Zwar ist die Zahl der Arbeitslosen wieder unter fünf Millionen gesunken - werden aber Kalendereffekte berücksichtigt, ist sie gestiegen.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im März wieder unter die Marke von fünf Millionen gesunken. Bei den Arbeitsagenturen waren 4.976.000 Männer und Frauen als arbeitslos gemeldet.

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Das waren 72.000 weniger als im Februar und 290.000 weniger als vor einem Jahr, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg. Die Arbeitslosenquote ging um 0,2 Punkte auf 12,0 Prozent zurück.

Der Chef der Bundesagentur, Frank-Jürgen Weise, sagte, die übliche Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt lasse noch auf sich warten. Auf Grund der sehr kalten Witterung habe sich der Abbau der saisonalen Arbeitslosigkeit verzögert. Die Entlastung werde sich erst im April deutlicher zeigen, sagte Weise.

Saisonbereinigt stieg die Arbeitslosenzahl im März um 30.000 auf 4,7 Millionen. Im Westen erhöhte sich die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 27 000, im Osten stieg sie um 3000, berichtete die Bundesagentur für Arbeit.

Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) nannte die Lage "nicht befriedigend".

Die Zahl der Arbeitslosen sei weiterhin zu hoch und "nicht so gut, wie wir es uns wünschen", sagte Müntefering am Donnerstag im Bundestag bei der Debatte über seinen Haushalt.

Im Westen sank die Zahl der Arbeitslosen nach BA-Angaben im März um 54.000 auf 3,316 Millionen, im Osten ging sie um 18 000 auf 1,660 Millionen zurück. Die Arbeitslosenquote verringerte sich im Westen binnen Monatsfrist von 10,2 auf 10,1 Prozent; im Osten sank sie von 19,5 auf 19,3 Prozent.

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(dpa)