Das Vertrauen der Anleger in die Banken ist geschwächt. Nun steuert die EU gegen - mit einem Versprechen. Spätestens drei Tage nach einer Bankpleite sollen die Sparer ihr Geld zurückbekommen.
Es geht um Vertrauen. Die Zuversicht der Anleger mag durch die Banken-Hilfspakete der europäischen Länder wieder gestärkt worden sein - nun sollen auch die Verbraucher wieder Vertrauen in das Finanzsystem gewinnen. Schließlich ist in Politik und Finanzwelt noch immer die Angst vor einer Massenpanik unter den Sparern präsent.
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Die EU-Kommission will nun, dass Kleinanleger im Falle einer Bankpleite binnen drei Tagen ihr Geld zurückbekommen. Das sieht der Richtlinienentwurf zur Verbesserung der Einlagensicherung vor. Danach sollen die Mitgliedstaaten außerdem die Mindestdeckungssumme für Spareinlagen zunächst auf 50.000 Euro und innerhalb eines Jahres auf 100.000 Euro erhöhen.
Bislang beträgt die EU-weite Mindestgarantiesumme 20.000 Euro. Die EU-Finanzminister gaben bereits vor einer Woche eine kollektive Garantieerklärung für Sparguthaben von 50.000 Euro ab, mehrere Staaten gehen noch darüber hinaus. Die Bundesregierung hat eine Garantieerklärung für Sparguthaben in voller Höhe abgegeben.
Ob der Vorschlag der EU-Kommission unter den 27 EU-Regierungen und im Europaparlament eine Mehrheit findet, ist ungewiss. Denn schon beim Finanzministertreffen in der vergangenen Woche erklärten Vertreter von vier kleineren Ländern, eine Anhebung der Mindestdeckungssumme auf 100.000 Euro könnten sie sich nicht leisten.
Die Mindestdeckungssumme gilt für alle Spareinlagen einer Person bei einer einzelnen Bank. Der Vorschlag der EU-Kommission beschränkt sich auf private Einlagen, nicht auf Guthaben von Unternehmen. Den einzelnen EU-Staaten steht es jedoch frei, darüber hinauszugehen.
Ärger in Tschechien
Unterdessen droht auf dem EU-Gipfel in Brüssel Streit über das von den Euro-Staaten vereinbarte Hilfsprogramm für die Finanzmärkte. Einige osteuropäische Staaten, die an den Beratungen der Eurogruppe am Wochenende nicht beteiligt waren, sehen die Beschlüsse nach Angaben aus Diplomatenkreisen kritisch. Vor allem Tschechien sei verärgert darüber, dass nach seinen jahrelangen Bemühungen zur Haushaltskonsolidierung und zur Einhaltung des EU-Wettbewerbsrechts nun Milliarden-Beihilfen für Banken erlaubt sein sollten.
Unmut löste in Prag auch die umfassende Garantieerklärung der Bundesregierung für private Spareinlagen aus. Die tschechische Regierung zog am Dienstag zwar ein Stück weit nach und beschloss, die gesetzliche Einlagensicherung von gegenwärtig 25.000 Euro auf 50.000 Euro zu erhöhen. Weil die Bundesregierung für private Spareinlagen in kompletter Höhe einstehen will, befürchtet Tschechien aber einen Abfluss von Guthaben zu deutschen Banken.
(sueddeutsche.de/AP/tob)
Großprojekte in Berlin
Das kleine rote Männchen in Deinem Avatarbild hat gerade den Hahn gespannt und knurrt: "Go ahead, make my day!" Was sagen wir kleinen Blauen nur?
Alles Gute
Kai Hamann
Es ist ja toll, dass die Bundesregierung um Vertrauen wirbt. Wer Pech hatte, wird entschädigt - Kinder, was für ein Spaß. Dagegen sind die Brüder Grimm glaubwürdiger.
Ich arbeitete in Bayern bei einer Medien-Firma als kleine Mitarbeiterin auf Provision. Der Bundeskanzler lobte den Chef, Auszeichnungen, Unternehmer des Jahres usw...
Dann kippte das Ding zusammen wie ein Kartenhaus.
Die Polizei nahm alles mit- Lohnsteuerkarten, Umsatzzahlen, alles. Der Chef wurde in Handschellen abgeführt. Ich wartete als alleinerziehende Mutter ewig auf Gehalt und Konkursausfallgeld und um das Arbeitslosengeld von damals prozessiere ich immer noch.
Die entgangenen Provisionen sind im Eimer, mussten aber bis zum Schluß versteuert werden. Eine ganze Kompanie von Rechtsanwälten wurde damit schon beschäftigt...
Da finde ich das Klasse, dass Bankopfer nach drei Tagen ihre Kohle zurückbekommen.
Wer´s glaubt...
Ich kann die bewußte Verharmlosung der Medien um die bereits fortgeschrittene Bankenkatastrophe nicht mehr mit ansehen.
Was soll damit erreicht werden?
Was geschieht hinter den verschlossenen Türen?
Wissen einige Banker und Politiker mehr?
Ja,natürlich!
Bis jetzt wurde folgendes erreicht:Die Banken haben Milliarden fiktives Spielgeld verzockt.Nach dem diese Spielgeld nicht mehr bedient wurde musste es in den Billanzen der Banken aufgenommen werden.!!Bankenpleite!!
Und jetzt kommt der Staat und wirft fiktives Inflationsgeld in Milliardenhöhe auf den Markt.Nur weiter so.Wirkt ja irgendwie beruhigend,oder??
Ja,für 1-2 Monate eventuell.Dann muß uns leider mitgeteilt werden,dass alle Versuche gescheitert sind.Warum?Weil fiktives Geld überhaupt nicht ausgegeben werden kann,aber hier wurde die Fiktion 2x ausgegeben.
Jetzt kann in aller Ruhe die Pleite durch 3 geteilt werden:Banken-Staat und Bürger.
Lernen wir daraus was?
Nein!
Bis zur nächste Pleite ist es nur eine Frage der Zeit.
Wer soll den Banken vertrauen, die Pleite gehen und die Zusicherung der EU-Bürokratie brauchen, daß die Spareinlagen innerhalb von 3 Tagen von einer nicht benannten Stelle ausgezahlt wird? Das ist doch völlig unglaubwürdig. In 3 Tagen hat man noch dort nicht einmal den Posteingangstempel auf dem Schreiben, in dem man das nötige Formular anfordert!
Banken, die die Unterstützung der EU nötig haben (weil die nationalen Regeln offenbar nicht ausreichen!), sind doch so was von pleite, daß es nur vorsätzliche Dummheit wäre, denen zu trauen.
Diese idi*tischen Eingriffe politischer Schlaf-Stellen verursachen nun die Panik im aufgescheuten Hühnerhof. Statt kühl zu konstatieren: Einige Banken haben sich total verspekuliert und sind pleite. Das kommt in einer Marktwirtschaft vor und wir -als Staat-, geben die Zusicherung, daß die Garantiefonds funktionieren und Problemfälle nach den vorbedachten Regelungen abgewickelt wird.
Den ganzen anderen Zinnober könnten die sich damit sparen. Er ist unüberlegter Aktionismus und beeindruckte nur die politischen Wichtigtuer selbst.
Es wird unüberlegt von "unabsehbaren Folgen" einer Bankpleite geschwafelt, die kein einziger Politiker qualifizieren oder quantifiziert kann. Ohne jede Grundlage wird in einem blinden Aktionismus drauflosgewurstelt. Dabei gibt es darüber genügend Literatur und seit fast seit einem Jahrhundert auch Vorsichtsmaßnahmen, um diese nur vermuteten Folgen abzuwenden.
Wofür hat man wohl die Sicherungsfonds? Wofür hat man wohl die Nationalbanken, die in den Kreditkreislauf eingreifen können? Es gibt kein einziges Szenario, das die behaupteten "unabsehbaren Folgen" belegt. Es ist alles nur Quatsch. Die rennen dem Bl*dmann Bush hinterher, dessen Kriegs- und Schuldenpolitik gemeinsam mit der amerikanischen Notenbank das Chaos auf den Finanzmärkten erst angerichtet hat. Die nehmen sich den Bock zum Vorbild, nicht den Gärtner.
Von wegen Sorge um die kleinen Sparer.
Die Bundesregierung hat mit ihren großzügigen Garantien für Reiche ganze Arbeit für die deutschen Banken geleistet und wer haftet denn wirklich? Frau Merkel?
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