Solarstrom aus Afrikas Wüsten: In fünf Jahren soll er fließen, sagt Desertec-Initiator Ernst Rauch. Höchste Zeit, denn die Folgen des Klimawandels sind verheerend.
Vor einem Jahr machte der Rückversicherer Munich Re den Start des Wüstenstromprojekts Desertec publik. Nun zieht Projektleiter Ernst Rauch, 49, Bilanz. Schneller als gedacht gehen erste Solarkraftwerke in Marokko ans Netz. Die Zeit drängt, glaubt Geophysiker Rauch, weil der Klimawandel längst seine zerstörerische Kraft entfaltet.
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In fünf Jahren soll der erste Wüstenstrom aus dem Projekt Desertec in Nordafrika nach Europa fließen. (© ag.dpa)
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SZ: Herr Rauch, ein Jahr nach dem Start ist es um Desertec (DII) still geworden. Bekommen die Skeptiker recht, die Wüstenstrom für eine Illusion halten?
Ernst Rauch: Nein - im Gegenteil. Unser Ziel war es, bis 2012 einen Plan zu entwickeln, wie aus der Vision Realität werden kann. Tatsächlich verlaufen die Verhandlungen mit den Ländern im Norden Afrikas schneller, wenn auch im Stillen.
SZ: Das heißt?
Rauch: Wir arbeiten längst nicht mehr nur an Plänen, sondern an deren Umsetzung. Zuletzt hat es viel Bewegung gegeben. Die Projektgesellschaft DII spricht mit den Regierungen von Marokko, Algerien und Tunesien über Stromdurchleitung und erste Projekte. In Marokko ist das Interesse am größten. Die Regierung hat mit dem König einen eigenen Solarplan aufgelegt und plant bis 2020 Anlagen mit der Leistung zweier Atomkraftwerke. Das Land importiert heute 95 Prozent seiner Energie und will mit Sonnen- und Windkraft unabhängiger werden. Die DII spricht mit den Regierungen über Kraftwerke mit bis zu 1000 Megawatt Leistung. Der Vorteil: Marokko ist das einzige Land in Afrika mit einer direkten Stromverbindung nach Europa.
SZ: Wann wird der erste Strom nach Europa fließen?
Rauch: Wenn alles nach Plan läuft, könnte der Spatenstich 2013 erfolgen. Das bedeutet dann ab Ende 2015. Die Zeit drängt, denn wir wollen von den Pilotprojekten für den Ausbau lernen und zeigen, dass es geht.
SZ: Desertec gilt als das größte Infrastrukturprojekt aller Zeiten und soll bis zu 400 Milliarden Euro kosten. Wer soll das eigentlich in der Krise bezahlen?
Rauch: Diese Zahl elektrisiert die Öffentlichkeit, aber so viel ist das gar nicht. Wir sprechen über einen Zeitraum von 40 Jahren - zehn Milliarden Euro pro Jahr. Zum Vergleich: Jedes Jahr werden weltweit 100 Milliarden Dollar in erneuerbare Energien investiert. Das ist doch zu stemmen. Das zeigen auch die Signale, die wir aus der Finanzwelt bekommen. Das Geld lässt sich auftreiben. Wir sind übrigens bereit, auch eigenes Geld zu investieren, schließlich will Munich Re ihre Investments in erneuerbare Energien auf bis zu 2,5 Milliarden Euro ausbauen. Außerdem führt die DII Gespräche mit der Weltbank.
SZ: Auch wenn es nicht am Geld liegt: Die Verhandlungen hinter den Kulissen bleiben zäh. Warum?
Rauch: Insgesamt sehe ich das nicht so. Aber es gibt natürlich ein paar entscheidende Hürden, beispielsweise die Regulierung in Europa. Wir können Strom zwar technisch aus Afrika importieren. Aber es ist noch immer nahezu unmöglich, ihn in Ländern wie Deutschland auch zu verkaufen. Gefördert wird per Gesetz nur nationaler Ökostrom. Das muss sich ändern. Die EU schreibt vor, ab 2012 die Grenzen für Ökostrom aus dem Ausland fallen zu lassen.
SZ: Noch immer wird Desertec von deutschen Firmen dominiert. Kritiker werfen dem Projekt Neokolonialismus vor. Warum binden Sie nicht mehr Konzerne aus der Region ein?
Rauch: Wir wollen und müssen noch internationaler werden. Wir sind heute 17 Gesellschafter, davon sieben aus Deutschland. Marokko, Algerien, Spanien, Frankreich und Italien sind schon vertreten. Ein tunesischer Konzern - Steg Energies Renouvelables - wird in den nächsten Wochen folgen. Wir wollen noch bis zu acht weitere Partner aufnehmen. Alle müssen laut Gesellschafterbeschluss aus der Mittelmeerregion oder dem Nahen und Mittleren Osten kommen.
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Machtkampf in der Linken
Stromriesen machen dicke Gewinne
Die vier größten deutschen Stromanbieter haben ihre Gewinne einer Untersuchung zufolge in den vergangenen Jahren stark gesteigert. Zwischen 2002 und 2007 verdienten die Unternehmen insgesamt 80 Milliarden Euro, wie die Grünen-Bundestagsfraktion unter Berufung auf eine in ihrem Auftrag verfasste Studie mitteilte.
Neuer Anstieg beim Strompreis im Januar
Ohne Steuern und Abgaben sei Strom in Deutschland zwischen den Jahren 2000 und 2008 um 51 Prozent teurer geworden, teilte die Grünen-Fraktion mit Verweis auf die Studie der Hochschule für Wirtschaft und Technik des Saarlandes mit. Allein in diesem Jahr stieg demnach der Strompreis um rund 6,5 Prozent.
Für Januar und Februar 2009 hätten insgesamt 480 deutsche Stromanbieter weitere Preiserhöhungen um durchschnittlich 8,4 Prozent angekündigt. Von dem neuen Anstieg seien insgesamt 50 Millionen Bundesbürger betroffen.
Auch für 2008 deutet sich Rekordgewinn an
Die vier großen deutschen Stromkonzerne - RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW - konnten ihre Gewinne in diesem Jahr in den ersten neuen Monaten im Schnitt um elf Prozent steigern, heißt es in der Studie. So habe EnBW ein Gewinnplus von fast einem Fünftel verzeichnet, RWE steigerte den Ertrag um sieben Prozent, E.ON um acht Prozent. Vom schwedischen Vattenfall-Konzern hätten keine separaten Zahlen für dessen Deutschland-Tochter vorgelegen. Damit deute sich für die vier großen Stromkonzerne nach dem Rekordjahr 2007 mit einem Gesamtgewinn von knapp 20 Milliarden Euro für 2008 trotz des Wirtschaftsabschwungs ein neues Rekordgeschäft an. Die Studie macht für die Gewinnsteigerungen der Konzerne vor allem den Anstieg der Strompreise verantwortlich.
Tagesschau.de
denn die Folgen des Klimawandels sind verheerend."
Wie bitte? Wo denn? Belege? ___________Was hat denn Porky je belegt?Die Zweizeiler sind ja so schon eine Zumutung aber belegt haben sie nie etwas!
Koalition stimmt gegen Öko-Strom in Ministerien und Kanzleramt
dpa | 02.07.2009
Berlin - Die große Koalition hat sich im Umweltausschuss des Bundestags gegen die Einführung von Öko-Strom für alle Ministerien und das Kanzleramt ausgesprochen. Auch die Vertreter der FDP stimmten am Mittwoch in Berlin gegen einen Antrag der Grünen-Fraktion. Die Ablehnung durch Union, SPD und FDP wurde nicht begründet.(Quelle Verivox)
Das ist ja wohl das allerletzte!!!!!!!
Wasser predigen und Wein saufen!
Mit dem Übergang zu liberalisierten Strommärkten bilden sich die Strompreise nach dem Prinzip der Grenzkosten. Die Großhandelspreise für Elektrizität richten sich damit im Idealfall an den kurzfristigen Grenzkosten (variable Kosten, d.h. im Wesentlichen den Brennstoffkosten) desjenigen Kraftwerks aus, das zur Deckung des Strombedarfs gerade noch herangezogen werden muss. Diese Grenzkraftwerke sind – je nach Last-bereich – für Deutschland im Mittel ältere Steinkohlen- oder Erdgaskraftwerke, deren kurzfristige Grenzkosten vor allem von den Preisentwicklungen auf den globalen Ener-giemärkten bestimmt werden.Wenn also Kernkraftwerke durch marktgängige Kohle- oder Gaskraftwerke ersetzt wer-den oder andere Stromerzeugungsoptionen durch politische Interventionen (Förderung durch EEG etc.) in den Markt gebracht werden, deren Kosten im wettbewerblichen Teil des Stromsystems nicht wirksam werden, wird sich an den kurzfristigen Grenzkosten des letzten benötigten Kraftwerks nur wenig ändern, die Strompreise blieben durch die Abschaltung und den Ersatz der KKW weitgehend unberührt. Sofern die Stromerzeugung der auslaufenden Kernkraftwerke nicht durch neue Kraftwerke, sondern vor allem durch eine höhere Auslastung vorhandener Kraftwerke ersetzt wird, könnte dagegen der Strompreis steigen, da in zunehmendem Maße Kraftwerke mit höheren Betriebskosten zur Deckung der Stromnachfrage herangezogen werden müssten. Eine komplexere – und hier nicht weiter darstellbare – Dynamik ergibt sich mit Blick auf die Strompreise, wenn die Entwicklung von Brennstoff- und CO2-Preisen in Betracht gezogen wird, die sich zumindest hinsichtlich der CO2-Preise teilweise auch aus der Entwicklung des Stromerzeugungsmix im Ganzen ergeben können.()Auch vor diesem Hintergrund ist es als keineswegs sicher anzusehen, dass eine Verlängerung von Laufzeiten der deutschen KKW zu signifikanten und richtungssicheren Veränderungen der Strompreisniveaus und –volatilitäten führen wird.
Mit hoher Sicherheit kann dagegen davon ausgegangen werden, dass von Laufzeitverlängerungen vor allem die entsprechenden KKW-Betreiber profitieren würden, die ohneweitere oder mit nur geringen Investitionen die Differenz zwischen (hohen) Strompreisen und niedrigen Betriebskosten der Kernkraftwerke als Zusatzgewinne realisieren könnten.
Erneuerbare Energien sichern langfristig Arbeitsplätze in Deutschland
Michael M.: Nachhaltige Impulse für Export, Wachstum und Beschäftigung
Die Beschäftigtenzahlen im Bereich der erneuerbaren Energien sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und werden auch in Zukunft deutlich weiter zulegen. Bis zum Jahr 2020 ist damit zu rechnen, dass die Zahl der Beschäftigten in dieser Branche von derzeit rund 170.000 auf mindestens 300.000 ansteigen wird. Diese Zahlen sind Ergebnis eines jetzt abgeschlossenen Forschungsvorhabens, das Michael M., Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, heute im Rahmen einer Fachtagung in Berlin vorstellte. "Erneuerbare Energien sind auch wirtschafts- und beschäftigungspolitisch ein Aktivposten für Deutschland", sagte M.
Selbst unter Berücksichtigung aller denkbaren negativen Beschäftigungseffekte fällt die Bilanz der Erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 mit mindestens 70.000 zusätzlichen Dauerarbeitsplätzen eindeutig positiv aus. "Die Studie belegt, erneuerbare Energien geben nachhaltige Impulse für Export, Wachstum und Beschäftigung. Die positiven Arbeitsmarktimpulse des Ausbaus der erneuerbaren Energien sind demnach deutlich stärker als mögliche gegenläufige Effekte", so M.
Voraussetzung für die ermittelten positiven Beschäftigungswirkungen ist, so die Studie, dass der deutsche Markt bei stabilen politischen Rahmenbedingungen weiterhin anhaltende Absatzchancen und Innovationsimpulse für die erneuerbaren Energien bietet. Hierfür ist neben der Fortführung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) rasch ein ähnlich wirkungsvolles Instrument auch im Bereich der regenerativen Wärmeerzeugung erforderlich, um die dort vorhandenen Potentiale zu mobilisieren. Daneben hängen die Arbeitsplatzwirkungen in Deutschland stark davon ab, in welchem Umfang die deutschen Unternehmen ihre derzeit sehr guten Chancen im stark wachsenden Weltmarkt für erneuerbare Energien nutzen. Bis 2020, so schätzt die Studie, können die weltweiten Investitionen in Erneuerbare-Energien-Anlagen von derzeit etwa 40 Milliarden Euro auf rund 250 Milliarden Euro ansteigen und im Jahr 2030 sogar 460 Milliarden Euro pro Jahr erreichen.
Somit ist das EEG ein Konjunktur und Arbeitsplatz Motor den wir besonders jetzt nach der Banken Krise benötigen und die Förderung uns direkt zukunftssicher wirtschaftlich zugute kommt!
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