Offiziell heißt die "Abwrackprämie" zwar "Umweltprämie", doch die landläufige Bezeichnung passt weitaus besser. Wie auch immer: Ihre Erfolgsbilanz ist zwiespältig.
Die Abwrackprämie ist keine Umweltprämie, aber eines hat sie erreicht: Das seit Anfang 2007 darniederliegende Geschäft mit neuen Autos kam wieder in Schwung. Damals lähmte eine Erhöhung der Mehrwertsteuer Industrie und Handel. Politische Diskussionen über Kohlendioxid-Emissionen, die umweltorientierte Kfz-Steuer und eine Autobahn-Maut für Personenwagen verstärkten den Effekt der Mehrwertsteuer. Hinzu kam die Finanzkrise mit der ersten weltweiten Vollbremsung am Automarkt.
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Stapelweise Altautos beim Schrotthändler: Erst die Einführung der Abwrackprämie, die offiziell Umweltprämie heißt, brachte viele Menschen auf die Idee, über die Anschaffung eines neuen Autos nachzudenken. (© Foto: ddp)
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Erst die Einführung der Abwrackprämie, die offiziell Umweltprämie heißt, im Frühjahr brachte viele Menschen auf die Idee, über die Anschaffung eines neuen Autos nachzudenken.
Wer sein Auto mehr als acht Jahre fährt, der kauft auch mit Abwrackprämie eher einen preisgünstigen Kleinwagen. Die Polos, Fiestas oder Corsas aber werden auch von den deutschen Autokonzernen in Niedriglohnländern produziert.
Wenig bewirkt bei Audi, BMW und Mercedes
Von den Kleinwagen-Marken Renault, Fiat oder Suzuki mit ihren Werken in Rumänien, Polen oder Indien ganz zu schweigen. Die Abwrackprämie hat also wenig bewirkt bei den Vorzeigefirmen deutscher Ingenieurskunst. Denn Audi, BMW und Mercedes stellen vorwiegend Autos her, die groß sind und als Dienstwagen angeschafft werden.
Die Abwrackprämie hat dazu geführt, dass gebrauchsfähige Güter verschrottet werden, und sie hat weite Transporte von Kleinwagen quer durch Europa ausgelöst.
Eine Umweltprämie sieht anders aus. Doch die Abwrackprämie hat nicht nur geholfen, sie ist obendrein ihren Preis wert: Der Staat bekommt über die zusätzliche Mehrwertsteuer beim Neuwagenkauf einen erheblichen Teil des Geldes zurückerstattet.
- Abwrack-Zuschuss Die Lada-Prämie 17.08.2009
- Empörung in Berlin "Wir brauchen eine Soko Abwrackprämie" 06.08.2009
- Abwrackprämie "Förderprogramm für die organisierte Kriminalität" 05.08.2009
- Organisierter Schwindel Verschrottet und verkauft 05.08.2009
- Begehrte Abwrackprämie Auto-Boom und kein Ende 04.08.2009
(SZ vom 18.08.2009/pak)
Im Endeffekt ist es lediglich die Vernichtung von noch brauchbaren Material und eine Umverteilung von Steuergeldern aus der Staatskasse in die Wirtschaftkassen ...
Seeeeehr sinnvoll ...
Muss man eigentlich unter einem bestimmten IQ liegen um Politiker zu werden? ;o))
Trotz Abwrackprämie ist der Umsatz der deutschen Kfz-Branche um 1/3 gesunken. Was müssen da für gigantische Einbußen bei Daimler, BMW, Audi und im Lkw-Bereich dahinterstecken?
Was wir im nächsten Jahr also brauchen ist eine Aufrüstprämie für Unternehmer und Geld-Eliten. Und daran basteln ja zu Guttenberg und Brüderle.
Wir werden 2010 etwa 3 - 4 Millionen zusätzliche Arbeitslose und Geringverdiener bekommen, die Zahl der ordentlich bezahlten Vollzeitarbeitnehmer wird auf 20 Millionen fallen. Der Crash der Renten ist also vorprogrammiert. Und was folgt dann?: Der Clash der Generationen, Jung gegen Alt.
Weitere Crash-Szenarien gefällig?: Der Binnenmarkt. Soziale Unruhen und daraufhin der Einsatz der Armee im Inneren.
Auf dem Weg zum Mega-Crash? Dieser Mega-Crash wurde mir hier schon oft versprochen. Nur konnte niemand dieses Versprechen halten. Auch konnte noch niemand sagen warum es zum Mega-Crash kommen soll. Haben sie Argumente die dafür sprechen? Würde mich wirklich interessieren.
Möchte wissen, was da zwiespältig ist.
Das Leute Geld geschenkt nehmen konnte doch nur die ganz Naiven wundern, die ja dann auch begeistert geschriehen haben: seht her, es funktioniert!
Für alle Anderen und den Steuerzahler ist die Bilanz doch ganz eindeutig.
Der Name dieses Marktwirtschaftsverhinderungsinstrumentes spielt keine Rolle. Was eine Rolle spielt, ist die Tatsache, dass dieses Instrument eines Staates, der den Willen des Marktes in jeder Form ignoriert, ein weiterer Sargnagel auf dem Weg eines Mega-Crash ist. Der Markt hat gesprochen und keinen interessiert der Wille des Marktes. Die Nachfrageseite der Marktwirtschaft hat entschieden in 2009 weniger Autos nachzufragen, und mit ihrer verbleibenen Kaufkraft Güter nachzufragen, die sie in diesem Jahr für persönlich wichtiger als ein neues Auto erachten. Lässt man sie diese Entscheidung auch so durchsetzen? Nein, eine Staatsführung, die das Wort Planwirtschaft hasst wie der Teufel das Weihwasser, handelt wie? Marktwirtschaftsmechanismusverhindernd. Von ihr zu fordern mit Plan zu handeln, setzt sofort ein wildes Geschrei in Gang, man wolle sie in die Planwirtschaft treiben. Da handle sie doch lieber planlos und lasse sich überraschen, was dabei heraus kommt. Das Ergebnis ist dasselb wie bei einer von alten starrsinnigen Männern erarbeiteten Planwirtschaft, ein Crash. Leute, ihr braucht euch nicht die Köpfe über einzelne marginale Wirkungen dieser Marktwirtschaftsverhinderungsprämie heiß zu reden. Seht lieber mal das große Bild eines Systems, das von freier Marktwirtschaft redet und bei jeder Gelegenheit, wenn der Markt selbst entscheiden will, verhindernd eingreift. WIR HABEN KEINE MARKTWIRTSCHAFT, WIR HABEN EINE PLANLOSE WIRTSCHAFT. Und zu versuchen herauszufinden, welche von beiden die größere Katastrophe verursacht, ist wie eine Gourmetverkostung von Zyankali und Arsen.
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