Am Montag entscheidet sich, ob Bahn und Lokführer im Tarifkampf erneut verhandeln. Der verbale Krawall im Vorfeld gibt wenig Anlass zu Optimismus.
Vor der Sitzung des Hauptvorstands der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) mehren sich der Bild-Zeitung zufolge die Zeichen für neue Streiks bei der Deutschen Bahn. Wie Bild unter Berufung auf Mitglieder des Hauptvorstands berichtet, lehnen mehrere führende Mitglieder auch das jüngste Tarifangebot des Bahn-Vorstands ab.
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Die Zeitung zitiert einen Funktionär mit den Worten: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es zu neuen Verhandlungen kommt." Die Vorstände begründen dies mit der Weigerung der Bahn, der GDL einen Vertrag anzubieten, der eigenständige Tarifverhandlungen und -abschlüsse zulässt.
Die Zeitung zitierte ein GDL-Vorstandsmitglied mit den Worten: "Es riecht ganz gehörig nach neuen Streiks." Der GDL-Hauptvorstand und die Tarifkommission der Gewerkschaft wollen am Montag ihre Entscheidung über das neue Tarifangebot der Bahn fällen und am Nachmittag verkünden.
Offenbar bietet die Bahn Lohnsteigerungen zwischen acht und 13 Prozent. Ob sie auch - wie von der GDL gefordert - einen eigenständigen Tarifvertrag anbietet, blieb indes unklar.
Mehdorn plaudert drauflos
Sollte die Gewerkschaft das Angebot annehmen, gäbe es neue Tarifverhandlungen mit dem Konzern und Streiks wären zunächst ausgeschlossen. Schlägt die GDL das Angebot aus, drohen neue Streiks. Der GDL-Chef Berlin-Sachsen-Brandenburg, Hans-Joachim Kernchen, übte unterdessen Kritik an Bahnchef Hartmut Mehdorn.
Der Berliner Zeitung sagte er, er sei sauer, dass Mehdorn sich nicht an die Absprachen halte. Wenn der Konzernchef kurz vor der GDL-Vorstandssitzung "in Gegenwart des Verkehrsministers die Katze aus dem Sack lässt", werde einer Einigung schon im Vorfeld der Garaus gemacht, sagte Kernchen mit Blick auf Mehdorns Äußerungen zu Details des Bahn-Angebots.
"Mehdorn hätte den Mund halten sollen, das hätte der Sache gut getan." Kernchen warnte, ohne eigenständigen Tarifvertrag sei alles in andere in den Verhandlungen "Makulatur".
(AFP/sms)
DFB-Elf vor der Europameisterschaft
Es ist beschämend, wie sich eben auch die SZ wieder vor den Karren des Herrn Mehdorn hat spannen lassen.
Ganz Deutschland weiß seit Monaten, daß Mehdorns Angebote keine waren. Jeder hat hören und lesen können, wie die Moderatoren Geißler und Biedenkopf ihm seine angeblichen "Angebote" um die Ohren gewedelt haben.
Jeder, der wollte, hat lesen können, daß selbst Politiker wie CSU-Bundes-Wirtschaftsminister Glos, Berlins Finanzsenator, SPD-Sarrazin, und der Ministerpräsident von Baden-Württenberg, CDU-Oettinger, festgestellt haben, daß Mehdorns Angebote bisher KEINE waren, sondern nur ein Vorgehen, um die GDL als Gewerkschaft zu vernichten.
Und die SZ hat nichts besseres zu tun, eben diesem wind igen Mehdorn WIEDER ein Sprachrohr zu sein, Dieses Mitspielen der SZ und großer Teile der Presse ist um so erstaunlicher, als Mehdorn der GDL gegenüber sein Wort gebro chen hat, indem er überhaupt sich äußerte. Und das, was er sagt, überhaupt nicht hinterfragt worden ist.
Ein Armutszeugnis !
Nichtsdestotrotz würde ich gerne wissen, mit welchem Prozentsatz Löhne und Gehälter bei der Bahn in die Kosten eingehen.
ich frage mich immer, warum leute mit beispielen aus der luftfahrt ankommen - piloten und zugfuehrer, wo ist denn da der vergleich? zugfuehrer kann man in 9 monaten mit einem schlechten hauptschulabschluss werden, komischerweise geht das bei piloten nicht so schnell. mmmmmh, koennte es daran liegen, das piloten wirklich noch was tun muessen, waehrend man als lokfuehrer rein gar nichts mehr macht (ausnahme sind die lokfuehrer auf alten maschinen).
klar regeln "Computer" vieles - sie könnten auch die Aufgaben des teuren Vorstandes übernehmen - an der Börse klappt das schon prima. Demnächst noch die Gerichte und vor allem unsere Regierung bitte ersetzen. Auch das müsste doch möglich sein. Dampfplaudern können Computer sehr schnell, wenns sein muss. Und die Dinger sind lernfähig! Allerdings, damals, als ein Airbus seelenruhig ins Verderben flog bei einer Vorführung, da hat der Computer versagt, und was das schärfste ist, er hat dem Piloten nicht erlaubt, zu korrigieren. Also gretchen78, ersetzen wir den Bahnvorstand durch Computer! Die hätten schon längst das Optimum erkannt und eingeleitet - für die GdL.
Mein Hinweis auf die Mitgliedschaft im Beamtenbund bezog sich auf die entsprechende Frage eines früheren Teilnnehmers (deswegen der Hinweis).
Der GDL sollte es um das Finanzielle gehen, nicht um die Eigenständigkeit: denn wenn jede Gwerkschaft andere Löhne aushandelt, dann ist der Betriebsfrieden gestört.
Die GDL würde ja auch dann streiken, wenn die anderen aufgebessert würden, weil sie dann ihre Eigenständigkeit wieder in Gefahr sieht.
wie die SZ schon mit den überschriften Stimmung gegen die GDL macht.
Sind eigentlich Mehdorn oder Tiefensee im SZ-Vorstand?
Paging