleger wird das Risiko von den Banken kleingeredet -- die Finanzhaie trauen sich momentan überhaupt nichts.
... aber der US-Kongress lässt die Ankäufe Chinas ja nur begrenzt zu -- da könnten $$ wieder in die USA zurückfliessen. Die USA sind ein herrliches Land, wenn es die Amerikaner nicht geben würde.
In den USA will man halt den Kuchen, den man gerade isst, auch noch behalten -- das alte Dilemma.
Die fetten Jahre für die Amis sind jedenfalls vorbei -- per Leitwährung billig importieren hat seinen Preis gehabt (Arbeitsplätze und die Realwirtschaft sind erstmal flöten), nur kommt der Preis erst jetzt mit der Rechnung, d.h. die Leitwährung als US-$ ist dahin, weil sich die Pleite abzeichnet ... aber das kann natürlich noch ein paar Jahre so weiter gehen.
Auch der Amero ist keine Lösung, solange die USA nicht in der Talsohle angekommen sind, denn weder Kanada noch Mexiko würden sich sonst auf das Spielchen einlassen.
Das böse Imperium bekommt jetzt Keile, wie alle Imperien der Vergangenheit -- die Hübris des Imperiums ist der Verbündete der geknechteten, überfallenen und besetzten Nationen, etwas, was auch Israel schwer zu denken geben sollte, denn da es aus eigener Kraft nicht lebensfähig ist und angewiesen ist auf massive Unterstützung Washingtons, wird die Achse des Bösen: Washington-Jerusalem auch auf einen Schlag verschwinden.
Jedenfalls werden die Brötchen dann wieder ganz klein gebacken -- ich meine, dass diese Finanzkrise letztendlich zu einer Ein-Staaten Lösung in Palästina führen wird, denn Israel wird sich dagegen nicht mehr wehren können. Als Apartheitsstaat heute wird es hoffentlich den gleichen Weg wie Südafrika einschlagen.
Spannende Zeiten liegen vor uns.
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