Abrechnung mit Schwarz-Gelb: Nicht weniger, sondern höhere Steuern für hohe Einkommen und Vermögen sind das Gebot der Stunde.
Die schwarz-gelbe Steuerpolitik verleiht dem Wachstum keine Flügel. Von den Steuerentlastungen profitieren überwiegend Besserverdienende. Dies gilt für den Kinderfreibetrag, ebenso wie für die Unternehmens- und Erbschaftsteuergeschenke. Die für 2011 geplante Einkommensteuerreform ändert daran wenig. Schließlich zahlt ein Drittel der Beschäftigten ohnehin keine Steuern. Ihr Bruttoverdienst ist schlicht zu niedrig.
Ein Steuergeschenk - aber nicht für alle. (© Foto: dpa)
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Deutlich mehr Netto vom Brutto gibt es nur für dicke Geldbeutel. Reiche sparen aber mindestens jeden vierten Euro, die Steuergeschenke landen also auf dem Sparbuch oder an der Börse. Auch ein von Fesseln befreiter Mittelstand zündet kein Investitionsfeuerwerk. Den klein- und mittelständischen Firmen fehlen Aufträge und Kredite. Da helfen auch keine niedrigeren Steuern und weniger Bürokratie. Mehr Konsum und Wachstum? Pustekuchen!
Das billige Geld wirkt - immer noch
Die neue schwarz-gelbe Bundesregierung setzt somit in der schwersten Wirtschaftskrise seit 80 Jahren auf das Prinzip Hoffnung. Zwar entfalten die Konjunkturpakete und die Politik des billigen Geldes auch noch im nächsten Jahr ihre Wirkung. Ein selbsttragender Aufschwung wird dadurch nicht eingeleitet. Deswegen soll es das Ausland richten. Doch die Hoffnung, dass das Ausland uns wieder einmal rettet, könnte sich als trügerisch erweisen. Die Weltwirtschaft hat sich nach der Krise verändert.
Vor der Krise war Amerika der kreditgetriebene Staubsauger der Weltmärkte. Ganze 730 Milliarden US-Dollar schwer war das US-Leistungsbilanzdefizit. Briten, Iren und Spanier konsumierten ebenfalls kräftig auf Pump. Kreditfinanzierte Eigenheime wurden zu Geldautomaten.
Die weltgrößten Exporteure - Deutschland, Japan und China - profitierten von der kreditgetriebenen Nachfrage. So entstanden die globalen Ungleichgewichte. Der deutsche Handelsüberschuss kletterte 2007 auf etwa 200 Milliarden Euro. Die Hälfte der hierzulande erzeugten Waren und Dienstleistungen überschritt die Landesgrenzen. Allein 40 Prozent des Exportüberschusses stammte aus dem Handel mit den USA, Großbritannien und Spanien. Gleichzeitig exportierten die Überschussländer eifrig Kapital, um ihre ausländischen Kunden flüssig zu halten. Zur großen Freude der Finanzindustrie. Doch das Spiel ist aus. Die Blase ist geplatzt. Der Staubsauger funktioniert nicht mehr. Diesmal reicht es aber nicht mehr aus, den Filter zu wechseln.
Purzelnde Vermögenspreise bremsen die Konsumlust der angelsächsischen und iberischen Privathaushalte. Zukünftig werden sich US-amerikanische, britische und spanische Unternehmen und Verbraucher sogar entschulden müssen. Allein der Schuldenberg, der auf US-Verbrauchern und Firmen lastet umfasst 180 Prozent des US-Sozialprodukts. Amerika entdeckt das Sparschwein. Jeder Dollar, der in den Schuldendienst fließt, fehlt aber für den Kauf ausländischer Autos und Maschinen. Sollten die Amerikaner soviel wie die Europäer sparen - etwa 8 Prozent -, so würde die Kaufkraft um jährlich 800 Milliarden US-Dollar schrumpfen. Dies entspricht etwa 1,4 Prozent des Weltsozialproduktes.
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Machtkampf in der Linken
Ich weiss nicht, ob Herr Hirschel Recht hat?
Dafür verstehe ich zu wenig von der Wirtschaftspolitik!
Aber ich denke, dass zwei Sachen klar sind:
Erstens: Das Ganze ist kein regionales, sondern ein globales Problem! Daher wird keine Regierung das alleine lösen können.
Zweitens: Wir haben nicht nur ein Wirtschafts- und Finanzproblem! Das System an sich ist krank!
Manchmal frage ich mich, was denn überhaupt noch funktioniert?
Wir sind ein Teil der weltweiten Fauna und sollten uns auch dementsprechend verhalten!
Wenn durch Fehlentscheidungen in der Politik mal die Umwelt total zerstört sein sollte, interessiert es keinen mehr, wer wann wo wieviel Steuer zahlen muss.
Dann geht es nur noch darum, ob ich etwas zu Essen habe und ob Luft zum Atmen da ist!
Wir sollten anfangen in anderen Dimensionen zu denken!
Sonst gibt es bald die Menschheit in der jetztigen Form nicht mehr!
Sie sicherlich nicht. Ihre Beiträge und die Ihrer Gesinnungsgenossen alleine wären Grund genug auszuwandern. Vielleicht zahlt dann Coffeeshop Ihre Zeche.
Solidarisch bedeutet übrigens nicht, dass jeder dem System mehr entnehmen als einzahlen kann.
der den typischen Antiamerikanismus hochleben lässt und vergisst sich selbst an der Nase zu nehmen.
Deutschland verliert potentielle Investoren, Firmen verlagern ihren Sitz ins Ausland, die Attraktivität des Unternehmensstandortes Deutschland ist tief und sinkt weiter.
Die Firmen wie auch potente Investoren ziehen in die Schweiz oder nach Österreich.
Damit verliert Deutschland nicht nur potentielle Steuerzahler und damit auch Geld, auch Investitionen in Bildung und Infrastruktur werden so nicht abgeglichen. Beispiel: Ein Arzt, der mit 32 Deutschland Richtung Schweiz verlässt, hat den Deutschen Staat rund 500'000 Euro gekostet. Steuern von über 1.5 Mio. zahlt er zukünftig in der Schweiz.
Das gilt es zu verhindern. Dazu gibt es das Mittel der Sozialisten (militärischer Einmarsch in die Schweiz, vorgeschlagen von Sozialistenchef Müntefering, was aufgrund der Geschichte nicht geht) oder man macht Deutschland wieder konkurrenzfähig und attraktiv (FDP).
Es ist natürlich richtig, dass Deutschland im Moment keinerlei Mittel hat, eine Steuersenkung zu finanzieren. Nicht zuletzt aufgrund der Gewerkschaften (Arbeitszeiten etc.) und der Sozialisten (Wohlfahrt) ist die Deutsche Staatsverschuldung derart hoch, ja Deutschland ist eigentlich nicht mehr handlungsfähig und keinerlei Reserven mehr.
Wenn man nun aber die Attraktivität Deutschlands als Unternehmensstandort nicht steigert, dann wandern weiter die gut ausgebildeten Personen ab, es werden keine neuen Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen. Und genau deshalb ist es richtig, Steuern zu senken.
Dass bei Steuersenkungen die Gutverdienenden mehr profitieren als diejenigen, die eh keine Steuern bezahlen, ist klar. Muss aber so sein, weil das die Attraktivität des Standortes Deutschlands erhöht und nicht zuletzt Arbeitsplätze schafft.
Denn die Amerikaner brauchen niemanden, der US-Markt ist so gross, dass die Amerikaner sich selbst versorgen können. Im Gegensatz zu Deutschland und dem Gros Europas. Die Schweiz hat ihre Aufgaben gemacht, sie bietet ein attraktives Umfeld für Investitionen und Wachstum (immerhin wandern selbst in Krisenzeiten zehntausende von Deutschen in die Schweiz aus).
Ein Wachstum ist in Deutschland sicher möglich, aber wer wie die Gewerkschaften Veränderungen blockiert, verhindert Wachstum und neue Märkte.
Und vorallem muss Deutschland sparen. Zehn Milliarden pro Jahr sind ohne weiteres möglich, das ohne schmerzhafte Einschnitte.
20 Milliarden pro Jahr würden etwas weh
...nur zu gut verstehen. Langsam aber stetig macht sich die Dauerschelte über die bösen "Besserverdienenden" breit, während eine penetrante Larmoyanz des unterdrückten Prekariats durch die Medien gefördert wird. Ein Land, in welchem sich einerseits niemand in die Privatsphäre hineinreden lassen möchte und andererseits den Sozialstaat für alles andere bemüht wird, bedarf eines Neustarts. Es wird Zeit, dass die entsprechende Würdigung der Leistungsträger, Beitragszahler, Steuerzahler, Gebührenzahler usw. in die perves geführte Neiddebatte eingeht.
B.
Und kein Schlechter.
So sollte es sein, hätte der Konzern BRD fähige, unbestechliche Geschäftsführer und nicht lauter Nieten und Quotenstars.
@ Ankur, was hält sie hier?
Paging