Einigung nach zähen Verhandlungen VW verlängert die Arbeitszeit

Das Management hat der Belegschaft in dem Abschluss eine Reihe von Zusagen gegeben. Für die sechs traditionellen deutschen Werke wurden Produktzusagen und Fertigungsumfänge vereinbart. So sollen der neue Golf und ein zusätzliches Volumenmodell im Wolfsburger Stammwerk produziert werden. VW-Markenchef Wolfgang Bernhardt hatte Anfang des Jahres damit gedroht, das Kernmodell von Volkswagen wegen zu hoher Kosten aus dem Stammwerk abzuziehen und ins Ausland zu verlegen.

Bei erfolgreichem Geschäftsverlauf sollen die Mitarbeiter eine Ergebnisbeteiligung erhalten, die nach einer Mitteilung von VW "erheblich über den bisher bezahlten Beträgen liegen kann". Zudem zahlt der Konzern in das betriebliche Altersversorgungssystem einmal für jeden Mitarbeiter einen pauschalen Betrag von 6279 Euro ein.

Das Unternehmen erklärt sich auch zur Zahlung eines Einmalbetrages von 1000 Euro bereit, weil durch den jetzigen Abschluss die Tarifrunde überflüssig geworden sei, die normalerweise im Herbst begonnen hätte.

VW hält am Niveau der Berufsausbildung fest

Volkswagen erklärte sich auch bereit, am bisherigen Niveau der Berufsausbildung festzuhalten. Die Beschäftigungssicherung bei VW, die schon in früheren Zeiten bis 2011 festgelegt wurde, bleibt unverändert. Der jetzt ausgehandelte Tarifvertrag muss aber auf Seiten der Gewerkschaft noch von der Großen Tarifkommission genehmigt werden. Die Börse reagierte auf den Tarifabschluss enttäuscht. In einem allgemein freundlichen Kursklima fiel die Notiz von Volkswagen ins Minus.

Bei Volkswagen geht unterdessen der Personalabbau weiter. Anfang des Jahres hatte das Unternehmen erklärt, es seien etwa 20000 Beschäftigte zuviel an Bord. Wegen der bis zum Jahr 2011 geltenden Arbeitsplatzgarantie soll dieses Ziel mit freiwilligen Abfindungen und Regelungen für Altersteilzeitarbeit erreicht werden.

Dem Vernehmen nach haben bisher etwa 10000 Mitarbeiter eine Vorruhestandsregelung akzeptiert, etwa 5000 Mitarbeiter hätten sich bereit erklärt, das Unternehmen mit einer Abfindung zu verlassen.