Ehemaliger CDU-Politiker Medienbericht: Friedrich Merz soll Aufsichtsratschef bei Blackrock werden

BVG: Abgeordnete müssen Nebeneinkünfte offen legen ARCHIV - Der Bundestagsabegordnete Friedrich Merz (CDU) steht im Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe vor dem Bundesadler (Archivfoto vom 11.10.2006). Bundestagsabgeordnete müssen künftig ihre Nebeneinkünfte offen legen. Das Bundesverfassungsgericht hat am Mittwoch (04.07.2007) die Klagen von neun Parlamentariern - darunter auch Merz - gegen die 2005 geschaffenen Transparenzregeln abgewiesen. Das freie Mandat der Abgeordneten sei nicht verletzt, entschied das Karlsruher Gericht. Foto: Uli Deck dpa/lsw (zu dpa 4142 vom 04.07.2007) +++(c) dpa - Bildfunk+++

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Der frühere CDU-Politiker soll die Deutschlandtochter des weltweit größten Vermögensverwalters kontrollieren.

Der ehemalige CDU-Spitzenpolitiker Friedrich Merz soll Aufsichtsratchef bei der Deutschlandtochter des weltweit größten Vermögensverwalters Blackrock werden. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf Finanzkreise. Sobald die Finanzaufsicht Bafin den Wechsel genehmigt habe, solle Merz demnach bei Blackrock Deutschland starten. Weder Blackrock noch Merz wollten die Personalie kommentieren.

Blackrock verwaltet mit 4,5 Billionen Euro mehr Kapital als jeder andere Großinvestor auf der Welt. Und auch in Deutschland ist Blackrock an vielen großen Konzernen beteiligt, darunter beispielsweise Daimler oder die Lufthansa.

Der 60-jährige Merz, der zurzeit deutsche und internationale Konzerne berät und als Anwalt für die Kanzlei Mayer Brown LLP tätig ist, galt einst als großer Hoffnungsträger der Union. Doch nach nur zwei Jahren als Fraktionsvorsitzender verlor er diesen Posten wieder. Nach der verlorenen Bundestagswahl 2002 löste die heutige Bundeskanzlerin und CDU-Parteivorsitzende Angela Merkel ihn ab. Bis Ende 2004 blieb Merz stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion.

Für Schlagzeilen hatte unter anderem sein Vorschlag für eine "Bierdeckel"-Reform des Steuerrechts gesorgt. Er sprach sich für die Möglichkeit aus, eine einfache Steuererklärung im Format eines Bierdeckels abzugeben. Nach der Bundestagswahl 2009 zog er sich aus der Politik zurück und arbeitete wieder als Anwalt.