Motivationsfaktor Firmenauto: Wie Arbeitgeber und Mitarbeiter gleichermaßen profitieren können.
Einen Firmenwagen für jeden, egal ob leitende Angestellte oder Sachbearbeiter. Was in vielen Unternehmen Utopie ist, ist bei Hewlett Packard in Böblingen bereits Realität. Kamen traditionell bei der Vergabepraxis von Firmenfahrzeugen ausnahmslos Top-Manager und Außendienstler zum Zuge, haben sich die Verhältnisse nicht nur bei Hewlett Packard grundsätzlich geändert.
Firmenwagen - nicht nur was für Führungskräfte. (© Foto: BMW)
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Und nicht nur bei dem IT-Unternehmen aus Kalifornien: Deutsche Unternehmen entdecken zunehmend das Firmenauto als Motivationsfaktor oder Benefit für tüchtige Mitarbeiter quer durch die betrieblichen Ebenen. Und die Resonanz ist groß, vor allem bei jüngeren Mitarbeitern.
Laut einer Emnid-Umfrage wünscht sich mehr als die Hälfte aller deutschen Arbeitnehmer einen eigenen Dienstwagen. Bei den unter 30-Jährigen sind es sogar 70 Prozent. Knapp ein Drittel der Beschäftigten würde den eigenen Arbeitsplatz mit Dienstwagen attraktiver finden. Kein Wunder also, dass der Firmenwagen ganz knapp hinter der betrieblichen Altersvorsorge auf Platz 2 auf der Wunschliste der betrieblichen Extras rangiert.
Viele Arbeitnehmer sind sogar bereit, dafür auf Teile ihres Gehalts zu verzichten, und das durchaus mit Kalkül. "In den meisten Fällen kosten nämlich die Anschaffung und der Unterhalt eines Privatautos deutlich mehr als der Gehaltsverzicht, den man für die private Nutzung eines Dienstwagens leisten muss", sagt Tom Feldkamp, Vergütungsberater bei der Kienbaum Management Consultants.
Lohnnebenkosten sparen
Ein Urteil des Bundesfinanzhofs ebnete vor acht Jahren den Unternehmen den Weg, Firmenautos im Wege der Gehaltsumwandlung für Mitarbeiter bereit zu stellen. Dabei wird ein Teil der Vergütung mit den fälligen Leasingkosten für den Firmenwagen verrechnet. Für Arbeitnehmer wie Arbeitgeber rechnet sich das Modell "Firmenwagen statt Gehalt" gleichermaßen. Der Mitarbeiter verzichtet auf einen Teil des Bruttogehalts in Höhe der Leasing-Raten, die für das Fahrzeug zu zahlen sind.
Indem die Netto-Leasingraten mit dem Bruttogehalt verrechnet werden, sinkt für den Arbeitnehmer das zu versteuernde Einkommen und damit seine tatsächliche Steuerlast. Im Gegenzug zahlt er monatlich ein Prozent des Brutto-Listenpreises des Neuwagens an Dienstwagensteuer. Für Fahrten vom und zum Arbeitsplatz fallen zusätzlich 0,03 Prozent des Brutto-Listenpreises multipliziert mit den Entfernungskilometern jeweils für Hin- und Rückfahrt zwischen Wohnung und Büro steuerlich ins Gewicht.
Beispiel: Beträgt der Brutto-Listenpreis für einen Pkw 40.000 Euro, so fallen monatlich 400 Euro Dienstwagensteuer an. Für 20 Fahrten im Monat zum 15 Kilometer entfernten Arbeitsplatz kommen weitere 24 Euro hinzu. Monatliche Gesamtsteuer demnach: 424 Euro.
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