Es ist zynisch, wenn die Konjunkturpropheten das Ende der Krise ausrufen - denn für Millionen Menschen hat sie gerade erst angefangen, für weitere Millionen wird sie erst noch beginnen.
Die Rezession ist vorbei. Das klingt gut. Doch was heißt das schon? Die Rezession: Das ist, wie vieles aus der Volkswirtschaftslehre, ein technischer Begriff. Von einer Rezession spricht man immer dann, wenn die Wirtschaft mindestens zwei Quartale in Folge schrumpft. Eine Rezession ist also ein besonders steiler Abschwung, ein besonders heftiger Niedergang der Wirtschaft. Sie kann ein halbes Jahr dauern, ein Jahr oder auch zwei, drei oder vier Jahre. Dann wird aus einer Rezession eine Depression, so wie in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts.
Auch wenn das BIP schon wieder zulegt - ausgestanden ist die größte Wirtschaftskrise seit 80 Jahren noch lange nicht. (© Foto: ddp)
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Wenn also nun die Ökonomen verkünden, dass die Rezession in Deutschland, in Europa und auch in den Vereinigten Staaten vorbei sei, dann bedeutet dies erst mal nur: Die Wirtschaft schrumpft nicht mehr. Von einer echten, gar dauerhaften Erholung ist dies aber noch weit entfernt. Denn obwohl das Bruttoinlandsprodukt nun wieder zunimmt, wird die Zahl der Stellen weiter abnehmen. In den Vereinigten Staaten ist die Arbeitslosigkeit mittlerweile auf den höchsten Stand seit fast drei Jahrzehnten gestiegen. Und auch in Deutschland wird die Zahl derjenigen, die unter der Krise leiden, obwohl sie für deren Ursachen nichts können, im nächsten Jahr kräftig wachsen. Fast vier Millionen Arbeitslose erwarten die Ökonomen im Jahr 2010.
Letztlich ist es also zynisch, wenn die Konjunkturpropheten nun das Ende der Krise ausrufen. Für Millionen Menschen in Europa und Amerika hat die Krise gerade erst angefangen, für weitere Millionen wird sie erst noch beginnen. Gewiss: Es ist gut, dass es mit der Konjunktur nun nicht mehr so steil abwärts geht, sondern ein klein wenig aufwärts. Aber die Folgen der Krise werden wir noch auf Jahre hin spüren.
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(SZ vom 14./15.11.2009/mel)
"Es ist zynisch, wenn die Konjunkturpropheten das Ende der Krise ausrufen - denn für Millionen Menschen hat sie gerade erst angefangen, für weitere Millionen wird sie erst noch beginnen."
Genau so ist es!
- wir haben ca. 7 Millionen Hartz IV -Empfänger - wir haben alles in allem ca. 15 Millionen Menschen in Deutschland, denen es alles andere als gut geht!
Und es wird schlimmer:(Ich zitiere aus einer Zuschrift an die Nachdenkseiten, ein Auszug):
...
Arbeitslose I und II, haben wenn sie über 40 sind, insbesondere Frauen, überhaupt keine Chance mehr. Ich kenne persönlich viele Personalchefs, die stellen nur noch junge Mitarbeiter ein. Bei denen liegt die Schmerzgrenze bereits bei 30 Jahren. Es werden nur noch Leute von Sklavenhändlern (Vermittlungsagenturen) eingestellt und nach kurzer Zeit, wenn die Arbeitsamtförderung ausgelaufen ist, wieder rausgeschmissen. Nur noch Zeitarbeitsverträge werden abgeschlossen.
Gewiefte Unternehmer nehmen alles mit, was der Staat ihnen bietet
Diese Arbeitsagenturen schicken die Arbeitslosen in ein Netz von Weiterbildungsmaßnahmen von Seminarfirmen und eigenartige externe Gründungsberater, die sich eine goldene Nase an den hoffnungslosen Fällen verdienen. Geholfen wird denen aber nicht. Sie sind und bleiben auch nach diesen Maßnahmen arbeitslos.
Es wird Zeit für einen völligen Politik-Wechsel, es gibt ein funktionstüchtiges Alternativkonzept. Wer so unvoreingenommen ist sich hierfür zu interessieren, sollte sich das Programm und die Werte der ddp-Partei näher betrachten.
Als unsere Kanzlerin das letzte Mal bemerkte der Aufschwung ist beim Bürger angekommen begann die Krise, die es ja bei uns damals gar nicht gab(Merkel, Steinbrück).
Mal schauen ob unsere Finanzwirtschaft sprich Banken es nicht wieder schafft, wenn unsere Kanzlerin den nächsten Aufschwung glaubt zu erkennen, uns mit der nächsten Krise zu überraschen.
Irgendwie habe ich schon seit Monaten bei jeder Meldung zur Krise - egalwoeum genau es geht - das gleiche, unangenehme Bild im Kopf:
Zugekokste, feixende Banker in einem vollverglasten Konferenzraum mindestens 20 Stockwerke oberhalb des gewöhnlichen Pöbels, die sich gegenseitig auf die Schulter klopfen und sich lustige Geschichten darüber erzählen, wie sie es geschafft haben, praktischen jeden Staat der Welt derart erleichtert zu haben, dass man sich auf Jahre hinaus die Gehälter verzehnfachen könnte, wenn das nicht, gerade mal ein Jahr ein nach der Krise, doch etwas zu auffällig wäre.
Irgendwann werde ich damit noch zum Arzt müssen...
So ist es ja nicht, für manche Branchen geht es wieder Berg auf. Gerade die Banken bekommen soviel Geld vom Staat, das sie mit vollen Händen zocken und Boni austeilen.
Konzerne holen sich Gelder aus EU Töpfen, an die mittel oder klein Betriebe nie rankommen geschweige den wissen das es sie gibt.