1100 Unternehmen sollen während Olympia die Produktion in China einstellen - so wollen die Behörden den Pekinger Smog bekämpfen. Deutsche Firmen wollen dagegen klagen.
Fast 1100 Unternehmen sollen vor Beginn der Olympischen Spiele die Bänder abschalten, darunter sind offenbar auch fünf deutsche Firmen. Denn über Peking liegt eine dicke Dunstglocke - und das macht sich so kurz vor Beginn der Spiele natürlich gar nicht gut. Die deutschen Unternehmen ärgern sich maßlos über die Pläne der chinesischen Behörden - und wollen sich notfalls auf juristischem Wege wehren. Laut einem Bericht des Handelsblatts wurden in Peking bereits Anwälte und auch die deutsche Botschaft eingeschaltet. Auch das Auswärtige Amt beschäftigt sich mit dem Vorgang.
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Smog in Peking: 1100 Firmen sollen vor Olympia die Produktion einstellen. (© Foto: dpa)
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Doch eine Klage soll nur das letzte Mittel sein. Die Unternehmen suchen nach einer gütlichen Einigung. Die in Burbach beheimatete Maschinenfabrik Hess hatte dabei schon Erfolg. Ihr chinesisches Werk wurde inzwischen von der Stilllegungsliste gestrichen, da die Manager nachweisen konnten, dass ihre Produktion die Umwelt kaum belastet. Trotzdem steht Hess vor großen Problemen, denn etliche Zulieferer müssen die Arbeit einstellen. "In Langfang und Umgebung sollen 1108 Firmen die Produktion einstellen, davon betroffen sind auch Lieferanten für Schweißgase", teilte das Unternehmen mit. Nun sei man auf der Suche nach geeigneten Ersatzlieferanten.
Luftverschmutzung bekämpfen
Die Stilllegungspläne der chinesischen Behörden treffen vor allem Unternehmen, die sich am Standort Lanfang in der Industrieregion Hebei angesiedelt haben, rund eine Autostunde von Peking entfernt. Sie sollen ihre Produktion zwischen dem 15. Juli und Ende September einstellen. Die betroffenen Firmen kommen aus vielen Ländern, darunter Korea, Japan, Dänemark, Schweden und Deutschland. Die Mehrzahl der Unternehmen jedoch kommt aus China.
Mit diesen Maßnahmen wollen die Behörden die Industrieproduktion drosseln und so die Luftverschmutzung in Peking bekämpfen. Am 8. August beginnen in Chinas Hauptstadt die Olympischen Sommerspiele. Im Anschluss an die Wettkämpfe finden die Paralympics, die Wettkämpfe der behinderten Sportler, statt. Doch über der Millionenstadt liegt seit Wochen eine dicke Dunstglocke von Abgasen, die langsam Nervosität bei den Veranstaltern aufkommen lässt.
(sueddeutsche.de/AFP/tob/mel)
Machtkampf in der Linken
Woher wissen Sie denn das so ganz genau oder ist es wieder einmal nur schnöde
Polemik ?
Kennen Sie eigentlich die Investitionsbedingungen und Umweltauflagen für ausländische Firmen In China ?
Informieren Sie sich doch bitte erst einmal beim Delegierten der deutschen Wirtschaft in China ( Deutsch - Chin. Handelskammer der AHK ) und pöbeln Sie dann weiter.
Die Umweltprobleme in China sind wohl mehr auf hunderttausende von Chin. Dreck - und Abwasserschleudern zurückzuführen als auf die deutscher Firmen dort.
Wenn man sich den Himmel über Peking und die Algen vor Qingdao anschaut, dann ist es offensichtlich, dass sich auch die deutsche Umweltsau dort austobt, wo es ihr ermöglicht wird. Dass die Herrschaften nun klagen wollen, spottet jeder Beschreibung.