Gute Nachricht für die Verbraucher, schlechte Nachricht für die Bauern: Bei einigen Discountern kostet Milch bereits weniger als 50 Cent.
Die Preise für Milch, Butter und weitere Milchprodukte sind kräftig ins Rutschen geraten. Der führende Discounter Aldi und die Rewe-Tochter Penny gaben am Montag zudem Preissenkungen für eine Reihe weiterer Lebensmittel bekannt.
Die Milch wird billiger - zum Ärger der Landwirte, zur Freude der Konsumenten. (© Foto: dpa)
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Milch wurde von beiden Anbietern um bis zu 20 Prozent dauerhaft reduziert. Aber auch bei Butter, Quark, Schlagsahne und Kondensmilch setzten beide den Rotstift an.
Die Preise von Aldi bei den Milchprodukten gelten im deutschen Lebensmittelhandel als Messlatte, an der sich traditionell andere Handelskonzerne orientieren. Penny-Mutter Rewe ist der zweitgrößte Lebensmittelhändler in Deutschland.
Ob Rewe auch in den gleichnamigen Supermärkten den Milchpreis im unteren Segment um 20 Prozent senkt, ist nach Angaben eines Sprechers noch nicht entschieden.
Preise teils auf Sonderangebotsniveau
"Im kompletten weißen Sortiment ist mit Preisrückgängen zu rechnen", sagte der Geschäftsführer der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen, Reinhard Pauw.
Dabei gehe es um eine Größenordnung im Durchschnitt von etwa zehn bis 15 Prozent. Was den einzelnen Verbraucher freuen möge, sei dagegen aus Sicht der Milcherzeuger und Molkereien in Deutschland ein harter Rückschlag.
"Für die Verbraucher sind wir wieder auf dem Niveau von Mitte 2007 vor den großen Preissteigerungen angekommen", erläuterte Pauw. Der Butterpreis habe im November 2007 mit 1,15 Euro im Durchschnitt auf seinem Höhepunkt gestanden.
Mit den Preissenkungen von Aldi und Penny bei Markenbutter um acht Prozent auf 73 Cent je 250-Gramm-Stück sei nun wieder ein historisch niedriges Preisniveau erreicht worden. Der Preis von 49 Cent je Liter fettarmer H-Milch bei den beiden Discountern unterschreite sogar das Niveau von Anfang 2007. Ein so niedriger Preis sei sonst nur im Sonderangebot zu sehen gewesen.
Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) sprach von erdrutschartigen Preissenkungen. In einer Situation, in der die Milcherzeuger ohnehin schon mit nicht kostendeckenden Preisen zu kämpfen hätten, seien diese Reduzierungen eine Katastrophe.
Überangebot an Milch
Die Lebensmitteldiscounter, allen voran Aldi und die Penny-Märkte, nutzten die angespannte Situation auf dem Milchmarkt und senken als Vorreiter die Preise für einen großen Teil der Produktgruppe Milch und Milchprodukte um teilweise bis zu 13 Cent. Das eigentliche Problem sei ein Überangebot an Milch.
Experte Pauw sieht mehrere Gründe für das Überangebot. Zum einen sei der Konsum von Milchprodukten nach den Preissteigerungen in der zweiten Jahreshälfte 2007 gesunken. In den ersten acht Monaten 2008 hätten die Bundesbürger mehr als zehn Prozent weniger Quark gegessen.
Bei Butter sei der Verbrauch um knapp vier Prozent und bei Käse um etwa 3,5 Prozent gesunken. Dabei hätten sicherlich auch veränderte Rezepturen bei Lebensmitteln eine Rolle gespielt.
Hersteller seien bei einigen Produkten aus Kostengründen von tierischen Milchfetten auf pflanzliche Fette umgestiegen. Ein weiterer Faktor sei der Weltmarkt. Die europäischen Exporte von Magermilchpulver und Butter nach Nordamerika seien zwischen 20 und 50 Prozent deutlich gesunken.
Die Preisoffensive von Aldi und Penny bezogen sich aber nicht nur auf Milchprodukte. Bei Weizenmehl senkten Aldi und Penny die Preise sogar um 25 Prozent. Auch bei Zucker, Kaffee und Apfelsaft wurde der Rotstift angesetzt. Lidl gab am Montag ebenfalls Preissenkungen in großen Zeitungsanzeigen bekannt. Dabei ging es um Saft.
- Milchpreis-Streit Bauernaufstand in Berlin 16.10.2008
- Landwirtschaft Die Mär vom leeren Milchregal 05.06.2008
(sueddeutsche.de/AFP/hgn/mel)
Großprojekte in Berlin
Jetzt fehlt nur noch, dass wir zum Konsum verpflichtet werden. Hier kann man erkennen,
dass die Bauern nicht alles haben können, Subventionen, faire Preise, garantiertes Einkommen. Wer hat das schon, der Normalbürger auf gar keinen Fall. Auch sollte nicht
vergessen werden, dass die EU 2/3 ihrer Mittel in die Landwirtschaft mittelbar/oder unmittelbar, fließen läßt, dass unterschlagen die Bauern gerne, würde ich auch so machen,
wenn ich einen derartigen Nutzen davon hätte, irgendwie menschlich oder?
der Menschen aus zeitarbeitsfirmen beschäftigt statt Menschen einzu stellen mit zeitarbeiter kostet jeter Platz Umsatz da diese menschen keine gelder besitzen um sich auch nur ein Möbelstück ein Auto einen Urlaub leisten kann so zieht es Wirtschaftliche kreise bis hin zu Stilllegung der betriebe. Arbeitgeber wacht auf stellt ein und bezahlt ordentliche gehälter sonnst kommt die Marktwirtschaft zum erliegen schaut nach Amerika die sind Pleite oder kurz davor.
Der Milchpreis hatte doch noch nie was mit Marktwirtschaft zu tun. Wer zahlt denn die Subventionen? Die Discounter?
Abfallcontainer verschwindet geht der preis für dicounter und verbraucher in Ordnung...
Marktirtschaftlich und Politisch eine Hiobsbotschaft...
In den hier vorliegenden werbeprospekten einer unzahl von Discountern sogar über die Stadt und Landkreisgrenzen hinaus, reagiert der Rotstift nicht nur bei Milchprodukten - wir warten nur noch darauf das die Billigware - Abartig - von 1 Euro Jobbern ins Haus geliefert wird - kostenlos ...
Gott sei Dank hat Seehofer als Bundeslandwirtschaftsminister das Problem durch seinen Milchgipfel damals rechtzeitig dieses Problem gelöst.
Hat er nicht?
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