Deepwater Horizon BP zahlt Rekordsumme wegen Ölpest im Golf von Mexiko

Deepwater Horizon oil spill suit settlement epa04828019 (FILE) A file picture released by the US Coast Guard on 22 April 2010 shows a fire aboard the mobile offshore oil drilling unit Deepwater Horizon, located in the Gulf of Mexico some 80 kilometers southeast of Venice, Louisiana, USA. An explosion on board BP's mobile offshore drilling rig Deepwater Horizon on 20 April 2010 triggered the worst oil spill in US history. Reports on 02 July 2015 state the US government and Gulf States have agreed on a tentative settlement whereby British BP is to pay compensation for damages caused by the Deepwater Horizon oil spill. According to the settlement, BP will pay 18,7 billion USD in damage compensation over a period of 18 years. EPA/US COAST GUARD / HANDOUT HANDOUT EDITORIAL USE ONLY *** Local Caption *** 51549747 +++(c) dpa - Bildfunk+++

(Foto: dpa)
  • Die US-Regierung und der Energiekonzern BP einigen sich auf einen Vergleich im Prozess um die Kosten der Ölpest im Golf von Mexiko.
  • BP soll 18,7 Milliarden Dollar Schadensersatz bezahlen.
  • Im Jahr 2010 explodierte die Ölplattform Deepwater Horizon, anschließend gelangten Hunderte Millionen Liter Erdöl ins Meer.

Einigung im Streit um Ölpest im Golf von Mexiko

Der britische Ölkonzern BP hat sich nach eigenen Angaben mit der US-Justiz auf die Zahlung von 18,7 Milliarden Dollar (etwa 16,9 Milliarden Euro) wegen der Ölpest im Golf von Mexiko geeinigt.

Die Plattform "Deepwater Horizon" des Konzerns BP war am 20. April 2010 explodiert. Elf Arbeiter kamen ums Leben, Hunderte Millionen Liter Erdöl strömten ins Meer. 87 Tage dauerte es, bis BP das Leck schließen konnte. Die Küsten von fünf US-Bundesstaaten wurden verseucht, der Fischfang und der Tourismus an der Golfküste schwer geschädigt.

Die Grundsatzeinigung regele die Forderungen des US-Bundes sowie die von fünf Bundesstaaten, die an den Golf angrenzen, erklärte BP-Chef Carl-Henric Svanberg.

Auf BP könnten noch mehr Kosten zukommen

US-Justizministerin Loretta Lynch begrüßte die Einigung. Werde diese von den Gerichten bestätigt, handele es sich um die höchste jemals mit einem Unternehmen geschlossene Entschädigungssumme der US-Geschichte, erklärte sie.

BP zahlt nach eigenen Angaben 5,5 Milliarden Dollar zivilrechtliche Strafen, 7,1 Milliarden Dollar Schadenersatz für Umweltschäden an den Bund und fünf Bundesstaaten sowie 4,9 Milliarden Dollar zum Ausgleich für wirtschaftliche Schäden. Eine weitere Milliarde Dollar ist für örtliche Behörden vorgesehen.

Spuren einer Katastrophe

Vor fünf Jahren explodierte und sank im Golf von Mexiko eine Bohrplattform. Der Ölkonzern BP behauptet, heute sei alles wieder in Ordnung. Von Christopher Schrader mehr ...

Neben der Strafe wegen des Verstoßes gegen das Gesetz zum Gewässerschutz könnten weitere Zahlungen auf BP zukommen. Der Konzern hat mehr als 42 Milliarden Dollar für Schadenersatz, Strafen und Reinigungskosten zurückgestellt.

Die in London notierten BP-Aktien stiegen um 4,4 Prozent. Offenbar sind die Anleger erleichtert, dass mit der Einigung ein Großteil der Entschädigungsanspüche hinfällig geworden sind.