Sämtlichen Negativnachrichten zum Trotz: Die Bahn hat im vergangenen Quartal kräftig verdient und ihre Schulden reduziert.

Die Deutsche Bahn hat in den ersten neun Monaten des Jahres Gewinn und Umsatz deutlich gesteigert. Sowohl die Erlöse als auch der Vorsteuergewinn hätten sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um rund zehn Prozent erhöht, sagte Bahn-Finanzvorstand Diethelm Sack in Berlin.

Die Bahn strebt an die Börse - doch der Gang aufs Parkett wurde aufgrund der Finanzkrise erst einmal verschoben. (© Foto: AP)

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Zudem habe der Konzern bis Ende September seine Verschuldung weiter um rund eine Milliarde Euro auf 15,5 Milliarden Euro abgebaut. "Wir sind weit weg von den Problemen, die in anderen Branchen diskutiert werden", sagte Sack. Bahn-Chef Hartmut Mehdorn ergänzte: "Wir sind hier erfolgreich unterwegs." Auch der Personenverkehr laufe ausgesprochen gut, sagte Finanzchef Sack. Das gelte für Fern-, Regional- und Nahverkehr.

Der Trend, dass immer mehr Reisende den Zug wählten, setze sich fort. Im Güterverkehr spüre man zwar eine "gewisse Abkühlung", doch seien die Zuwachsraten auch in diesem Bereich weiter "ganz gut". Sack zog das Fazit: "Es zeigt sich, dass wir allen Bereichen ganz gut unterwegs sind".

Zweite Problem-Achse entdeckt

Bei der laufenden Überprüfung von ICE-Achsen wurde Mehdorn zufolge gerade eine zweite Achse gefunden, die Auffälligkeiten aufweise. Die durch die großflächigen Prüfungen ausgelösten Behinderungen im Bahnverkehr dürfte daher sicher noch rund sechs Wochen andauern. Er hoffe, bis Weihnachten zur Normalität zurückkehren zu können.

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(sueddeutsche.de/Reuters/dpa/mel/tob)