Donald Trump Trumps Steuerpläne beunruhigen deutsche Industrie

Was bedeuten Trumps Pläne in der Steuer- und Handelspolitik für deutsche Firmen? Der DIHK ist beunruhigt.

(Foto: obs/DMG MORI)
  • Der DIHK ist beunruhigt über die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump.
  • Die Industrievertreter fürchten einen möglichen Ausstieg der USA aus dem Handelsbündnis WTO.
  • Zudem bereitet ihnen ein Detail aus Trumps geplanter Steuerreform Sorge.

Die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump beunruhigt deutsche Wirtschaftsvertreter. Nach Ansicht des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) spielen die USA derzeit die Rolle des Blockiers im wichtigen Handelsbündnis WTO und könnten möglicherweise sogar aus der Organisation aussteigen. Das wäre der "worst case", sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. "Wir rechnen nicht damit, dass die USA da austreten, aber es ist nicht völlig ausgeschlossen."

Neben diesem Szenario fürchtet der DIHK auch die Auswirkungen von Trumps geplanter Steuerreform. Besonders beunruhigt sind die Industrievertreter über ein Detail aus dem Steuerpaket, das eigentlich die Gewinnverschiebung von US-Konzern ins Ausland verhindern soll, letztendlich aber auch deutsche Exporteure treffen könnte.

Deutsche Firmen investieren nur vorsichtig in den USA

Vereinfacht gesagt sieht das Konzept vor, dass Zahlungen amerikanischer Unternehmen an ausländische Töchter mit einer neuen Steuer von 20 Prozent belegt werden sollen. Kommt es tatsächlich dazu, stünden die gesamten globalen Lieferketten großer Konzerne infrage. Auch deutsche Firmen wären betroffen (mehr dazu hier).

Die USA brauchen dringend eine Steuerreform - aber nicht diese

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Die Investitionspläne deutscher Firmen in den USA haben sich nach Angaben der DIHK zuletzt ohnehin gedämpft entwickelt. Dennoch hoben die Industrievertreter ihre Erwartungen für den gesamten Außenhandel der deutschen Wirtschaft leicht an. Die Exportprognose steigt von 4 auf 4,5 Prozent. Erst kürzlich wurde auch die Wachstumsprognose für die deutsche Gesamtwirtschaft von 2,0 auf 2,3 Prozent erhöht.