Drogeriemarkt Rossmann mit Umsatzsprung nach Schlecker-Pleite

Fast sechs Milliarden Euro: Der Umsatz des Drogeriemarkts Rossmann ist seit der Insolvenz des Konkurrenten Schlecker deutlich gestiegen.

Vor einem Jahr meldete Schlecker Insolvenz an - in den folgenden Monaten verschwand ein sehr großer Mitspieler vom Markt. Rossmann rückte daraufhin hinter Branchenprimus dm zur Nummer zwei auf. Die Jahresbilanz von Rossmann zeigt nun, dass der Konzern besonders von der Schlecker-Pleite profitiert hat.

Der Umsatz erreichte im europaweiten Geschäft fast sechs Milliarden Euro. Im Jahr 2011 hatte er erstmals die Marke von fünf Milliarden überschritten. Das Wachstum hat sich im vergangenen Jahr beschleunigt. Der Konzern teilt mit:

Mit 5,95 Milliarden Euro Umsatz und einem Wachstum von 16,1 Prozent ist der Rossmann-Konzern 2012 das am stärksten wachsende Unternehmen der Drogeriemarktbranche. Das Jahr wurde deutlich besser abgeschlossen, als zu Beginn erwartet worden war. In Deutschland erzielten die 1754 Rossmann-Märkte ein Plus von 16,9 Prozent auf 4,45 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,81 Milliarden Euro).

Der Expansionskurs zeigt sich auch in der Mitarbeiterzahl. In Deutschland hat Rossmann nach Konzernangaben im vergangenen Jahr 3500 neue Stellen geschaffen.

Rossmann wollte rund 100 Filialen der Schlecker-Tochter IhrPlatz übernehmen, das Kartellamt hatte zugestimmt. Bei einigen laufen noch Verhandlungen mit den Vermietern vor Ort. Die Mehrzahl der Läden ist allerdings bereits komplett umgestellt.