Die Deutsche Bahn will offenbar weitere Arbeitsplätze streichen. Die Gewerkschaft spricht von einem "Armutszeugnis für das Management".
Die Deutsche Bahn plant offenbar einen massiven Stellenabbau. Konzernweit sollen in den nächsten fünf Jahren 14.000 Arbeitsplätze wegfallen. Das gehe aus der Mittelfristplanung des Unternehmens hervor, schreibt der Tagesspiegel. Ein Bahn-Sprecher wollte die Zahlen nicht bestätigen. Er verwies auf das Beschäftigungsbündnis, das betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2010 ausschließt.
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Die Deutsche Bahn plant einen massiven Stellenabbau. 14.000 Stellen sollen wegfallen. Bis Ende 2010 sind betriebsbedingte Kündigungen allerdings ausgeschlossen. (© Foto: dpa)
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Schaut man sich die Entwicklung in der Vergangenheit an, wäre die Zahl von 14.000 Stellen über fünf Jahre hinweg nicht außergewöhnlich hoch für die Bahn. So liegt schon allein die natürliche Fluktuation bei dem Konzern in Deutschland jährlich bei etwa zwei Prozent, was rund 3600 Mitarbeitern entspricht. Zudem hat die Bahn auch in der Vergangenheit mehrfach in ähnlichen Größenordnungen Stellen abgebaut.
Die Gewerkschaft Transnet kritisierte speziell die Pläne im Güterverkehr scharf. Es sei ein "Armutszeugnis für das Management", dass bis 2011 bundesweit 4000 Arbeitsplätze abgebaut und 72 Güterverkehrsstellen geschlossen werden sollen, sagte Transnet-Vize-Chef Wolfgang Zell. Die Mitarbeiter hätten viele Umstrukturierungen mitgetragen. "Zum Dank wird ihnen kurz vor Weihnachten erklärt, dass ihr Job wegfällt", sagte Zell. "Sieht so die neue Unternehmenskultur im Bahnkonzern aus?"
Der Chef der Güterverkehrssparte DB Schenker Rail, Alexander Hedderich, wies die Kritik zurück. Es werde "keinen Kahlschlag in der Fläche" geben, sagte er. Aber "wir müssen auf die um ein Viertel gesunkenen Transportvolumina reagieren. Es liegt in unserem ureigensten Interesse, das Unternehmen insgesamt wieder auf Kurs zu bringen."
Zur Beseitigung von Mängeln holt die Bahn ab Anfang nächsten Jahres die gesamte ICE-Flotte nach und nach in die Werkstätten zurück. "Wir machen einen Frühjahrscheck", sagte ein Bahn-Sprecher. Spezielle Probleme gebe es aber nicht mit den Zügen. "Mal geht es um den Sanitärbereich, mal um die Klimaanlage", sagte er. Für die Fahrgäste solle es durch die Generalüberholung aber nicht zu Einschränkungen kommen. "Es kann höchstens sein, dass mal ein ICE durch einen IC ersetzt wird."
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(SZ vom 14.12.2009/holz)
Gysi gegen Lafontaine
Wir brauchen schnellstens eine Regierung, die diesem Privatisierungswahnsinn ein Ende setzt!
14'000 Stellen streichen und die höheren Fahrpreise mit gestiegenen Personalkosten rechtfertigen - so viel Chuzpe muss man erstmal haben. Die Politiker hatten wohl recht: Privatisierung ist das Beste für den Kunden. Allerdings nur in komödiantischer Hinsicht.
Das massive Einsparen von Wartungspersonal bei der S-Bahn führte dieses Jahr in Berlin zu einem nie zuvor erlebten Verkehrschaos. Wenn die Bahn in diesem Stil so weitermacht, dann ist Berlin bald überall.
Aufgabe des Staates muss die Infrastruktur sein und nicht die Dienstleistung selbst! Der Staat sollte für die Ausstattung des Bahnnetzes mit Schienen sein und Bahnanbieter könnten untereinander darauf konkurrieren.
So wie es aussieht, wirst Du als Bahnkunde eher verwaltet und viele Angestellte kommen sich immer noch vor wie Beamte. Dazu kommt dann noch, dass jetzt drastisch Kosten reduziert werden, Leistungen sich verringern, aber gleichzeitig Preise steigen sollen. Welcher Kunde benutzt da noch die Bahn?
Das Wort leitet sich ab von englisch manage, dies von italienisch maneggiare an der Hand führen............... doch diese Herrschaften führen die Mitarbeiter an der NASE herum.