Die Hersteller holten 2003 fast eine Million Fahrzeuge in die Werkstätten zurück — so viele wie nie zuvor.
Die Zahlen sind auf den ersten Blick Besorgnis erregend. Im vergangenen Jahr wurden so viele Autos wie nie zuvor wegen Sicherheitsmängeln in die Werkstätten gerufen, geht aus dem Jahresbericht des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervor.
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Die Zahl der Rückrufaktionen erreichte den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung: 144 Mal, das waren 13 Prozent mehr als im Vorjahr, stellten die Autobauer Mängel an ihren Modellen fest. 939.884 Fahrzeuge mussten nachgebessert werden.
Hightech macht Schwierigkeiten
Die größte Aktion traf laut KBA allein 300.000 Fahrzeughalter. Über die Kosten der Rückrufaktionen schweigen die Hersteller hartnäckig. Häufigste Gründe für die Rückrufe waren brechende oder reißende Fahrwerkskomponenten, fehlerhafte Airbags und Sicherheitsgurte, brechende Räder, Konstruktionsfehler bei Anhängerkupplungen und mangelhafte elektronische Motorsteuergeräte, listet das Kraftfahrt-Bundesamt auf.
Wird Autofahren immer mehr zum Sicherheitsrisiko? Die Experten sind sich uneins. Die große Zahl der Rückrufaktionen sei im Gegenteil ein Indiz für die erhöhte Sorgfalt, mit der neue Autos heutzutage geprüft würden, und für die gestiegenen gesetzlichen Anforderungen bei der Produkthaftung, betonte etwa der Automarktexperte und Fachhochschul-Professor Ferdinand Dudenhöffer gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.
Autofahren sei also eher sicherer geworden. "Wir sehen darin keine Gefahr, sondern die Gründlichkeit der Arbeit", heißt es auch in einer Stellungnahme des Bundesverkehrsministeriums in Berlin.
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Linke-Vize-Chefin Wawzyniak