Wer in der nächsten Woche mit dem Zug reisen will, muss sich auf Probleme gefasst machen. Weil sich Bahn und Beschäftigte über höhere Löhne streiten, sind Streiks wahrscheinlich.
Vor der dritten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt mit den Gewerkschaften hat sich die Deutsche Bahn für drohende Streiks gewappnet.
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In der nächsten Woche dürfte es bei der Bahn zu Verspätungen kommen. (© Foto: AP)
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Sie werde versuchen, die Unannehmlichkeiten für Reisende so gering wie möglich zu halten, teilte ein Bahnsprecher am Samstag in Berlin mit.
Über eine kostenlose Service-Telefonnummer könnten die Kunden rund um die Uhr aktuelle Informationen erhalten. Die Hotline hat die Telefonnummer 08000-996633
Zudem werde bei Beeinträchtigungen des Zugverkehrs auf den Bahnhöfen zusätzliches Auskunftspersonal eingesetzt. Die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) kündigte "massive Behinderungen" des Zugverkehrs an.
An welchem Tag der Ausstand stattfinden soll, werde am Montag bekanntgeben, sagte GDL-Chef Manfred Schell dem "Tagesspiegel am Sonntag". Geplant sei ein flächendeckender Arbeitskampf, im Güter-, Fern- und Regionalverkehr.
Ein punktueller Streik bringe nicht die erhoffte Wirkung. "Wir gehen davon aus, dass es massiven Stillstand geben wird", sagte Schell.
Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn kommen Konzern und Gewerkschaften am Samstagnachmittag in Berlin zusammen, um im letzten Moment noch einen Streik abzuwenden.
Die Friedenspflicht endet am Samstag. Die Gewerkschaften Transnet und GDBA erwarten ein neues Angebot der Bahn. Der Konzern bietet bislang zwei Prozent mehr Lohn ab Januar 2008 und weitere zwei Prozent ab Juli 2009 sowie eine Sonderzahlung von 300 Euro von Juli bis Dezember an.
Transnet und GDBA fordern sieben Prozent mehr Lohn, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat. Die GDL besteht auf einen eigenen Tarifvertrag für die Lok- und Zugführer. Der Konzern lehnt dies ab, weshalb es bisher keine Gespräche mit der GDL gab.
(sueddeutsche.de/AFP)
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Welcher Lobbyist bezahlt Sie denn? Da werfen Sie praktisch zunächst der Polizei, und im Anschluß allen privaten und öffentlich rechtlichen Rundfunk-Betreibern Lobbyismus vor. Hohler gehts doch kaum. Prost!
fahre ich nicht mehr mit der Bahn, obwohl ich es 15 jahrelang fast jedes WE über mehr als 200km getan habe.
Das Auto ist schneller und billiger - Staus sind reine Horrormeldungen von Bahnlobbyisten. Ich habe bei 30 Fahrten über 200km nur EINMAL im Stau gestanden, aber mit der Bahn mindestens 3-5mal mehr als 1h Verspätung.
Und der ökologische Aspekt? Wenn man über die Mitfahrzentrale Leute mitnimmt erhält man noch Kohle und entlastet die Umwelt zumindest halbwegs.
Zitat: Die DB werde versuchen, die Unannehmlichkeiten für Reisende so gering wie möglich zu halten, teilte ein Bahnsprecher am Samstag in Berlin mit. Zudem werde bei Beeinträchtigungen des Zugverkehrs auf den Bahnhöfen zusätzliches Auskunftspersonal eingesetzt. Zitat Ende.
Der Arbeitskampf hat doch schon begonnen. Da spielt Der DB-Vorstand doch schon im Vorfeld Personale gegeneinander aus (Lokführer contra verstärkte Auskunft).
Für mich heißt Arbeitskampf: Alle Räder stehen still, wenn Dein starker Arm es will! Und da geht auch kein Seelentröster auf den Bahnsteig, oder setzt sich als Zielscheibe in ein Reisezentrum.
Chef Mehdorn hat im vergangenen Jahr 2 Milliarden Gewinn erwirtschaftet, das hat ihm eine Prämie in 7-stelliger Höhe eingebracht. Seinen Mitarbeitern in den Gehaltsklassen der Lokführer, die ihm diese Gewinnmaximierung ermöglicht haben, bietet er jetzt ca. 35 brutto im Monat an.
An alle Mathematiker: 35 = 2%, wie viel sind 100%? Prost!
offenbar sind Sie "Insider". Wozu und für wen sollte der Deutsche Beamtenbund-Ableger GDL in der Vergangenheit Tarifverträge abschließen? Für Beamte gab und gibt es die nicht.
Nur gibt es bei der DB seit mehr als 10 Jahren kein "frisches Beamtenblut" mehr. Alle Neuen in der GDL sind Tarifkräfte, die von der GDL durch Dumping-Beiträge geködert wurden.
... zu Kaisers Zeiten gehörten "Pflichtbewusstsein und Pünklichkeit" zu den Tugenden der Eisenbahner. Und da schaue ich das Bodenpersonal genauso schief an, wie die Lokführer. Ich bin es als Berufspendler gewohnt, bis zu einem Münchner Zwischenbahnhof pünktlich unterwegs zu sein, dann über Gebühr 5, 10 oder mehr Minuten zu warten, bis die S-Bummel-Bahn den Pendlerzug überholt hat, nur um auf derselben Linie hinterherzudackeln. Es wäre ja zu einfach, den pünklichen Zug vorausfahrenzulassen, anstatt ihn noch aufzuhalten...
Meine Verachtung für die DB steigt mit jedem Tag, an dem ich mit einem Konkurrenzbeteiber fahre, der sich jede Mühe gibt, Service zu bieten, trotz aller Wettbewerbsbehinderung durch die DB das Beste aus der Situation zu machen.
Naja und nun streiken die Lokführer.
So verständlich die Forderung nach besseren Bedingungen sein könnte, so unverständlich ist die Forderung für mich als Beförderungsgut ("Reisender" zu schreiben sträubt sich die Hand). Denn angesichts der momentanen Situation ist man versucht zu rufen: leistet erst und fordert dann!
Gruß Pix.
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