Die Bahn hat sich mit den beiden Gewerkschaften Transnet und GDBA auf Eckpunkte für eine neue Einkommensstruktur geeinigt - und damit den Weg für einen eigenständigen Tarifvertrag mit der GDL bereitet.
Die Bahn hat sich mit den beiden Gewerkschaften Transnet und GDBA auf weitere deutliche Lohnerhöhungen geeinigt. Das Lohnplus für die Mitarbeiter des Konzerns soll von den bisher ausgehandelten 4,5 Prozent bis 2010 auf rund zehn Prozent aufgestockt werden, teilten die Chefs von Transnet und GDBA, Norbert Hansen und Klaus-Dieter Hommel, am Donnerstag in Berlin mit.
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Dazu soll im kommenden halben Jahr eine Lohnerhöhung über neue Eingruppierungen der Mitarbeiter von durchschnittlich vier Prozent kommen. Laut GDBA-Chef Hommel soll jeder Bahn-Mitarbeiter so mindestens zehn Prozent mehr Lohn bekommen, teils bedeute die Vereinbarung auch Lohnsteigerungen von über 14 Prozent.
Eine neue Tarifstruktur solle zudem Sonderinteressen von bis zu sechs Berufsgruppen separat berücksichtigen können, sagte Bahn-Chef Hartmut Mehdorn. Demnach sollen künftig in einem so genannten Basis-Tarifvertrag die allgemeinen Bedingungen für alle Bahn-Mitarbeiter festgeschrieben werden.
Darunter sollen dann die Arbeitszeiten und die Löhne für die jeweiligen Berufsgruppen festgeschrieben werden. Laut GDBA-Chef Hommel könne damit auch die Lokführer-Gewerkschaft GDL einen eigenständigen Tarifvertrag für die Lokführer aushandeln, der sich dann in das gesamte Tarifgefüge einpassen müsse.
(AFP/mah/woja)
Machtkampf in der Linken
im Grunde ist ja nun das erreicht, was Herr Schell ursprünglich mal gefordert hatte. Es gibt eigene Tarife für Lokführer. Transnet und GDBA haben gezeigt, dass auch auf dem normales Verhandlungsweg gute Lösungen erreicht werden können, ohne dabei der gesamten Wirtschaft einen erheblichen Schaden zuzuführen.
Herr Schell wird sich nun seinen eigenen ursprünglichen Forderungen beugen müssen. Ansonsten verliert er noch mehr Glaubwürdigkeit.
Eine einheitliche Lösung für die Bahn ist gut. Es darf nur gerechte Abstufungen in der Bezahlung innerhalb einer Firma geben. Und wie Schüler können auch Beschäftigte ganz gut beurteilen, was gerecht und was ungerecht ist. Die Lokführer wollen gerne etwas besseres sein, können sich aber mit dieser Ansicht schon nicht in der Bevölkerung durchsetzen. Die Bahnkollegen verstehen noch weniger, was in den Köpfen der Lokführer vorgeht. Gut dass das jetzt intern aber einvernehmlich geregelt wird. Jetzt müssen nur noch die Lokführer ihre Blockadehaltung aufgeben.
Genau so ist es! Die TG sprach noch von Monaten bis zu einer Einigung über die Fragen der neuen Entgeltstruktur. 5 Tage vor den Verhandlungen mit der GdL dann das, alles klar. Zu der riesigen Erhöhung: 10% - 4,5% = 5,5%. Diese dann verteilt auf 2008, 2009 und 2010 , dann kann ich nur laut lachen über diesen armseligen Verein, der sich Gewerkschaft nennt. Ich hoffe nur, daß viele TRANSNET-Mitglieder rechnen können. Und wieder einmal versucht Hansen den Börsengang für seinen Kumpel Mehdorn zu retten. So eine Männerfreundschaft hat doch was.
Wenn die GDL-Führung jetzt immer noch sagt: "Wir wollen aber einen eigenen Vertrag!", dann beweist sie endgültig, dass es ihr nicht um das Wohl ihrer Mitglieder, sondern um den Erhalt ihrer Pöstchen in ihrer Mini-Gewerkschaft geht.
Klasse! Damit können alle Seiten gut leben. Hoffentlich stellt sich die GDL nicht wieder quer.
Paging