Für eine Milliarde Euro kauft der US-Investor Lone Star rund 1300 Immobilien der Deutschen Post. An der Börse legte die Post-Aktie deutlich zu.

Die Deutsche Post verkauft für eine Milliarde Euro ein Immobilienpaket an den US-Investor Lone Star. Die rund 1300 überwiegend in Deutschland gelegenen Immobilien sollen später zurückgemietet werden, teilte der Konzern mit. Der "innovative Mietvertrag" ermögliche es dem Logistikkonzern, sich derzeitiger Leerstände zu entledigen und gewähre ihm gleichzeitig Flexibilität für die Zukunft.

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2008 ist für die Post ein entscheidendes Jahr: Der Vorstand muss die Verluste im US-Expressgeschäft stoppen und die Postbank wieder auf Zukunftskurs bringen. (© Foto: AP)

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Der Vertrag solle zum 1. Juli in Kraft treten. Die Zahlung des Kaufpreises von einer Milliarde Euro durch den US-Finanzinvestor Lone Star werde in bar in mehreren Tranchen erfolgen, teilte die Post in Bonn mit.

Die Hoffnung der Aktionäre

Der Großteil der Gelder werde der Post voraussichtlich Ende des Jahres zufließen. Dann solle auch entschieden werden, was damit geschehe, sagte eine Post-Sprecherin. "Dabei werden wir die Interessen der Aktionäre berücksichtigen", betonte sie. Sie ließ offen, ob es möglicherweise zu einer Sonderdividende oder zu einem Aktienrückkauf kommen könnte. An der Börse legte die Post-Aktie um zwei Prozent auf 19,75 Euro zu.

Der Verkauf sei Teil des im November vorgestellten Kapitalmarktprogramms Road to Value. Zuvor hatte der Konzern bereits Immobilienverkäufe im Wert von 350 Millionen Euro realisiert, und damit seinen Gewinn gesteigert.

Gewinnprognose 2008

Der Post zufolge sind aber die Auswirkungen des Immobilien-Geschäfts mit Lone Star auf das Konzern-Ebit nur marginal. Die Ergebnisprognose für 2008 ändere sich daher nicht. Die Bonner Konzern erwartet im laufenden Jahr ein operatives Ergebnis (Ebit) vor Einmaleffekten von rund vier Milliarden Euro.

Für das Management stehen 2008 noch weitere Entscheidungen an, die für die Zukunft des Konzerns zentral sind. So muss der neue Post-Chef Frank Appel Wege finden, um die hohen Verluste im US-Expressgeschäft zu stoppen. Zudem soll die Zukunft der Postbank geklärt werden.

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(sueddeutsche.de/AP/Reuters/sme/pak)