Ein Jahr nach Insolvenz – Die Schlecker-Frauen

Die Schlecker-Frauen

Etwa 25.000 Menschen verloren durch die Pleite ihren Arbeitsplatz. Bis Ende 2012 meldeten sich bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) mehr als 23.400 ehemalige Beschäftigte der Drogeriekette, fast ausschließlich Frauen, die als Verkäuferinnen gearbeitet hatten. Die erste Schlecker-Jahresbilanz der BA zeigt nun: Knapp 9800 haben wieder einen Job. 115 machten sich selbständig. Und etwa 2500 meldeten sich aus anderen Gründen von ihrer Arbeitsagentur oder ihrem Jobcenter ab. Vier von zehn ehemaligen Schlecker-Mitarbeitern sind wieder in den Arbeitsmarkt integriert. Von "Licht und Schatten" spricht die Gewerkschaft Verdi. Schwer haben es vor allem zwei Gruppen: diejenigen, die nicht mobil sind und nicht in größeren Städten wohnen, wo es für sie neue Jobs geben könnte. Und die Älteren. Aus der umstrittenen Anregung von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU), Schlecker-Frauen zu Erzieherinnen oder Altenpflegerinnen umzuschulen, wurde übrigens so gut wie nichts: Anfang Oktober meldete die Bundesagentur, dass gerade einmal 81 Schlecker-Frauen eine mehrjährige Umschulung begonnen haben, wie sie für solche Berufe notwendig ist.

Bild: dpa 19. Januar 2013, 18:372013-01-19 18:37:05 © SZ vom 19.01.2013/soli