Der Opel-Betriebsrat trägt seinen Protest gegen den geplatzten Magna-Deal auf die Straße und ruft zu Warnstreiks auf. GM reagiert mit einer Drohung.
Ob in Bochum, Rüsselsheim, Eisenach oder Kaiserslautern - überall sind die Opel-Mitarbeiter von der Absage des Magna-Deals kalt erwischt worden. Entsprechend groß ist die Wut in der Belegschaft.
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Opel-Mitarbeiter bei einer Kundgebung vor der Unternehmenszentrale in Rüsselsheim im Februar 2009. Der Betriebsrat des Autoherstellers hat erneut zu Protestaktionen aufgerufen. (© Foto: AP)
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Nur wenige Stunden nach der Entscheidung in Detroit hat der Opel-Betriebsrat die rund 45.000 Beschäftigten in Europa zu Warnstreiks und Protestaktionen gegen den Verbleib beim Mutterkonzern General Motors aufgerufen. Wie Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz erklärte, sollen die Aktionen am Donnerstag um 11 Uhr beginnen. Nach Angaben der IG Metall starten zunächst die Beschäftigten an allen deutschen Standorten. Am Freitag sollen die übrigen europäischen Standorte folgen.
Und wie reagiert GM selbst? Ebenfalls mit Druck. Auch die Arbeitnehmer sollten einen Teil zur Sanierung beitragen, ließ die Europazentrale des US-Konzerns verlautbaren. Es sei nur im Interesse der Gewerkschaften, mit GM zu verhandeln. Sollte es zu keiner Einigung über die nötige Restrukturierung kommen, hätte dies eine Insolvenz von Opel zur Folge.
Kundgebung mit Rüttgers
Opel-Betriebsratschef Klaus Franz sagte, die Belegschaft wolle sich nicht erpressen lassen. Aus seiner Sicht sei das Konzept von GM für Opel nicht tragfähig. Der Arbeitnehmervertreter verteidigte die Protest-Aktionen. Die Arbeitsniederlegungen seien eine Reaktion auf die "völlig unverständliche Entscheidung" von GM, Opel zu behalten. Franz sprach von "einem schwarzen Tag für Opel".
Während der Protestveranstaltung in Bochum, zu der 3000 Opel-Mitarbeiter erwartet werden, soll die Produktion in dem Werk ruhen, kündigte der NRW-Bezirksleiter der IG Metall, Oliver Burkhard, in Düsseldorf an. Bei der Kundgebung sprechen auch NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) und die SPD-Landeschefin Hannelore Kraft sowie Vertreter von Betriebsrat und IG Metall.
Betriebsrat und Gewerkschaft hatten sich in den vergangenen Monaten wiederholt für den Einstieg des Autozulieferers Magna bei Opel ausgesprochen. Sie fühlen sich von GM nun brüskiert.
Der Bochumer Betriebsrat Rainer Einenkel sieht allerdings den Bund und die Länder weiterhin in der Pflicht zu Milliardenhilfen. Es gehe nun einmal um viele tausend Arbeitsplätze bei Opel selbst, bei den Zulieferern und im Kfz-Gewerbe, sagte der Gewerkschafter dem Radiosender WDR 5.
Es sei notwendig, alles zu tun, um die Arbeitsplätze und Standorte zu erhalten. Die Bundesregierung und die Landesregierungen hätten finanzielle Unterstützung zugesagt. Aus dieser Zusage kämen sie nicht heraus.
Auch die Belegschaft werde nicht um Opfer herumkommen, meinte Einenkel. Er machte aber klar, dass die mit den Investoren Magna/Sberbank verhandelten Zusagen vom Zustandekommen des Verkaufs abhängig waren.
"Wir wollen eine ganz klare Zusage haben"
Zentral sei der Erhalt der Arbeitsplätze, langfristige Perspektiven für die Werke und der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen.
Einenkel hielt der Bundesregierung dilettantisches Vorgehen bei den Verhandlungen mit GM und den möglichen Investoren vor. "Zum einen hat man ja von vornherein erklärt, wer der ausschließliche Favorit sein dürfte für Investitionen. Später hat man erklärt, das hätte man doch nicht so gesagt. Dann hat man erklärt, dass jeder sich bewerben könne. Und das ist wahrscheinlich der Punkt, wo General Motors sagt: Wenn jeder auch das Geld kriegen kann, um die Werke zu erhalten, dann können wir es gleichermaßen tun."
Die Opel-Geschäftsführung mahnte unterdessen eine rasche Klärung der Zukunft des Rüsselsheimer Herstellers an. "Im Interesse aller Opel-Mitarbeiter und der Fortführung des Opel-Geschäfts, das gerade in letzter Zeit viele Verkaufs- und Produkterfolge vorweisen konnte, ist eine Klärung der sich jetzt ergebenden offenen Fragen äußerst wichtig", erklärte der Autohersteller.
"Entscheidende Rolle im globalen GM-Verbund"
Im Gegensatz zu den Arbeitnehmern malte die Opel-Arbeitgeberseite die GM-Entscheidung in rosigen Farben aus. Der Beschluss des GM-Verwaltungsrats zeige, dass Opel und die Schwestermarke Vauxhall eine entscheidende Rolle im globalen GM-Verbund spielten. Diese Position wolle GM nicht aufgeben, erklärte Opel.
"Nach schwierigen und langwierigen Verhandlungen, in die viele Parteien mit unterschiedlichsten Interessen involviert waren, ist nun für alle Beteiligten deutlich, dass Opel weiterhin als strategischer Unternehmensteil bei GM gesehen wird."
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(sueddeutsche.de/AP/dpa/pak/hgn)
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"Denn dann ist GM den Laden los, und die neuen Besitzer sind die Banken und Zulieferer. Die Drohung ist also nur Schall und Rauch."
Nein, so läuft das nicht. Insolvenz bedeutet, es wird vom Amtsgericht Groß-Gerau oder so ein Insolvenzverwalter eingesetzt. Dieser ist unabhängig, wie die Justiz. Was er macht, ist letztlich Gesetz. Keine Gläubigerversammlung, kein Gericht wird ihn stoppen können. Es gibt für diese nämlich nirgendwo eine kompetente Aufsicht.
Erst wird ein IV 3 Monate lang versuchen, einen Käufer für das gesamte zu finden. Es wird sich keiner finden, der zu den Bedingungen des IV kauft. Dann setzt er Resignationsmine auf und bedauert sehr, den Laden nun liquidieren zu müssen.
Das wird eine fette Beute für ihn!
Ohne Patente (die bleiben bei Opel), besteht Opel praktisch aus einer leeren Hülle. Somit können keine Autos gebaut werden, in denen Opel-Technik verbaut wird. Was dann?
Angefangen hat man mal mit Nähmaschinen und Fahrräder. Back to the roots!
und dann neue Projekte machen wie die eurasische Landbrücke, den Ausbau des Transrapid andenken, Opelaner sollen in Zukunft Magnetautos bauen und Diesel aus Kunstoff herstellen, Die Patente gibts längst. Neue Firmen aufbauen, und keinen CEnt in das GM Konkursloch nachwerfen.
Der Staat soll jetzt massiv neue rein deutsche Firmengründungen stützen und vorfinanzieren.
Der Bochumer Betriebsrat Rainer Einenkel sieht allerdings den Bund und die Länder weiterhin in der Pflicht zu Milliardenhilfen.
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Geht es dem Mann noch gut??? Sein Kollege sagt genau das Gegenteil:
"Opel-Betriebsratschef Klaus Franz sagte, die Belegschaft wolle sich nicht erpressen lassen. Aus seiner Sicht sei das Konzept von GM für Opel nicht tragfähig."
Dann gehört es sich nicht, da noch Geld reinzustecken.
Die Gewerkschaften sollten den Schmusekurs aufgeben und endlich wieder für Arbeitnehmerrechte kämpfen !!! Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will !!
Diese Bettelei um die Arbeitsplätze bringt doch überhaupt nichts. Wo haben denn Arbeitgeber solch eine tolle Infrastruktur wie bei uns ? Sollen sie doch die Standorte verlagern ! Das ist doch sowieso nur eine leere Drohung, mit der man Arbeitnehmerrechte zunehmend rasiert. Wenn die Arbeitgeber K.rieg wollen, dann sollen sie ihn bekommen !!!!!!
PS: Merkel und Co. haben übrigens beim Amtseid geschworen, dass sie Schaden vom deutschen Volk abwenden wollen. Frau Merkel: Das deutsche Volk besteht nicht nur aus der Exportindustrie !!! Einfach mal wieder ein bischen im GG schmökern !!
er hat seine Wahlen ja noch vor sich, im Gegensatz zum US-Liebling Merkel.
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