Die Preise steigen, darum kaufen die Deutschen wieder vermehrt bei den Discountern ein. Es gibt kaum noch einen Haushalt, der nicht ab und an einen Billigsupermarkt aufsucht.

Jeder Haushalt gab bei Discountern wie Aldi oder Lidl im vergangenen Jahr durchschnittlich 1257 Euro für Lebensmittel, Körperpflege und Reinigungsmittel aus und damit 61 Euro mehr als noch 2006, wie das Marktforschungsunternehmen ACNielsen am Montag in Frankfurt am Main mitteilte.

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Dagegen stiegen die Ausgaben der Deutschen in allen anderen Supermärkten oder in Drogerien weniger stark oder gingen sogar zurück.

Mehr als einmal pro Woche zum Discounter

Wie schon im Vorjahr kauften 98 Prozent der Haushalte bei Discountern ein - im Schnitt 70 Mal im Jahr, also mehr als einmal pro Woche.

Innerhalb der Discount-Sparte verzeichneten demnach die Aldi-Rivalen eine positive Entwicklung: Während die Anzahl der erreichten Käufer bei Aldi tendenziell stagnierte, legten die anderen Discounter nicht zuletzt durch die Eröffnung neuer Filialen bei der Käuferreichweite zu.

Bei den Ausgaben blieb Aldi 2007 aber mit deutlichem Vorsprung an der Spitze. Während die deutschen Haushalte dort im Schnitt 573 Euro ausgaben, waren es bei Lidl auf Rang zwei 416 Euro je Haushalt und Jahr.

Der Gesamtumsatz für Güter des täglichen Bedarfs stieg 2007 im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Milliarden auf 132 Milliarden Euro.

36,7 Prozent davon wurden bei Discountern ausgegeben. Die Mehrausgaben beruhten laut ACNielsen vor allem auf der Mehrwertsteuererhöhung zum Jahresbeginn, Preiserhöhungen im Laufe des Jahres sowie dem Rückgang der Arbeitslosigkeit.

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(sueddeutsche.de/dpa/hgn/mel)