Von Wilhelm Heinke

In der Leasingbranche haben sich die Gehälter denen der Bankbranche angenähert. Der Trend geht zur leistungsabhängigen Vergütung.

Noch vor zehn Jahren waren die Mitarbeiter in den Leasing-Unternehmen aus Sicht der Banker die "armen Vettern". Heute hat sich die Lage umgekehrt. Während in den Banken massenhaft Jobs verloren gehen und große Gehaltssprünge selten geworden sind, haben die Leasingpositionen in den Einkommen deutlich zugelegt.

Auf dem Vormarsch: Leasing-Gehälter. (© Foto: goods)

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Dies ist das Ergebnis einer Marktanalyse der Stephan Unternehmens- und Personalberatung, Bad Homburg. Andreas Stephan und sein Team befragten 128 Gesellschaften mit Schwerpunkt im Mobilien-Leasing und entwickelten so ein repräsentatives Bild der Einkommensentwicklung in der deutschen Leasingindustrie zwischen 1993 und 2003.

Leasing-Gehälter haben aufgeholt

Das erste Ergebnis lautet: Parallel zur ständig gestiegenen gesamtwirtschaftlichen Bedeutung des Leasing haben die Gehälter im Vergleich zu anderen Zweigen der Finanzbranche aufgeholt. Zwar werden noch nicht Fantasie-Saläre wie im Investment-Banking ausgeschüttet, das Niveau des allgemeinen Bankgeschäfts ist aber erreicht.

Ein Leasinggeschäftsführer etwa bringt es inzwischen im Schnitt auf 216.000 Euro, im Einzelfall wird sogar die 500.000-Euro-Grenze geknackt (Zahlen für das Jahr 2003). Dienstwagen und zusätzliche Altersvorsorge sind dabei Standard. Die Gesamtbezüge der Führungskräfte sind damit deutlich stärker gestiegen als die Gehälter weiter unten in der Hierarchie.

Aber auch die Jobs von "Normal-Sterblichen" werden solide bezahlt. So werden im Rechnungswesen einer Leasinggesellschaft im Durchschnitt pro Kopf 60.000 Euro im Jahr überwiesen.

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