Retourkutsche der Deutschen Bank: Deutschlands größtes Geldinstitut wehrt sich gegen Vorwürfe der Autoindustrie, die Branche bei der Kreditvergabe im Stich zu lassen - und greift die Hersteller an.
Seit Wochen klagen Vertreter der Industrie, nur unter immer größer werdenden Schwierigkeiten Kredite der Banken zu bekommen. Mitglied im Chor der Wehklager: die Autohersteller. Böse Zungen reden gar von einer Kreditklemme. Doch nun schlägt die größte deutsche Bank verbal zurück.
Die Deutsche Bank wehrt sich gegen die Vorwürfe einer Kreditklemme. (© Foto: ddp)
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Der Deutschlandchef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, hält der Autoindustrie vor, die Krise selbst zu verschärfen. "In einigen Branchen verlagern die großen Unternehmen in der Krise die Last auf die nächste Ebene. Die recht einseitige Form der Schuldzuweisung von Großunternehmen der Automobilbranche an die Banken erscheint völlig verfehlt und unbegründet", sagte Fitschen der Financial Times Deutschland.
"Absatzprobleme haben andere Gründe"
"Es wäre verfehlt, alles auf die Finanzkrise zu schieben", sagte Fitschen weiter. "Im Falle der Automobilindustrie ist das sicher nicht gerechtfertigt. Die dortigen Absatzprobleme haben andere Gründe."
Die Klagen von Unternehmen, die Banken seien bei der Kreditvergabe zu zögerlich, seien übertrieben. "Eine Kreditklemme gibt es nicht", sagte der Deutsche-Bank-Manager.
In den vergangenen Wochen hatte unter anderem der Verband der Autoindustrie (VDA) den Banken wiederholt vorgeworfen, den Unternehmen durch schärfere Kreditbedingungen die Luft abzuschnüren. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die Institute für die vermeintlich zögerliche Kreditvergabe attackiert.
Fitschen kündigt an, dass sich sein Institut im kommenden Jahr wieder auf den zuletzt ausgetrockneten Markt für die Verbriefung von Krediten wagen werde. Das sei für das erste Quartal 2009 gemeinsam mit der staatlichen KfW geplant. "Es wäre fatal, Verbriefungen zu verteufeldn. Es ist für Deutschland wichtig, dass wir diese Art des Kapitalmarktzugangs für die Mittelständler wieder öffnen", sagte Fitschen.
(sueddeutsche.de/AP/Reuters/mel/tob)
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Vielleicht entdeckt der Bauer, dass er den König nicht braucht.
Oder der Staat, dass die Ausreichung von Krediten auch über eine einzige Staatsbank geschehen könnte, ohne Hofschranzen zu füttern......
Ohne Bauer ist der König kein König. Aber der Bauer ist ohne König immer noch Bauer.
Ohne Arbeit ist Kapital nichts. Aber Arbeit bleibt Arbeit und kann auch auf der Basis von Leistung und Gegenleistung erbracht werden. Ohne Geld.
Wenn die Banken auf ihrem Kapital hocken, statt es zu investieren, verpraßt der König mit seinem Hofstaat die Ernte samt der Saat.
Dann sterben alle.
Arbeit geht vor Kapital. Realwirtschaft vor Finazzirkus.
"Doch ist Geld rein nichts.... "
Falsch, Geld ist "das ultimative" Tauschmittel! Ohne Geld sind wir zur Tauschwirtschaft verdammt. Würden Sie das wirklich wollen?
"Denn die Realwirtschaft schafft Werte....."
Das tut die Realwirtschaft (interessanter Begriff! Sie meinen sicher Produzenten von Waren und Dienstleistungen...) aber nur solange, wie sie im Gegenzug Geld dafür geboten bekommt ;-))
Fragt sich der Balldieb
In den Köpfen der Banker scheint Geld eine reale Größe zu sein. Sie hocken drauf, halten es warm und berauschen sich an den Zahlen. Doch ist Geld rein nichts.
Behalten Sie das Geld, steigt auch die Chance sehr schnell, dass es zum Nichts wird. Denn die Realwirtschaft schafft Werte. Unterbleibt dies, wird Geld wertlos.
Die Briten scheinen dem kollektiven Wahn erlegen zu sein, Geld verdiene Geld. Sie haben ihre Industrie abgeschafft und verstehen sich als Land der Finanzdienstleister. Das geht gerade schief.
Hier wird in Politik und Finanzwirtschaft doch gegenwärtig nur Papier und Elektronen verteilt.
Das sind billige Ersatzhandlungen, die nicht darüber hinwegtragen können, dass es an Kreativität fehlt, durch epochale Erfindungen ein neues Zeitalter zu begründen.
Hier steckt eine Krise in einer Tiefe und einem Ausmaß ahinter, die weit tiefer größer ist, als mit Geldnoten kosmetisch zu kaschieren.
"Fitschen kündigt an, dass sich sein Institut im kommenden Jahr wieder auf den zuletzt ausgetrockneten Markt für die Verbriefung von Krediten wagen werde. "
Es geht also munter weiter. Erstaunlich und unglaublich. Zumindest wurde offen gesagt wohin das Geld geht und gehen wird.