Der Brief der EU-Kommission zum Opel-Verkauf an Magna hat die Opel-Treuhand aufgescheucht. In Detroit berät nun die GM-Spitze.

Die Spitze von General Motors (GM) berät nach Angaben der Opel-Treuhand über den stockenden Verkauf des deutschen Autoherstellers. "Zurzeit ist der GM-Verwaltungsrat dabei, alles neu zu diskutieren unter der Berücksichtigung der Briefe von Frau Kroes (EU-Wettbewerbskommissarin)", sagte Treuhand-Chef Fred Irwin im Deutschlandfunk. Irwin deutete allerdings an, er erwarte, dass GM an Magna als Käufer festhält.

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Opel-Werk Eisenach: Die Verhandlungen um den Verkauf des Autoherstellers können immer noch nicht zum Abschluss gebracht werden. (© Foto: dpa)

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Er gehe davon aus, dass die GM-Führung pragmatisch denke und "dass die zu einer vernünftigen Lösung kommen werden". Die Treuhand verwaltet Opel bis zum endgültigen Abschluss der Verhandlungen.

"Niemand möchte eine Insolvenz"

Die EU-Kommission hatte am Freitag ernste Bedenken gegen die Übernahme durch das Konsortium von Magna und Sberbank öffentlich gemacht. Mehrere EU-Länder mit Opel-Werken haben den Verdacht geäußert, dass die deutschen Standorte auf Druck der Bundesregierung bei der Sanierung bevorzugt werden könnten.

Irwin sagte, die Treuhand wolle das Bieterverfahren nicht neu aufrollen. "Es ist im Interesse von General Motors, im Interesse der Bundes- und Landesregierung, auch im Interesse der Treuhand, dass eine vernünftige Lösung gefunden wird. Niemand möchte eine Insolvenz haben und wir arbeiten alle dagegen."

GM-Chef Fritz Henderson hatte in einem Interview der Financial Times gesagt, er sei "einigermaßen zuversichtlich", dass die Verträge in dieser Woche unterzeichnet würden. Andere mögliche Käufer für Opel gebe es nicht.

Auch die EU-Kommission rechnet noch in dieser Woche mit einer Entscheidung. "General Motors und die Opel-Treuhand überlegen jetzt erneut, wem sie die Mehrheit verkaufen wollen. Wir erwarten, dass sie noch im Laufe dieser Woche die Beratungen abschließen", sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Dienstag.

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(sueddeutsche.de/dpa/Reuters/pak/tob/mel)